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Vollständige Version anzeigen : Philosophie-Thread



RickyRyn
23.05.2006, 15:36
Ja ich habe mal gesehen das es gar keinen Philo-Thread gibt, da dachte ich mach mal einen auf und damit's gleich "Stoff" gibt , hier nen Aufsatz von mir zu dem Thema:

Diese Berichte gliedern sich in drei , aufeinander aufbauende Teile, die sicher bald noch Zuwachs bekommen werden.


1. Teil
Mir wurde etwas klar. Das Leben war, was man selber daraus macht. Man muss versuchen im Leben möglichst viel Erfüllung gefunden zu haben, es war egal ob man sinnloses tat, oder unvernünftig, man konnte total am Arsch sein, es kam nur darauf an Spass zu haben. Eines Tages war ich mit einem Freund vom Konzert gekommen, und wir waren nassgeschwitzt vom Pogen gewesen, wir mussten mindestens 1,5 Stunden durch das -20 Grad kalte Berlin, doch es war egal, wir alberten herum und machten uns über die Kälte lustig, wir verfluchten sie, um wieder total ins lachen zu verfallen.

Dies erzählte ich meinen Eltern, sie verstanden mich nicht, sie sagten das alles wäre ein toller Traum, aber im Endeffekt wäre es nicht wie in den Büchern, Leute wie Jack Kerouac hätten es versucht und seien herunter gekommen.
Ich sagte, es komme nicht darauf an es zu schaffen, sondern es versucht zu haben, wie schon die alten Griechen bei den Olympischen Spielen. Da meinte mein Vater man bräuchte aber andere Menschen dazu, ich sagte ja, und erklärte damit auch meine Zuneigung zum Internet, und der tollen Personen die ich dort traf, da brüllte er mich an, er sagte ich müsse den Unterschied zwischen Realität und Fiktion oder Virtualität begreifen, er sagte, das Leute da nur "so tun würden als ob", darauf hin meinte ich, es sei egal, es komme auf die Gedanken an, die das Gespräch mit anderen für mich positiv prägten, egal ob der/die andere diese Gedanken wirklich hatte, oder sie verabscheute oder auch kopierte, von Literatur oder Musik.

Ich sagte, ich würde doch auch über Dinge nachdenken, die jemand mir als falsch oder schlecht vorsetzte, da schrie er mich wieder an, der Mensch sei kein Medium für Gedanken.
Ich spürte das meine Eltern in diesem Esprit schon selber Erfahrungen hatten, und ich sagte sie würden mir leidtun, weil sie sich in diesem Punkte selber aufgegeben hätten, da flippte meine Mom total aus, weil sie dachte, ich wolle sie nur verhähmen, aber ich meinte es ernst, ich ging nach oben in mein Zimmer, erfüllt von diesen, meinen Gedanken, und beschloß sie niederzuschreiben, und das tue ich hier, das wird erst der erste Teil sein, und ich habe schon den Beschluß gefaßt ihnen anderen mir bekannten Leuten, in dem meinem Vater in dieser Hinsicht verhassten Internet zu zeigen.


2.Teil

Bei einem weiteren Gespräch mit meinem Vater, kam ich auf folgende Theorie:"man kann an etwas zu 100% glauben, kann etwas jedoch nur zu 99% wissen" ich begründe das zunächst einmal so: wenn man eine "Wissenschaft" betreibt, um Wissen zu erlangen, geht man von Grundsätzen aus, die man später höchstens im Kontext zu anderen Ergebnisen, die aus diesen Grundsätzen abgeleitet hat. Man kann Sachen, jedoch nicht partiell wechselseitig bedingen, man könnte es nur beweisen, wenn man alles kennen würde, und sehen würde "ja passt!", jedoch ist keine Wissenschaft von uns "komplett", und es ist allgemein anerkannt, das das auch unmöglich ist, dann jedoch, können Sachen in Bezug auf Wissenschaft, für uns nie sicher sein, sondern nur sehr sehr wahrscheinlich, nahezu sicher, aber nie ganz sicher. Der Glauben hingegen ist subjektiv, und kann somit, da er nur von der Überzeugung des einzelnen Menschen bedingt ist, absolut sein. Es ist quasi die Frage ob es eine Objektivität gibt, z.b. sehen wir alle die gleiche Farbe die wir rot nennen? Wenn für Person A ein roter Fleck auf einem Blatt zu sehen ist, und für Person B an der gleichen Stelle ein grüner ist, aber beide diese Farbe, schon immer rot nannten, halten sie diesen Fleck für objektiv rot, obwohl er eigendlich subjektiv gespalten ist, und Objektivität, ist ja quasi, die vollkommene Mehrheit, oder 100% aller subjektiven Stimmen, auf die sich die Objektivität bezieht.
Davon leite ich ab, das wir nie sicher seien können, ob es Objektivität gibt, und damit gibt es keine Sachen die "eindeutig so sind"- keine "Grundsätze", und damit ist 100%iges Wissen, wie oben dargelegt, nicht möglich.

3.Teil

Vorwegnehmen möchte ich, das ich glaube, das es keinen gesellschaftspolitischen perfekten Zustand geben kann, sondern das es nur gilt, nach Besserung zu streben, und das dieser Artikel an sich gar nicht gesellschafts-philosophisch werden soll, ich diese Information, zum besseren Verständnis meiner Gedankengänge, als diesbezügliche Ausgangssituation, voranstellen muss.
"Besessenheit" ist entgegen der allgemeinen Auffassung nicht "schlecht". Tatsächlich ist schlecht "schlecht" bewertend, bewerten aber kann man nur eine Thematik , so kann man beispielsweise von einer Thematik besessen sein, die vom Standpunkt der Person X aus subjektiv schlecht ist, das Objektivität nur relativ und auch dann nur ungewiss ist, schließt generell "Beweise" aus.
Und desweiteren- um aufs Thema zurück zu kommen- hat Besessenheit etwas wunderbares, denn in all seiner "Irren-Besessenheit" auf Thema X zulaufende Gedanken, hat er einen Weg, an den er glaubt.

Und wenn wir uns fragen "Was haben wir vom Leben?" auf was kommen wir?:-
Welche Sachen würden im Leben "Punkte" geben, wenn es ein Game wäre?-

Die Positiven!, die subjektiv Positiven, denn nur Subjektivität ist sicher, und die ganz persönliche Wahrheit.

-Spass, Freude, Befriedigung

Wenn man soweit geht zu sagen: wir sollen alle besessen und irre werden auf das die Gesellschaft über uns einstürzt, haben wir dann durch unsere Selbstvernichtung,"extremes-positiv-denken" das Utopia, das Romantiker mit Gesellschaft-Politischen Mitteln zu erreichen suchten, erreicht?
Ist das Mittel dazu die Selbstzerstörung in positiver Extase?

Ich will all dies gar nicht "vergöttern", es ist ein Weg, der selbst mir noch zu radikal ist/wäre- kein radikal linker oder rechter, ein radikal positiver- und der (nach meiner Überzeugung, nicht nach Wissen) vermute nie praktiziert wird.

Aber wirft das nicht ein ganz neues Licht auf die "Irren und Besessenen"?
-Stoßen sie uns ab, weil sie unsere positive Rettung wären?
Wie auch immer wir sollten uns doch soviel von ihrer Überzeugung einverleiben, das wir wenigstens "versuchen" in allen ,gerade den schwersten Situationen, positiv zu denken.

Würde mich freuen ,wenn ihr eure Gedanken dazu mal irgendwie deutlich werden lasst,, falls überhaupt irgendwer in diesem Forum, daran Interesse haben sollte.