Vollständige Version anzeigen : A life without Ryan...
Pancakes<3
06.04.2010, 13:16
Ja.. hey =))
das hier ist meine erste FF (ja ich kanns auch kaum glauben!)^^
Titel: A Life without Ryan
Autor: Pancakes<3
Art der FF: O.C. California
Inhalt: Wie würde Seth' Leben ohne Ryan laufen?
Ich wurde etwas von der Parallelwelten-Folge inspiriert =)
Hauptcharakter: Seth, Marissa und Summer.
Disclaimer: Die Serie und die Charakter gehören Josh Schwartz. Ich schreibe sie nur zum Spass und verdiene kein Geld damit... (leider xD)
Pancakes<3
06.04.2010, 13:17
/Dank an Jenny, die mir beim Titel geholfen hat!
Part 1
Seth steht auf. Er geht duschen und betrachtet sich danach im Spiegel. Seine Rippen sind voller blauer Flecken, die er den Wasserballspielern zu verdanken hat. Wie lustig es doch sein muss, das schwule Pudelgesicht immer wieder durch die Pultreihen zu stossen.
In der Küche trifft er auf Kirsten, seine Mum. Sie begrüsst ihn – wie immer – mit einem strahlenden, aber müden Lächeln. „Hallo Schatz! Hast du gut geschlafen?“, fragt sie und bindet sich dazu ihre blonden Haare zusammen. „Natürlich, und du?“, sagt er, ohne wirklich eine Antwort zu erwarten. Denn Kirsten klemmt sich gerade ihre Arbeitsmappe unter den Arm. „Etwas zu wenig… du weißt doch, ich habe im Moment viel um die Ohren! Ich muss jetzt los, Schatz. Mach dir einen schönen Tag! Heute wird später.“, sagt sie hastig und drückt ihrem Sohn noch einen flüchtigen Kuss auf die Stirn, bevor sie arbeiten geht. Seth macht sich Cornflakes und räumt das angebissene Bagel von Kirsten weg. Kirsten hat immer zu wenig Zeit zu Frühstücken. Irgendwann bricht sie noch zusammen.
Seth’ Vater ist schon weg. Wenn er sich in der Anwaltskanzlei nicht den Kopf über einen betrunkenen Jugendlichen, der einen Laden ausgeraubt hat, zerbricht, dann surft er wohl gerade am Strand von Newport. Newport, die Oase für Wasserballer und reiche Tussis. Newport, die Hölle für segelnde Freaks, die nicht im Traum daran denken, sich die Brust zu rasieren. Und Seth ist einer von ihnen. Er fährt mit dem Skateboard zur Harbor High und hofft, dass er heute sein Mittagessen mal ungestört hinunterschlingen kann.
Marissa erhebt sich stöhnend aus ihrem Flanellbettbezug. Ihr Kopf dröhnt. Offensichtlich hat sie gestern doch etwas zu viel getrunken. Aber wie soll sie sonst an Hollys Poolparty überleben? Die sind immer voll langweilig und irgendwo findet sich immer ein Idiot, der es witzig findet, sie nass zu spritzen. Lächelnd liest sie eine SMS von Luke, ihrem Freund, und stellt dabei fest, dass ihr Blackberry völlig veraltet ist. Sie braucht unbedingt ein neues. Und dann macht sie sich einen starken Kaffee. „Marissa, Schatz. Wie geht es dir?“, fragt ihre Mutter Julie sie übertrieben fröhlich. „Wesentlich besser als es dir gehen wird, wenn du mich das nocheinmal fragst.“, schnauzt Marissa und dreht sich um Sie prallt gegen ihre jüngere Schwester Kaitlin. „Kannst du nicht aufpassen?“, ruft Marissa wütend, bevor sie mit ihrem neuen Wagen zur Schule fährt. Beim gemeinsamen Frühstück fragt Kaitlin ihre Mum: „Warum ist Marissa immer so gemein?“ und Julie streicht ihrer Kleinen über den Kopf: „Sie meint es nicht so, Liebling, sie meint es nicht so.“
Mischa<33
06.04.2010, 13:59
Oha wie ist denn Marissa drauf?! xD Arme Kaitlin. Ein echt gelungender Anfang (: Freu mich auf mehr!
Das hört sich bis jetzt alles sehr interssant an.
Ich mag Seth jetzt schon, Marissa nicht wirklich.
Das war ja aber eh schon immer so.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freu mich mehr von dir zu lesen.
AutumnOC
06.04.2010, 17:31
Hey super Geschichte bis jetzt! Du hast dich wirklich gesteigert, was deinen Schreibstil anbelangt :victory:
Wow, jetzt hab ich wirklich Lust wieder OC zu gucken xD
Pancakes<3
06.04.2010, 17:33
Danke Leute...
aber ohne Kritik kann ich mich nicht verbessern xD
naja, die nächsten Parts liegen sowieso schon neben meiner Schreibmaschine...
Summer<333
06.04.2010, 17:33
Ich find die Idee sehr interessant.
Bin gespannt auf den nächsten Part.
Deinen Schreibstil find ich sehr belustigend:D
PrincessSparkle
06.04.2010, 19:37
Ich finds toll und freu mich schon auf den nächsten Teil :)
Pancakes<3
07.04.2010, 16:15
Part 2
In der Schule läuft Seth mit eingezogenem Kopf neben Luke, dem Captain des Wasserballteams vorbei. Er knutscht gerade mit dieser hübschen Marissa Cooper, Vorsitzende des Veranstaltungskomitees und zufällig Seth’ Nachbarin. Aber er bezweifelt, dass sie das weiss. An Marissa ist noch etwas anderes besonders: Sie ist die Freundin von Summer Roberts. Ein Name mit vier Silben. Der perfekte Name für das Mädchen, das dahinter steht. Sie ist braun gebrannt (wie viel davon natürlich ist? Darüber denkt Seth nicht nach) und Seth ist total angetan von ihr. Er liebt ihr Lachen, ihre Haare, ihre Figur, die Art wie sie läuft... Ihr Stil ist für ihn göttlich. Seth kann, egal wie lange er auch nachdenkt (und das tut er oft), einfach keinen Fehler an ihr finden.
Plötzlich schreckt er aus seinen Gedanken hoch, als ein Motorrad direkt vor seiner Nase durchrast. Er sieht flatternden grauen Stoff und einen klobigen Helm. „Hey! Pass doch auf!“, hört er völlig durcheinander. Er streicht sich durch die Haare. Das Motorrad hält an und die Fahrerin zieht sich den Helm ab. Anna. Natürlich ist es Anna. Wer sonst trägt knallpinke Strümpfe unter einem grauen Jupe mit einem türkisen Top dazu? Seth ist sich nicht sicher, aber er glaubt, dass sie damit auch in Pittsburgh aufgefallen ist. Da kommt sie nämlich her. Lachend hüpft sie auf ihn zu: „Ich habs ja schon immer gewusst… Von Summer träumen ist schädlich für die Gesundheit!“, neckt sie ihn und wuschelt sich selbst durch die blonden, kurzen Haare. „Da liegst du falsch… ich habe mir gerade überlegt, wie ich dich am schnellsten loswerde.“, gibt er zurück. Anna will wissen: „Und die Ergebnisse deiner ausgeprägten Studien lauten…“ „Du stirbst an einem Stromschlag. Ich weiss ja auch nicht, wie mein Föhn in deine Badewanne kommt…“, sagt Seth nachdenklich. Danach trennen sich die zwei.
Anna ist ein Kapitel für sich in Seth’ Leben. Das einzige Mädchen, das ihn an dieser Schule nicht ignoriert, aber eines von vielen, die nichts von ihm wollen. Die zwei sind gute Freunde und haben viel gemeinsam.
Nach der zweiten Schulstunde (Physik und Anwendungen der Mathematik) begibt sich Seth auf das Jungenklo. Schliesslich hat auch er seine Bedürfnisse. Doch im Klo stösst er mit Luke zusammen. „Hey du Schwuchtel! Hier wird nicht gespannt!“, sagt ihm der. Seth kann wie immer nicht das Maul halten: „Ich wollte mir nur den Mund auswaschen. Wenn ich dich ansehen muss, befällt mich immer ein unglaublicher Brechreiz. Ist echt unangenehm in der Halsgegend…“ Schon hat er sich eine Faust in den Bauch geangelt. Darin ist Seth echt ein Talent. Aber was er noch besser kann, ist sich von drei Jungs aus der Toilette schmeissen zu lassen. Mit wenig Eleganz landet er vor perfekt gepflegten Füssen. Vor ihren Füssen. Sie starrt zu ihm hinunter. „Oh, Summer! Tut mir leid!“, sagt Seth. Mal wieder hat er schneller geredet als nachgedacht. Denn sie weiss doch gar nicht, dass er weiss, wie sie heisst! Schnell rappelt er sich auf. „Kennen wir uns?“, fragt sie irritiert und wirft ihre Haare über ihre rechte Schulter zurück. Seth’ Herz befindet sich nicht mehr am ursprünglichen Ort. Es hüpft von einem Ecken zum anderen. Das Adrenalin des ersten Gespräches mit der Frau seiner Träume! „Ja, wir sind zusammen in Englisch. Da hab ich deinen Namen mal aufgeschnappt. Nicht, dass ich dir nachspioniere oder so…“, er beisst sich auf die Zähne. Schon wieder hat er zu viel geredet! Summer zieht verwirrt ihre Augenbrauen zusammen. Dabei entstehen zwei süsse Fältchen über ihrer Nase. Glücklicherweise sieht der Stundenplan für beide als nächstes Englisch vor. Also nimmt Seth all seinen Mut zusammen und fragt Summer:
„Kann ich dich zur nächsten Stunde begleiten?“ Sie zuckt mit den Schultern, aber für Seth ist das mehr als genug. Er fühlt sich wie im siebten Himmel und hört insgeheim schon die Hochzeitsglocken läuten. Ob sie ein weisses Kleid tragen wird? Ihr steht ja sowieso alles… Vielleicht wird sie für mich sogar Jüdin?, die Gedanken von Seth Cohen überschlagen sich, als hätte sie bereits Ja gesagt..
Summer<333
07.04.2010, 16:20
Wow, Dein Schreibstil ist göttlich;)
Der Part ist genial:D
KirstenCohen94
07.04.2010, 18:44
Eine sehr schöne FF.
Du schreibst echt schön.
Ich freu mich auf einen weitern Teil.
AutumnOC
08.04.2010, 13:47
Du hast immer so tolle Ideen für witzige Dialoge :verehren:
Pancakes<3
08.04.2010, 18:34
Von Shakespeares Sommernachtstraum bekommt Seth nicht wirklich viel mit. Er ist viel zu beschäftigt, über Summers (zum Teil echt schlechten) Witzen zu lachen. Und das ist nur eine Beschäftigung neben dem Träumen und Starren. Aber mal ehrlich, wen interessieren schon Zauberblumen und Neid, wenn vor einem das genialste Mädchen der ganzen Welt oder eigentlich des ganzen Universums sitzt? So sieht Seth das zumindest. Jede Faser seines –nicht übermässig trainierten- Körpers ist vollkommen auf sie ausgerichtet. Alles an ihm scheint für dieses Mädchen bestimmt zu sein. Doch nach der Englischstunde zerplatzt sein Traum. Es fühlt sich schlimmer an, als eine Dynamitsprengung im Herz. Und für Seth geht die Welt unter.
Marissa löst sich von Luke. Das Gefühl, wenn sie sich küssen, ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Sie schenkt ihm ein Lächeln und geht dann die Treppe hoch zum Eingang der Schule. Sie weiss nicht was sie hat. Eigentlich sollte sie doch absolut glücklich sein! Schliesslich ist der Captain des Wasserballteams ihr Freund. Der Junge, von dem die Mädchen träumen. Er ist charmant, freundlich und witzig. Also wieso? Wieso ist sie nicht zufrieden, obwohl sie den Traum aller anderen lebt? Warum kann das nicht einfach auch ihr Traum sein?
Plötzlich tippt ihr jemand auf die Schulter. Sie dreht sich um und seufzt innerlich auf, als sie Taylor Townsend entdeckt. „Guten Morgen Taylor! Wie kann ich dir helfen?“, fragt sie mit einem gut eingeübten Stewardess-Lächeln. „Ach ich hab da ganz zufällig mitgekriegt, dass du dich heute nach der Schule mit Luke verabredet hast und ich hoffe, dass du unser Treffen nicht vergessen hast. Falls du verhindert bist, dann springe ich gerne für dich ein und organisiere den Aufbauplan für den Snow-C…“, schiesst Taylor gleich los. Marissa hatte sich schon so etwas gedacht. Taylor war ja schon seit einer Ewigkeit auf ihren Posten im Veranstaltungskomitee aus. Mit demselben studierten Lächeln gibt sie Taylor eine anständige Antwort: „Vielen Dank, Taylor. Aber ich kriege das schon hin.“ „Es wäre wirklich überhaupt kein Problem für mich, das heutige Treffen zu leiten…Ich habe sogar schon einen Plan entworfen wie…“, doch weiter kommt die übereifrige Taylor nicht. Marissa lässt ihr Lächeln etwas diskreter werden und unterbricht sie schnell: „Ich habe schon gesagt Taylor, das ist überhaupt nicht nötig. Ausserdem möchte ich dir ja nicht mehr als nötig von deiner bestimmt vollgeplanten Freizeit stehlen.“ Damit dreht sich Marissa um und geht.
Sie hat ins Schwarze getroffen, ohne es zu wissen. Denn Taylors Freizeit ist gar nicht überfüllt. Ganz und gar nicht. Sie trifft sich nie mit jemanden und dem Koreaner im Take-Away geht sie auch schon auf die Nerven. Wem sonst soll sie denn erzählen, dass sie Shakira blöd findet und jetzt angefangen hat, Chinesisch zu lernen?
Von all dem weiss Marissa nichts. Sie hat gerade ihre beste Freundin Summer erblickt. „Coop!“, wird sie gleich begrüsst. Die beiden umarmen sich. „Wir sehen wieder einmal super aus!“, bemerken sie gleichzeitig und lachen dann los. Marissa hakt sich bei Summer ein. „Und von wem hast du diese Nacht geträumt?“, fragt sie ihre Freundin, die gleich antwortet: „Ach, Coop… Ich glaube es ist was Ernstes… ich träume seit einer Woche immer vom selben Typ! Das ist doch nicht normal. Ich mach mir langsam echt Sorgen! Ich bin doch nicht verrückt oder? Brauche ich eine Therapeutin?“ Marissa lacht. Summer ist total verliebt und sie wünscht sich, dass sie es auch noch wäre. Doch kein Junge an der ganzen Harbor spricht Marissa an. Die sind doch alle gleich. Aber sie gönnt es Summer von ganzem Herzen, dass sie noch richtige Gefühle hat: „Du und verrückt? Summer! Ich glaube es gibt hier wenige Mädchen, die so vernünftig sind wie du…“
Summer<333
08.04.2010, 18:38
Wow! Typisch TaylorxD
Der Part ist echt klasse! Freu mich auf weitere!<3
AutumnOC
08.04.2010, 19:58
Super Part!
Pancakes<3
10.04.2010, 20:45
/Danke, für die netten FB's
Part 4
Zurück zu Seth’ Weltuntergang. Der beginnt eigentlich ganz ungefährlich und absolut zufällig. Es ist ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm oder das Intro vor der Symphonie oder das einlaufen vor dem Fussballspiel oder… Also jedenfalls kommt es total unerwartet. Seth tritt gerade hinter Summer aus dem Englischraum. Da sieht er Marissa Cooper heraneilen. Sie nimmt grosse Schritte und das Seidenshirt schmeichelt im Takt zu ihrem Gang ihren dünnen Armen. Marissa nimmt selbstverständlich keine Notiz von Seth.
Ganz euphorisch und aufgeregt beginnt sie zu reden: „Summer! Oh, du glaubst nicht, was passiert ist… ich komme gerade vom Schwimmunterricht!“ Dabei klingt sie so, als würde sie gerade verkünden, wer eine Million Dollar gewonnen hat. „Ich versteh nicht auf was du hinaus willst…oh! Oh mein Gott! Du hast doch mit Dylan schwimmen!“, ruf Summer nach einem kurzen Moment des Unwissens aus. Seth wird ganz hellhörig. Summer spricht den Namen Dylan aus wie andere es mit Schokolade oder Villa tun. „Ja, genau!“, Marissa nickt. Ihr Pferdeschwanz wippt auf und ab. „Und der Dylan hat mich angesprochen. Stell dir vor! Und jetzt darfst du raten, wen er zum Snow-C einladen will!“, spricht sie weiter und Summer lässt schlagartig die Schultern hängen. Sie macht einen unglaublich süssen Schmollmund und Seth würde am Liebsten ihre Mundwinkel wieder nach oben ziehen. „Coop… ich dachte du wüsstest, dass ich auf ihn stehe. Ausserdem hast du doch schon Luke…“, sagt sie. Dass ich auf ihn stehe… klingt es in Seth’ Kopf nach. Dass Summer Roberts auf Dylan Park steht.
Seth ringt nach Luft und bleibt wie erstarrt stehen. Es tut weh. So verdammt weh. Klar hatte er zu hoch gepokert, als er sich Hoffnungen gemacht hat. Aber es dann aus ihrem Mund zu hören, ist etwas ganz anderes. „Summer er hat nicht mich eingeladen… sondern dich!“, sagt Marissa zu allem Überfluss mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht. „Hat er?“, fragt Summer ungläubig und mit grossen Augen. „Oh ja, das hat er.“, bestätigt Marissa. „Hat er wirklich?“, will sich Summer noch einmal vergewissern, als wäre das zu schön um wahr zu sein. Und Seth gibt das noch einmal einen Stich in sein Herz, oder das was davon übrig ist.
Weil Marissa nochmal nickt, springt Summer auf und umarmt ihre Freundin voller Freude. „Das ist besser als ein Jahr gratis einkaufen in der Mall!“, ruft sie aus und Marissa lacht ihr helles Lachen. Seth steht einfach nur da und starrt sie an. Er kann nicht reagieren. So fällt er Marissa auf. „Suchst du etwas?“, fragt sie ihn. Er schüttelt den Kopf, aber bleibt immer noch stehen. Summer hält inne und mustert ihn. „Hab ich dein Heft mitgenommen oder so…?“, fragt sie und blickt auf die Bücher auf ihrem Arm. „Nein… was anderes hast du mitgehen lassen.“, sagt er und dreht sich dann um. Er stürmt auf seinen Spind zu und atmet erstmal tief durch. Er kann ja schlecht vor allen anderen zu flennen anfangen. Plötzlich fühlt er eine Hand auf seiner Schulter. „Du hast es also mitbekommen…“, hört er die Feststellung aus Annas Mund. Er wird ganz steif und benommen blickt er sie an: „Du… du hast davon gewusst?“
Sie nickt. Seth sieht das schlechte Gewissen wie eine zu dicke Schicht Make-up auf ihrem Gesicht. Doch das ist ihm egal. Wochenlang schwärmte er ihr von Summer vor und Anna hatte die ganze Zeit gewusst, dass Summer auf Dylan stand? Das gibt Seth den Rest. Er kommt sich auf einmal ganz verlassen und alleine vor. „Und du hast mir nichts davon gesagt?“, fragt er. „Was sollte ich denn tun? Du hast immer nur von Summer geschwärmt. Summer hier, Summer da. Wird sie dieses Shirt mögen? Was denkt sie wohl von unseren Englischhausaufgaben? Was sie jetzt wohl gerade macht? Was sage ich, wenn ich sie treffe? Wirkt es cool, wenn ich mich so hinstelle? Du warst quasi ein Summer-omat!“, rechtfertigt sie sich. „Ich wollte nicht diejenige sein, die dich aus all diesen Träumen reisst Seth.“, erklärt Anna mit traurigem Gesicht. Doch Seth versteht sie nicht. Er senkt denn Blick. „Lass mich alleine.“, und geht dann in irgendeine Richtung durch den Flur davon. Dass er dabei brutal angerempelt wird, beachtet er gar nicht. Statt dessen schaut er sich nach einem ruhigen Ecklein um, in dem er sich in seinem Selbstmitleid ertränken kann.
Summer<333
10.04.2010, 20:51
Was soll ich sagen....Super Part.
Dein Schreibstil ist so lebendig und frech...find ich cool!<3
AutumnOC
10.04.2010, 21:22
Ich finde, dass ist dein bester Part bisher! Echt super, eben so lebendig, wie Summer<333 schon gesagt hat (:
Pancakes<3
10.04.2010, 21:25
@Laura: findest du? ich finde,das ist mein schlechtester =)) xD
AutumnOC
10.04.2010, 21:48
Ich finde schon :nicken:
Pancakes<3
11.04.2010, 22:22
/okay... der Part ist irgendwie auch nicht so gelungen...
Part 5
„Ich glaub ich kauf mir ein blaues Kleid…“, Marissa nickt Summer zu. Das hat sie auch schon, als die Farben rot und weiss kamen. Marissa hört schon gar nicht mehr zu. Es reicht ja, wenn Summer denkt, dass sie zuhört. Marissa stochert in ihrem Eisshake herum und denkt nach. Plötzlich steht sie auf. „Summer…ich unterbreche dich ja nur ungern, aber ich muss etwas erledigen.“, sagt sie und wird gleich von ihrer besten Freundin angestarrt. „Aber… wir haben doch noch gar nicht über meine Frisur diskutiert!“, protestiert Summer. Sie kennt seit dem Morgen kein anderes Thema mehr, als Dylan. Und ihr Outfit. Marissa versteht sie nicht wirklich. Denn sie ist schon lange nicht mehr verliebt oder verliebt gewesen. Doch freut sie sich für ihre Freundin. „Ich rufe dir gleich an, wenn ich fertig bin!“, versichert Marissa und haucht Summer noch einen Kuss auf die Wange. „Danke, dass du zahlst.“ Und mit diesen Worten geht Marissa los. Sie sind mit Summers Wagen zur Eisdiele gekommen, also muss Marissa eben laufen.
Kaum ist sie um die Ecke, schlüpft sie aus ihren hohen Absätzen und rennt barfuss los. Das hat sie noch nie getan. Aber jetzt ist eine Veränderung nötig. Sie rennt, wie sie noch nie gerannt ist. Natürlich hat sie schon längst keinen Atem mehr, doch das Stechen in der Brust tut gut. Es zeigt, dass sie noch lebt. Also läuft sie gleich noch schneller. Der Beton unter ihren Füssen tut auch schon weh, aber auch das ist nur ein Zeichen ihrer Lebendigkeit. Sie lacht ohne wirklich Luft dafür zu haben und wirft den Kopf nach hinten. Die Leute starren sie an und die Autos hupen, bevor sie neben ihr durchrasen. Denn Marissa läuft am Strassenrand entlang, aber das ist ihr gerade so was von egal. Endlich ist sie in einer schmierigen Ecke von Newport angekommen. Hier wird sie niemand nach ihrem Ausweis fragen. Und gleich findet sie auch eine Bar, die nachmittags offen hat. Schnell schlüpft sie mit ihren dreckigen Füssen wieder in ihre Schuhe und stolziert dann in die Bar.
Die meisten sind um die dreissig herum und total besoffen. Doch in der hintersten Ecke stehen auch ein paar von der Newport Union. Damit hat sie gerechnet. Sie wuschelt sich durch ihre Haare, damit ihr Privatschulstyle nicht so auffällt und geht auf die Jungen zu. Alle rauchen. „Hey Jungs!“, sagt sie. Nach ein bisschen dreckigem Smalltalk sitzt Marissa einem Typen namens Derek auf dem Schoss und trinkt ein Bier. Sie nimmt ihr Handy hervor und gibt es einem Jungen namens John, der um sie herumsteht. „Machst du mal ein Foto?“, fragt sie und als er die Kamera auf Marissa und Derek richtet, küsst sie ihn. „Ayayay!“, stösst der hervor und küsst sie widerlich zurück. Na da küsst sie immer noch lieber Luke. Und so geht das weiter. Nach etwa zwei Stunden und fünf Bier, hat Marissa acht Fotos mit verschiedenen Jungs auf ihrem Handy.
Grinsend sitzt sie beim Peer und steckt die Fotos alle in eine MMS. Die schickt sie an Luke. Dann lacht sie laut auf. Marissa weiss schon lange, dass er sie mit mehreren Mädchen betrügt. Jetzt ist Schluss. Jetzt hat sie genug. Sie hatte Summer gesehen, wie verliebt und glücklich sie war. Und auf einmal wollte Marissa auch wieder glücklich sein. Wenn man sie schon zu Hause ständig nervte, durfte sie doch wenigstens einen Freund haben, der sie halbwegs glücklich macht. Sofort klingelte ihr Handy: Luke. Sie nimmt ab.
Er: „Was soll das, Schatzi?“
Sie: „Was soll das mit Holly, Stephanie, April und Sally?“
Er: „Woher…“
Sie(erneutes Lachen): „Tut jetzt auch nichts mehr zur Sache. Du kannst mit mir nicht herumspringen, wie du willst! Ab jetzt bin ich eins dieser Objekte, die du nur noch aus der Ferne betrachten kannst!“
Und darauf schreit sie „Arschloch!“ in den Hörer und wirft ihr Blackberry ins Meer. Sie will sich ja sowieso ein neues kaufen. Ach das hat so gut getan. Sie fühlt sich frei und stark und… sonst eigentlich nicht anders als zuvor. Trotzdem hüpft sie lachend über den Steg und kauft sich ein grosses Erdbeer-Eis. Das Leben kann so unbeschwert sein, wenn man sich nicht ständig den Kopf über einen schlechten Freund zerbricht. Und so schnell kanns gehen, wenn man nicht aufpasst. Plötzlich liegt Marissa am Boden mit ihrem rosa Eis auf ihrem Shirt. „Schwachkopf!“, schimpft sie zu dem Skateboarder, der sie umgefahren hat. „Du kannst ja auch mal aufpassen!“, bekommt sie als Antwort. Sie sieht zu dem schlaksigen Typ, der sich neben ihr gerade aufrappelt. „Bist du nicht der von heute Morgen?“, fragt sie Seth.
Hmmm,,,kannste mir das mal per msn schicken dann isses leichter zulesen und ich denn schneller lesen könnte dann sage ich auch mein Fazit bis hierhin:D
Pancakes<3
12.04.2010, 19:07
kann es sein, dass die teile aus Marissas-sicht grundsätzlich schlechter sind, als die aus Seth'?
mich dünkt das nämlich
@tommy: ich mach doch für dich keine extrawürste, wo kämen wir denn da hin?
Pancakes<3
13.04.2010, 19:00
/davon mag ich das Ende am Liebsten... ich liebe Syllogismen =)
Part 6
Seth sieht erst jetzt, dass er da gerade Marissa Cooper umgefahren hat. „Kann sein.“, weicht er aus, denn er ist ihr ziemlich böse. Hätte sie nach der Stunde etwas länger gewartet, hätte er nicht mitbekommen, dass Summer auf Dylan steht. Und insgeheim muss Seth ja irgendwem die Schuld daran geben. Warum also nicht der Nachbarin, die ihn nur allzu gerne ignoriert?
„Ach, bist wohl die Freundlichkeit in Person, was?“, sagt sie. „Kannst mir aber trotzdem aufhelfen.“, befiehlt sie noch gleich hinterher, weil Seth inzwischen schon aufgestanden ist. Unsanft zieht er sie auf die Beine. Sie schaut an sich hinunter. „Oh mein Gott! Das hab ich erst vorgestern gekauft!“, jammert sie. „Eis geht wieder weg.“, bemerkt Seth gleichgültig. „Ich kanns dir auch wegwischen.“, bietet er sarkastisch an und hebt seine Hand, denn der riesige Fleck ist direkt auf ihren Brüsten. Jetzt lacht sie, ein nettes Lachen. Gar nicht arrogant, so wie sie Seth erscheint ist. Sie schiebt seine Hand weg. „Lass mal!“, lacht sie und hebt dann für ihn das Skateboard auf.
Dabei sieht sie den Aufkleber mit dem Bären auf der Unterseite. „Rooney?“, fragt sie ungläubig und mustert das Skateboard weiter. Auf der anderen Seite sieht sie etwas eingeritzt. „Death cab for cutie?“, staunt sie weiter. „Deine Schrift ist echt hässlich… Ein Wunder, dass du solche Musikgiganten hörst!“, bemerkt sie und da wird auch Seth hellhörig. Ein Mädchen, das seine Lieblingsbands mag? „Musikgiganten? Ist ja echt untertrieben! Die sind Moses und Jesus in der Geschichte der Musik. In der jungen Geschichte der Musik.“, sagt er total überzeugt und sie lacht noch mehr. „Moses und Jesus?“, hakt sie nach. Er grinst: „Bin Jude in einer halb-christlichen Familie. Kennst du vielleicht sogar, die Cohens von Nebenan.“ Und da macht sie noch ein erstaunteres Gesicht – in so fern das möglich ist. „Du bist ein Cohen?“ „Mit Herz und Seele. Der leibhaftige Cohen-Junior.“, bestätigt er. „Und du weißt, wer ich…“, bevor sie fertig gefragt hat, unterbricht er sie schon. „Marissa Cooper, sechzehn Jahre alt, Freundin von Summer Roberts und Luke.“, klärt er sie auf. „Exakt. Und scharf auf ein neues Erdbeer-Eis bin ich auch.“, sagt sie und er geht grinsend zum Stand. Er zahlt ihr ein Eis und nimmt sich selber auch gleich eins.
$Vielleicht kann er ja durch Marissa Summer etwas näher kennenlernen? Solche Sachen stellt sich sein Hinterstübchen schon. Ausserdem hat Seth auch American Pie gesehen. Der sicherste Weg ins Bett eines Mädchens führt über ihre beste Freundin. Nicht, dass er Summer ins Bett kriegen will, aber von der Bettkante würde er sie auch nicht stossen. Ist Seth unmoralisch? Er ist eben verliebt. Genau so verliebt wie Summer in Dylan. Genau diese Tatsache schmerzt ihm.
Trotz des guten Anfangs, haben sich Seth und Marissa nicht viel zu sagen. Sie gehen ihrer beider Wege. Seth’ Weg führt zum Comicladen und Marissas nach Hause.
„Howdy!“, wird Seth begrüsst. Der schüttelt aber nur den Kopf: „Rob! Nur weil du mich jetzt immer mit Howdy begrüsst, finde ich Lucky Luke immer noch nicht tiefgründiger!“
„Ein verlorener Bruder… verlier nicht auch noch dein Pferd.“, rät ihm Rob trotzdem. Seth findet selbstverständlich nichts, was er nicht schon gelesen hat. Trotzdem schaut er sich um, und wenn Rob mal nicht guckt, schnuppert er an einem Heftchen. Es gibt doch keinen besseren Geruch, als der von bedrucktem Papier. Nach einer Weile fährt Seth nach Hause. Und da kommt ihm die leuchtende Idee in Form eines Syllogismus’. Dylan wird von Summer angehimmelt. Blond ist Dylans Haarfarbe. Also steht Summer auf Blondinen. (Gibt’s das auch männlich?)
Seth ist sich zwar nicht sicher, ob das in Englisch wirklich als Syllogismus gelten würde, aber er ist trotzdem stolz auf seine Schlussfolgerung.
Bei Seth ist es selten so unschwer herauszufinden, was er machen wird, wie jetzt.
Pancakes<3
22.04.2010, 21:57
also mich würds interessieren, ob ich überhaupt noch weiterschreiben soll =))
wenn das hier niemand mehr liest, dann mach ich nicht mehr weiter...
also falls irgendjemand weiterlesen will, sollte der sich äussern =))
Summer<333
23.04.2010, 13:24
Weshalb solltest du denn damit aufhören?!
Den ganzen Kommis nach zu urteilen, bin ich nicht die einzige, die deine FF gerne liest;) Also, nich aufhören(:
AutumnOC
24.04.2010, 15:58
Weshalb solltest du denn damit aufhören?!
Den ganzen Kommis nach zu urteilen, bin ich nicht die einzige, die deine FF gerne liest;) Also, nich aufhören(:
Stimmt ganz genau, bin nur nicht dazu gekommen weiterzulesen ;)
Bei meinem "The end's not near" haben auch nicht viele mitgelesen xD
Inzwischen hab ich da mal Pause gemacht..
Außerdem finde ich es echt schade, dass durch das Rollenspiel eig niemand mehr außerhalb des Spiels on ist. Schaut euch doch mal an, wann zuletzt bei anderen Themen geschrieben wurde.. ich bin da meist die einzige :/ Find ich wirklich schade, weil so ist's schon ein bisschen einsam^^ Manchmal hab ich auch keinen Bock mehr on zu kommen, weil ja schließlich alle im Rollenspiel sind.
Pancakes<3
24.04.2010, 17:23
naja... den part hab ich sowieso schon länger geschrieben =))
@laura: ich geb mir mühe, ausserhalb des rollenspiels auch aktiv zu sein =))
Part 7
Sandy lacht so sehr, dass er sich an einem Stuhl festhalten muss. Er lacht aus voller Kehle.
Und Kirsten gibt sich zwar Mühe, aber auch sie muss lachen. Das kann man ihnen auch nicht böse heissen. Seth als Blondine: mehr als nur ein Desaster. Er steht verzweifelt vor dem Spiegel. Jetzt sehe ich wirklich wie ein schwuler Pudel aus. Denkt er sich und fährt sich durch die Haare.
Dann beginnt er seinen Schrank durchzuwühlen. Ein weisses Shirt, ein verwaschenes Paar Jeans, zwei ungleiche Socken und ein Plastik-X-Man (?) werden auf den Zimmerboden geworfen. Endlich findet er ein schwarzes Cab. Er setzt es sich auf, doch es betont nur noch mehr seine Alien-artige Kopfform. Immer noch besser, als die Haare. Meint er und versucht ein Pokerface aufzusetzen. Was ziemlich schwer ist, weil er im Spiegel seine Eltern hinter sich sieht, die sich gegenseitig den Mund zuhalten, damit sie nicht lachen. Ihre Gesichter sind ganz rot und Kirsten hat sogar eine kleine glitzernde Lachträne in ihren Augenwinkeln.
Seufzend dreht sich Seth um. „Ich bin mir dessen voll und ganz bewusst, dass in dieser Familie kein Mitglied normal behandelt werden kann. Aber geht ihr bitte raus, wenn ihr mich auslacht?“, fragt er und muss selber grinsen. Die zwei stürzen hinaus und noch bevor die Tür richtig geschlossen ist, lachen sie los. Seth schüttelt schmunzelnd den Kopf und betrachtet sich weiter im Spiegel. Ich habe echt Probleme wie ein Mädchen. Bemerkt er. Aber es geht ja auch um ein Mädchen. Die Idee, dass er Marissa als Zwischenstation für Summer benützt, hat er schnell wieder verworfen. Das kann er ihr nicht antun, geschweige denn davon, dass Marissa einen Freund hat und sicher nichts von einem –inzwischen- blonden Freak haben will. Egal ob freundschaftlich oder sonst irgendwie.
Um seinen Kopf von all den wirren Gedanken zu befreien, wirft sich Seth aufs Bett und dreht den Radio ziemlich laut auf. Manchmal wünscht er sich eben, einen Bruder oder eine Schwester zu haben, die/ der ihm zuhört und ihm in solchen Situationen hilft. Stattdessen muss er sich mit dem Sorgentelefon zufrieden geben. In der Telefonzentrale des Sorgentelefons ist er schon ziemlich bekannt unter dem Namen Bob. Als würde er irgendwelchen wildfremden Leuten seinen echten Namen sagen… Aber seine Probleme vertraut er ihnen ohne weiteres an.
Seth ist eben ein Mensch voller Gegensätze. Was er nur ein weiteres Mal zur Schau stellt -mit seinen fast schwarzen Augenbrauen und beinahe gelben Haaren. Für den Karneval müsste er sich jetzt jedenfalls nicht mehr verkleiden. Er sieht auch so aus wie eine Biene. Vielleicht noch ein gelbes T-Shirt. Obwohl, Gelb steht ihm überhaupt nicht. Er zieht sich wieder den Hut an, ein dunkelblaues Shirt und geht ohne Frühstück in die Schule. Und auf der Fahrt überlegt er sich gründlich, ob er nicht ausnahmsweise mal schwänzen soll.
AutumnOC
24.04.2010, 17:41
Würd mich freuen (:
Und toller Part! Hoffentlich färbt er sich die Haare wieder um, bitte bitte!!
OMG, ein blonder Seth....ich lach mich tot. Das kann doch wirklich nicht gut aussehen.
Echt ein witziger Part. Bin schon gespannt, was als nächstes kommt.
Oh hör ja nicht auf zu schreiben. Ich mag deine FF echt gerne.
Pancakes<3
28.04.2010, 18:04
weiter geht's =)
und endlich hab ich den neuen Charakter fertig...
Part 8
Vernünftig – wie er nicht immer ist – geht Seth trotzdem zur Schule. Schon auf dem Weg dorthin erntet er einige Blicke. Seth ist es sich gewöhnt, mit Basketbällen bombadiert zu werden, er ist es gewöhnt nicht beachtet zu werden, er ist es gewöhnt, Kaugummis von seinem Spind zu kratzen. Aber er hat noch nie erlebt, dass sich hinter seinem Rücken Hände zu den Mündern erheben und etwas in das nächstgelegene Ohr flüstern. Unwillkürlich zieht er den Kopf zwischen die Schultern.
Als hätte er gewusst, dass genau in diesem Moment eine Bananenschale nach ihm geworfen wird. Diese segelt elegant etwa einen Zentimeter über ihn hinweg und prellt vor ihn an einen Baum. Wütend dreht er sich um. „Was soll das, du Volldepp?“, ruft er wütend. „Deppin.“, korrigiert er sich, als er die einzige Person weit und breit ausmacht. „Du hast ja ganz schöne Vorurteile.“, bemerkt das kleine rothaarige Mädchen. „Gegen Girlies aus der sechsten, die mit Bananen um sich werfen schon, ja.“, kontert er. Sie stellt sich vor ihm auf. Arme vor der Brust verschränkt und das Gewicht auf ein Bein verlagert. Ihr Gesicht nimmt etwas überhebliche aber auch intelligente Züge an.
„Erstens, Bohnenstange, bin ich einen Jahrgang über dir. Zweitens, war das eine Bananenschale und keine Banane. Den Unterschied solltest inzwischen sogar du kennen. Achja und drittens, ich wollte sie in den Abfalleimer werfen.“, erklärt sie ihm und deutet dann tatsächlich auf einen Abfalleimer vor ihm. Und Seth ist nicht nur deswegen erstaunt. Denn die Kleine kommt ihm tatsächlich bekannt vor. „Du bist älter als ich?“, fragt er sie doch etwas ungläubig und hätte sich gleich am Liebsten selbst geohrfeigt. Seth hätte auch überheblich und zurückweisend wirken sollen. Sonst würde die ihn ewig zum Narren halten. „Nein, nur schlauer. Hab eine Klasse übersprungen. Wir waren zusammen im Kindergarten, weißt du nicht mehr?“, fragt sie ihn dann und er starrt sie an.
Ungläubig schüttelt er den Kopf. Rote lange Haare, Sommersprossen überall im Gesicht, volle rote Lippen…ist das etwa? – nein das kann nicht sein! Oder doch? „Greeny?“, fragt er nach. Sie lacht und fährt sich verzweifelt durch die Haare. „Oh mein Gott, Seth! Nenn mich nie wieder so!“ Er muss auch lachen. Sie hatte ihren Spitznamen schon immer gehasst. Ihr Spitzname war Greeny, weil… das hat Seth schon wieder vergessen. Aber ihren echten Namen hat er leider auch vergessen. „Wie dann?“, fragt er nach. „Grace. Weißt du, die Jugend von heute ist imstande meinen richtigen Namen auszusprechen.“, erklärt sie ihm. Und sofort macht es Klick in Seth’ Hirn.
Die beiden gehen wortlos ein paar Schritte auf das Schulgebäude zu. Vor der Treppe beginnt sie, wie immer wenn sie redet, heftig zu gestikulieren. „Ehm. Ja ich geh dann mal.“ Und er nickt etwas betrübt: „Klar, ich bin dir peinlich.“ Und das versteht er ja auch. Wahrscheinlich hat sie jetzt andere Freunde und wer will schon gerne mit ihm zusammenhängen? Freiwillig!
Sie starrt ihn entgeistert an. „Du? Mir Peinlich?“ , ein hysterisches Lachen folgt, „Du nicht, nein. Aber deine Frisur schon! Aber deswegen gehe ich nicht! Mein Freund ist dort.“
„Dein Freund, klar.“, wiederholt er und erntet einen belustigten Blick. An einem Baum lehnt ein attraktiver Junge – wahrscheinlich Sportler. Blonde Haare, strahlend blaue Augen, breite Schultern, umwerfendes Lächeln, muskulöse Arme und grossgewachsen, kurz: Das Bild von einem Mädchenschwarm.
AutumnOC
29.04.2010, 16:10
Ich mag Grace :D Super Part!
Pancakes<3
30.04.2010, 19:41
/ich liiebe das Lied und musste es einfach irgendwie einbringen...ist auch total der Ohrwurm XD Istanbul was Constantinople, now it's Istanbul, not Constantinople...:lalala:
Part 9
Und Greeny…nein, Grace strahlt ihm entgegen. Man kann in ihren Augen sehen, wie sehr sie ihn liebt und was er ihr bedeutet. Wenn das auseinander geht, wird sie am Boden zerstört sein. , blitzt es ihn Seth’ Kopf auf. Grace winkt ihm entgegen und er kommt auf die zwei zu. „Na, betrügst du mich?“, witzelt er zu Grace und küsst sie dann auf die Wange. „Ja, mit meiner Sandkastenliebe.“, entgegnet sie mit ihrer süssesten Stimme. Die blauen Augen widmen sich Seth. „Du bist der Cohen, stimmts?“, fragt er. Wieso weiss der, wie ich heisse?
Moment… das ist doch einer von… „Und du spielst Wasserball, stimmts?“, fragt Seth abweisend zurück. Er kann nicht verstehen, was Grace an so einem findet. Sie ist doch intelligent und witzig und könnte einen viel besseren bekommen. Versucht sich Seth wenigstens einzureden. „Stimmt.“, kommt es zurück. Dieser Typ ist Lukes Beta-Männchen. So nennt Seth sie, wenn er mit Captain Oats spricht; Alpha, Beta, Gamma, Delta usw. Luke war selbstverständlich Alpha. Oder auch Alpha Ar***. Aber den Namen von Beta kennt Seth nicht.
Er starrt dem Kerl nur böse in die Augen. Grace bemerkt davon nichts. Sie himmelt zu Beta hinauf. „Ach ihr kennt euch?“, fragt sie und legt eine Hand an Betas Brust, der seinen Arm um sie schlingt. „Kennen ist zu viel gesagt…“, erklärt Beta.
Seth denkt wütend: Sag es ihr nur, dass du genau weißt, wie du mich foulen kannst, dass du genau weißt, wo meine Schwächen sind, dass du genau weißt, dass ich nicht gut schwimmen kann… Aber Beta sagt nichts von all dem. Er streicht Grace nur liebevoll eine Haarsträhne von der Wange.
Sie schaut nun wieder Seth an: „Was hast du in der ersten Stunde?“ Und Seth antwortet schlicht: „Geschichte.“ Kaum hat er das gesagt, strahlt Grace noch mehr. „Hey, Jace, du hast doch auch Geschichte?! Dann könnt ihr ja zusammen hingehen!“
Jace, genau so hiess er! Und der verzieht keine Miene, er lächelt nur seine Geliebte an und wechselt mit Seth einen Blick. Seth will keine Szene machen und zuckt mit den Schultern. Er ist sich sicher, dass Jace abhauen wird, sobald Grace aus der Sichtweite ist. Jace und Grace…wie blöd klingt das denn? , schiesst es ihm durch den Kopf und er muss grinsen.
Marissa wacht mit einem Grinsen auf dem Gesicht auf. Sie fühlt sich so wohl in der Gewissheit, dass sie Luke gegenüber nicht mehr verpflichtet ist. Unter der Dusche singt sie lachend den Titelsong von den Golden Girls und sie zieht sich auch was fröhliches an. Als sie die Treppe hinunterhüpft, wird sie von Kaitlin argwöhnisch beobachtet. „Was ist denn mit dir plötzlich los?“, fragt sie ihre – über Nacht verrückt gewordene- Schwester. Doch Marissa lacht los, drückt ihrer Kleinen einen Kuss auf die Stirn und sagt: „Das Leben ist soo schön, Schätzchen!“ Kaitlin gibt es fast einen Schlag. „Wer bist du und wo hast du meine Schwester eingesperrt?“, grinst sie und dann folgt sie Marissa in die Küche.
Auch Julie ist überrascht, als ihre Älteste so fröhlich zum Frühstückstisch kommt. Die drei lachen viel. Leider haben sie nicht all zu viel überschwengliche Zeit zusammen. „So, ihr Lieben, ich muss jetzt zur Arbeit!“, verkündet Julie. Marissa schluckt schnell ihr Toast runter. „Mum… vielleicht gehen’ wir mal wieder zusammen shoppen?“, fragt sie. Und Julie bleibt der Mund offen stehen. „Aber natürlich! Ich werde dich heute gleich nach der Schule abholen!“, versichert sie lachend und Kaitlin springt auf: „Hey! Dann will ich aber auch mit!“
Danach fährt Marissa zur Schule. Sie dreht das Autoradio voll auf und singt laut uralte Lieder mit. Als sie vor der Schule anhält, trällert sie gerade: „Even old New York was once New Amsterdam…”
Sie schaltet das Radio ab und steigt aus. Sofort erblickt sie ihre Freundin Summer und fällt ihr um den Hals. „Wie stehts mit Dylan?“, fragt sie als Begrüßung. Doch Summer starrt sie nur an. „Du machst mit Luke Schluß und sagst mir nichts?“, kommt es von ihr ganz empört.
Marissa läßt Summer nicht los. „Ach, das war ein plötzlicher Impuls!“, erklärt sie. „Aber warum, um Gottes Willen, hast du das getan?“, wird sie selbstverständlich gefragt. Doch sie lächelt nur und trällert weiter: „People just liked it better that way…“
AutumnOC
30.04.2010, 20:36
Guter Part (:
Ich hoff ja auf eine Julie/Marissa Ära :bier:
Pancakes<3
03.05.2010, 19:41
Part 10
Es kommt immer anders, als man denkt.
Grace und Jace küssen sich gerade innig. Seth ekelt es beinahe, wie viel Zuneigung sich die zwei schenken. Doch in seinem tiefsten Innern ist er einfach nur eifersüchtig. Auch er hätte gerne eine Freundin, die er küssen kann wann (und wo) er will. Aber sein Ego läßt es nicht zu, daß er daran denkt. Er wendet sich ab, bis er hört, wie Grace „Tschüss Seth!“ sagt.
Wieder dreht er sich um und lächelt sie gekünstelt an. Doch sie schüttelt nur den Kopf und hängt sich bei einer vorbeigehenden Freundin ein. Warum hat hier jeder an jeder Ecke irgendwelche Freunde? , denkt Seth und kommt sich erneut alleine vor. Ohne auf Jace zu achten, läuft Seth die paar Stufen zum Eingang hinauf. Es hat gerade geklingelt und vor den Türen stauen sich die Schüler.
Als Seth vor seinem Spind steht, fühlt er sich beobachtet. Eigentlich wird er ja ignoriert – und das ziemlich gründlich – doch auch er merkt es, wenn man ihm zuschaut. Er blickt nach rechts und (was für eine Überraschung?!) dort lehnt Jace in seiner vollkommenen Perfektheit an dem Nachbarspind. „Du mußt nicht mit mir abhängen, weil es dein Schätzchen gesagt hat.“, meint Seth schroff und widmet sich wieder seinen Büchern. Jace aber zuckt nur mit den Schultern und wartet, bis Seth den Spind zuschlägt. Der kleine Cohen versteht Graces Freund nicht. Aber auch er zuckt mit den Schultern und geht zum Geschichtezimmer. Wie gewohnt setzt er sich an das Pult in der mittleren Reihe und –siehe da – Jace setzt sich wortlos neben ihn. Seth wird nervös. Er klopft mit seinem Fuß zu einem imaginären Lied auf den Boden. Was will der von mir?, schießt es ihm durch den Kopf. Die zwei sitzen zwar nebeneinander, wechseln aber kein Wort. Die Stille ist offensichtlich nur Seth unangenehm, denn der andere schaut grinsend zu, wie sich zwei Mädchen gegenseitig Lipgloss auf die Münder schmieren. „Sowas gefällt dir wohl?“, fragt Seth. „Es ist lustig.“, antwortet Jace nichtssagend. „Du hast einen seltsamen Humor. Ich meine es ist nicht jedermanns Sache, Jungs durch die Luft zu werfen. Aber ich kann mir gut vorstellen, daß es einen gewissen Spaßfaktor hat.“, kommt es nun beleidigt von Seth. Jace macht ein noch belustigteres Gesicht und lehnt sich im Stuhl nach hinten. Es sieht bei ihm so lässig aus. Gar nicht einstudiert. Einfach echt. Einen Arm legt er auf die Stuhllehne und sein Gleichgewicht sichert er sich mit dem Fuß am Tischbein. Er mustert Seth mit hochgezogenen Augebrauen. „Wenn du nichts zu sagen hast, solltest du einfach mal die Fresse halten.“, sagt er. Und das tut er nicht einmal in einem herablassenden Ton. Es klingt wie ein ernstgemeinter Vorschlag. „Hey. Nur so, daß das klar ist. Ich hab ziemlich viel zu sagen und du mußt mir ja nicht zuhören, wenn du dann sowieso rummekerst wie eine hochschwangere Ziege!“, entgegnet Seth.
Aber Jace muß gar nichts sagen, um Seth fertig zu machen. Sein Blick genügt. Es ist ein herablassender Blick, der ihm geradeso entgegenschreit: „Ich hab schon gesagt, was ich meine.“ Dann kommt der Geschichtelehrer rein.
„Bist mir hier noch gar nie aufgefallen, weißt du. Naja, von einem Wasserballer erwartet man ja auch nicht, daß er sich aktiv am Unterricht beteiligt. Ihr habt eben doch nur Schaumgummi im Kopf.“, lästert Seth, während Mr. Mason vorne eine Tafelüberschrift macht. Der Imperialismus steht da nun in seiner schwungvollen Mädchenschrift. „Was könnt ihr mir dazu sagen?“, fragt der Lehrer die Klasse. Und statt Seth zu antworten, hebt Jace seine Hand und grinst seinen Pultnachbar nur an. „Imperialismus ist das Vorhaben und der Wille die Herrschaft über ein anderes Volk zu erringen. Meist beginnt das mit Kolonien.“ Seth fällt fast das Kinn auf den Boden. Aber Jace wirft ihm nur einen da hast du deine Dummheit – Blick zu.
AutumnOC
04.05.2010, 18:01
Is ja mies wie der meinen lieben, süßen Seth fertig macht :byebye:
Pancakes<3
04.05.2010, 19:58
Is ja mies wie der meinen lieben, süßen Seth fertig macht :byebye:
sooo fies ist Jace gar nicht... *ph*
Part 11(ja schon Part 11!!!)
„Könnten Sie bitte genauer auf die Kolonien eingehen?“, fragt der Lehrer mit wohlwollendem Gesicht. Nun setzt sich Jace gerade hin. Er ist genau in seinem Element: „Es waren vor allem die Europäer, die Kolonialreiche gegründet haben. Länder wie Spanien und England waren einsame Spitze darin, falsche Argumente zu erfinden um ihr Vorgehen zu entschuldigen. Eine der schwerwiegendsten Rechtfertigungen war, daß die Rechtsordnung und Technik in den Kolonialgebieten …….“
Und so geht es die ganze Lektion weiter. Jace kommt mit Zitaten, Einwänden und Fremdwörtern, die Seth wohl in seinem ganzen Leben nie zu Ohren bekommen hätte. Wäre da eben nicht Graces Freund. Der grosse blonde.
Als Mr. Mason das Zimmer verläßt, schreibt Seth noch schnell die Hausaufgaben auf. „Du bist gar nicht sooo dumm. Ich muß mich wohl bei dir entschuldigen…“ , beginnt er kleinlaut. Jace lacht auf und packt sein Heft und sein Buch unter den Arm. „Ja, mußt du wohl.“ „Also normalerweise hättest du jetzt sagen sollen, daß das schon okay ist…“, erklärt Seth. Jace hebt seine Augenbrauen an. „Hätte ich?“, fragt er sarkastisch und entschuldigt sich dann, weil er der blonden Gina auf den Fuß gestanden ist. „Tja nun hab ich das nicht. Und mein Problem ist es auch nicht. Wir sehen uns später.“, erklärt Jace nur und folgt dann Gina aus dem Zimmer. Seth runzelt die Stirn. War das eine Drohung? Wir sehen uns später… will er mir auflauern? Will er mich mit Luke und seiner Crew verhauen?, er bekommt ziemlich Angst, wenn er darüber länger nachdenkt. Vielleicht ist er paranoid. Und vielleicht sind seine Sinne auch einfach nur ein bißchen geschärft, von der jahrelangen Quälerei.
Marissa läßt sich auf das Sofa fallen. „Schule nervt.“, bemerkt sie und Summer, die gerade an ihrem Kaffe nippt, macht ein aufgeregtes Gesicht. „Ach, das hast du aber auch früh mitbekommen…Blitzmerkerin, du.“, meint sie sarkastisch und die zwei kichern. Um sie herum tummeln sich überall größere und kleinere Gruppen von Schülern. Es ist eigentlich wie immer in der Pause. Aber irgendwie doch nicht ganz. „Es ist seltsam ohne Luke hier zu sitzen. Ausserdem zahlt er uns den Kaffee nicht mehr.“, jammert Summer. Sie hatte bei jeder Gelegenheit über dieses eine Thema gesprochen. Den ganzen Morgen lang. „Weißt du. Im Moment nervt nicht nur die Schule, sondern du auch.“, beklagt sich Marissa. „Ach, Coop! Du mußt mich verstehen! Ich meine du machst mit Luke Schluß. Mit LUKE! Und dann sagst du mir nicht einmal wieso. Was hat er getan? Wollte er zu viel von dir? Wenn du ihm erklärst, daß du noch nicht mit ihm ins Bett springen willst, versteht er das sicher!“, eifert Summer mit einem verständnisvollen Gesichtsaudruck.
Marissa will eigentlich nicht rum erzählen, daß er fremd gegangen war. Sie will nicht fies sein. Und sie ist schon längst darüber hinweg. Denn sie weiss es seit einem Monat. Als sie es erfahren hatte – durch einen Zufall – war sie am Boden zerstört gewesen. Er kam wohl auf die Eins auf seinem Handy. Und das ist schon immer die Kurzwahl gewesen für Marissas Nummer. Jedenfalls hatte er ihr angerufen, als er gerade vor seinem schwulen Freundchen geprahlt hatte, welches Mädchen die letzte Nacht bei ihm verbracht hatte.
Daraufhin hatte Marissa sich betrunken. Sie hatte schreiend seine Fotos und Bilderrahmen an ihre Zimmerwände geworfen. Wütend hatte sie eine halbe Nacht lang auf einen rosaroten Sitzsack eingeprügelt. Ihrer Schwester hatte sie eine Vase entgegen geworfen, damit sie aus dem Zimmer verschwand. Und wenn Julie an die Tür geklopft hatte, um sie zu trösten, hatte sie ganz laut eine Punk-CD eingeworfen. Einen kurzen Moment lang hatte sie sogar überlegt, sich umzubringen. Alles war ihr so sinnlos erschienen ohne Luke.
Er hatte neben ihr gelegen, wenn sie bei ihm übernachtet hatte. Er hatte sie in den Arm genommen und geküßt, als sie wegen einer Spinne eine Schreiattacke gekriegt hatte. Er hatte sie getröstet, als ihre Eltern sich scheiden ließen. Er hatte immer von ihrer Pizza gestohlen. Er war mit ihr Händchen haltend spazieren gegangen. Er hatte ihr „Ich liebe dich!“ ins Ohr geflüstert, als sie innig umarmt einen Sonnenuntergang betrachtet hatten. Und sie hatte es zurückgeflüstert.
Er war das alles gewesen. Das und noch viel mehr. Ihre erste Liebe. Und er hatte sie betrogen. Kein Wunder also, daß Marissa in dieser einen Nacht und in der ganzen folgenden Woche depressiv gewesen war. Das schlimmste an der ganzen Sache war natürlich, daß Summers Handy gestohlen wurde. Ausgerechnet im Urlaub! Summer war zu der Zeit mit ihrem Dad und dem Stiefmonster auf den Malediven gewesen. Es war für zwei Wochen schlicht unmöglich, daß diese besten Freundinnen miteinander kommunizierten.
Und jetzt – einen Monat später – ist Marissa selbst überrascht, wie egal es ihr ist. Sie hat ihn geliebt und das wird sie auch nie bestreiten.
Aber sie ist ihm nicht böse. Was würde es bringen, wenn Luke vor der ganzen Schule blöd dasteht? Und am Ende wäre dann doch sie die Dumme, weil sie so lange nichts von seinen Affären mitbekommen hatte.
Andererseits ist Summer ihre allerbeste Freundin. Sie ist wie ihre Schwester – nur besser.
Ihr kann Marissa doch alles erzählen. „Er ist fremdgegangen.“, murmelt sie nun doch. Summer spuckt ihren Kaffee quer über den kniehohen Tisch. Etwas davon tropft noch an ihrem Kinn. Sie schüttelt ungläubig den Kopf. Jeder im Umkreis von fünf Metern starrt sie an. Aber das beachtet sie gar nicht. Summer hat nur noch weit aufgerissene Augen für Marissa.
Summer<333
04.05.2010, 20:05
Toller Part! (Endlich geb ich auch mal wieder meinen Senf dazu, ja;))
Du hast die depressive Phase von Marissa superschön geschildert, gefällt mir<3 Wie gesagt dein Schreibstil is genial, jedoch find ich die anderen Parts ein wenig besser(:
Pancakes<3
08.05.2010, 20:58
Toller Part! (Endlich geb ich auch mal wieder meinen Senf dazu, ja;))
Du hast die depressive Phase von Marissa superschön geschildert, gefällt mir<3 Wie gesagt dein Schreibstil is genial, jedoch find ich die anderen Parts ein wenig besser(:
was genau findest du daran schlechter? wenn du das weisst, kann ich es besser machen =))
Part 12
„Wiederhol das!“, verlangt sie. Marissa schaut sich unwohl um und winkt etwas unbeholfen den Leuten um sie herum zu. „Uns starren alle an…“, versucht sie Summer begreifbar zu machen. Doch die schüttelt nur den Kopf. „Das ist mir im Moment so was von egal, ehrlich! Ich will jetzt einfach nur wissen, ob ich mich verhört habe, oder du dich versprochen.“, erwidert sie stur. Ihre Freundin gibt darauf nach. Sie beugt sich zu Summer und sagt, so daß nur sie es hören können: „Ja… er hat es getan.“
Summer kneift ihre Augen zusammen. Sie will das einfach nicht glauben. Dankbar und geistesabwesend nimmt sie ein Papiertaschentuch entgegen und putzt sich damit das Gesicht. Dann schließt sie ihre wunderschönen Rehaugen endgültig und atmet tief durch. „Atmen, Schätzchen. Atmen… du wirst ihn nicht umbringen. Du hast dich völlig unter Kontrolle. Er hat deine Wut nicht verdient. Du bist nicht jähzornig. Nein, du gehst nicht auf ihn los…“, redet sie leise mit sich selbst. Ihre Halsmuskeln sind seltsam angespannt.
Marissa beobachtet sie sprungbereit.
Es klingelt. Seth macht sich wieder auf den Weg zu den Fluren. Wie immer wird er überall geschubst und sämtliche Schüler der Harbor stoßen mit ihm zusammen. Sie meinen es nicht böse – zumindest nicht alle- aber sie haben Seth einfach übersehen. Er ist unsichtbar. Niemand bemerkt ihn. Warum sollte man ihn auch beachten?
Konzentriert bringt er die letzten Schulstunden hinter sich. Danach macht er sich schnell auf den Heimweg. Aus Angst vor Jace und seinen Kumpels beeilt er sich besonders.
Doch er geht nicht gleich nach Hause. Zuvor geht er noch zur Friseurin. Summer hin oder her.
Sein Herz gehört zwar ihr, aber sein Körper nicht. Noch nicht jedenfalls. Falls sie es in Betracht ziehen würde, seinen Körper verwenden zu wollen, würde er ihn natürlich ohne weiter zur Verfügung stellen. Daran besteht kein Zweifel.
Er läßt sich die Haare wieder umfärben, so, daß er wieder einigermaßen normal aussieht.
Seine Eltern sind nicht zu Hause. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel von Kirsten:
Mein Schatz
Dein Dad muß länger arbeiten und mein Dad läßt mich länger arbeiten…
bestell dir was… wir lieben dich.
Mum
Seth seufzt und geht – ohne sich was zu bestellen – in sein Zimmer. Um ihn auszulachen sind seine Eltern da, aber um ihm zuzuhören… Natürlich weiß er ganz genau, daß das nicht stimmt. Wenn er ihnen anrufen würde, und von seinen Problemen zu erzählen beginnen, dann würden sie alles hinschmeißen. Für ihn.
Aber das will er ja gar nicht. Wenigstens hat er noch Captain Oats. Der ist immer für ihn da.
Seth läßt sich auf sein blau bezogenes Bett fallen. „Captain, alter Kumpel.“, sagt er zu dem kleinen Plastikpferd, daß er sich auf die Brust gelegt hat.
„Ich liebe Summer Roberts.“, beginnt er – wie immer – sein Gespräch mit dem Kleinen. Und dann geht es los: „Oats… was soll ich tun? Wie werde ich diesen Dylan los? Warum steht sie auf so einen, statt auf mich? Wie gefalle ich ihr? Wie zeige ich ihr, was sie mir bedeutet?“, so viele Fragen. Aber Captain Oats bleibt weiterhin kalt. Sein ausdruckloses Gesicht bekommt immer noch keinen Ausdruck und er beginnt nicht plötzlich zu reden.
Seine schwarzen, matt glänzenden, toten Augen starren weiter ins Leere. Seth wird wütend.
Er schubst Captain Oats von sich hinunter. „Ein guter Freund bist du mir…“, jammert er und es tut ihm gleich leid. „Sorry…Du hörst mir wenigstens immer zu…“
Seth will sich ablenken und bestellt trotzdem eine Pizza. Die mag er dann aber trotzdem nicht essen. Also setzt er sich vor die Playstation. Und sein innerster Wunsch ist es, einfach jemand neben sich zu haben, der schweigend mit ihm spielt.
Der nächste Tag beginnt wie immer; anziehen, essen, skateboarden… und dann ist der Tag doch nicht wie immer.
Auf dem Schulgelände kommt die kleine Grace auf ihn zu. Lächelnd und strahlend umarmt sie ihn. „Hey Seth!“ Der ist etwas baff. „Grace. Hallo.“, begrüßt sie ihn und hebt dann seinen Kopf. Hinter Grace steht Jace. „Oh. Du. Hey.“, kommt es nochmal von Seth. Jace antwortet mit einem süffisanten Grinsen und küßt Grace auf die Stirn. „Du solltest jetzt zu Dr. Kim…“, ermahnt er den Rotschopf. Sie nickt und eilt gleich darauf los.
Seth schaut Jace an. „Und jetzt springen gleich deine Schlägerkumpels hinter dem Baum hervor und du ziehst mich in eine dunkle Ecke, wo du mich dann verprügelst?“, fragt Seth verwirrt. Und Jace grinst. „Guter Plan. Merke ich mir fürs nächste mal, wo du mich nervst.“
„Ich nerve nie!“
„Nein. Natüüürlich nicht! Es regt mich ja nicht auf, daß du ohne Punkt und Komma redest, schlechte Sprüche bringst, abweisend zu meiner Freundin bist und…weißt du eigentlich habe ich gar nicht so viel Zeit, um dir zu erklären, was alles an dir nervt.“, , erklärt Jace. Dann lächelt er reizend. „Ich suche jetzt meine Kumpels. Ciao.“ Und so verschwindet er.
Seth starrt ihm ganz baff hinterher.
Die ersten Stunden erledigt er gewissenhaft. Er paßt auf, meldet sich und läßt sein – jahrelang geübtes - Streber-Ich richtig aus sich raus.
Endlich ist Mittagspause. Seth setzt sich ahnungslos an einen Tisch in der Cafeteria. Er ist ganz alleine und denkt nach. Selbstverständlich denkt er an die hübsche Brunette, die es vorzieht mit Dylan an den Snow-C zu gehen.
Plötzlich fühlt er etwas auf seiner Schulter. Er springt auf und schaut Luke in die Augen. Nicht jetzt… bitte nicht jetzt!, fleht er in Gedanken. „Du sitzt an unserem Tisch. Schwuchtel.“, kommt es nicht wirklich überraschend. Seine Anhänger nicken ihm zustimmend zu. Jace ist nicht da. Mehr kann Seth nicht registrieren. Schon wird er am Kragen gepackt und auf eine Jungentoilette gerissen. Der erste Schlag in den Bauch tut weh. Auch der zweite. Den dritten verdrängt Seth. Er liegt keuchend auf den Boden und versucht den Schmerz zu vergessen.
Auch die Beleidigungen kommen nicht mehr zu ihm durch.
Dann geht die Tür auf. Weil er am Boden liegt, stösst das Holz gegen seinen Kopf. Er stöhnt auf.
„Jace! Du kommst gerade richtig…“, hört Seth Luke sagen. Das Schwein!, denkt Seth und richtet sich auf. Einer (Seth nennt ihn Delta) grinst blöde und sagt zu Jace, der nur da steht: „Wir verhauen ihn!“ Und ein anderer (Gamma) stimmt ihm zu: „Ja genau! Das tun wir!“
Jace schaut zu Seth. Seine Miene ist unberührt und Seth denkt: Schlag mich! Komm schon! Lass es raus! Du haßt mich doch! Jetzt hast du dafür eine einmalige Gelegenheit! Also nutze sie auch!
Pancakes<3
11.05.2010, 13:52
o.O
ich schreibe die FF schon nur noch für mich XD
egal... ich esse schokolade =P
Part 13
Wieder ein anderer (Zeta) schlägt erneut zu. Jace steht immer noch da. Er runzelt seine Stirn und hebt seine Hand. Seth schließt die Augen. Er ist enttäuscht. Dann hört er, wie auf der anderen Seite des WC’s jemand zu Boden geht. Vorsichtig und neugierig blinzelt Seth hervor. Dort liegt Zeta. „Es reicht!“, sagt Jace leise und schaut Luke an. Zwischen den beiden geht Feuer hin und her. „Du hast Recht.“, stimmt Luke zu. Seth springt auf und rennt, so gut er kann, aus der Toilette und sinkt dann auf den nächst besten Stuhl. Niemand folgt ihm. Er drückt seine Hände auf seinen Bauch.
Seth muß erstmal tief durchatmen. Jace hat ihn nicht geschlagen. Jace hat ihm geholfen!
Wahrscheinlich hatte er nur Angst, daß ich Grace was sage…, kommt es Seth in den Sinn. Das mußte der einzige Grund sein. Mühsam rappelt er sich wieder auf, denn sein Bauch tat gar nicht soo weh.
Als die nächste Unterrichtsstunde beginnt, ist Seth gar nicht mehr konzentriert. Stattdessen starrt er aus dem Fenster und denkt nach. Natürlich wird er von der kleinen grauhaarigen Lehrerin gerügt, das ist ihm aber egal.
„Wir haben uns immer noch nicht für eine Dekoration entschieden! Das müssen wir heute wissen! Und ich möchte nicht wieder so 08/15 Ideen bekommen wie Kunstschnee oder so…“, erklärt Marissa den acht Mädchen des Veranstaltungskomitees. Sofort springt Taylor auf.
„Ich habe da ein Konzept entwickelt! Also ich habe eine Freundin, die…“, da wird die übereifrige schon von einer platinblonden Mitschülerin unterbrochen: „Ach, du hast Freunde?“ Die anderen Mädchen kichern verhalten.
Marissa mag Taylor auch nicht. Sie ist intrigant, vorlaut, arrogant…einfach unmöglich! Aber Marissa akzeptiert sie und ist anständig zu ihr. „Mach weiter, Taylor.“, fordert sie das Mädchen auf, das plötzlich etwas unsicher vor den anderen steht. „Also…ich kenne jemanden, der wirklich gut malt und ich dachte, wir könnten die Halle doch mit riesigen Leinwänden ausschmücken, mit Bildern von ihr. Dann stellen wir auch eine kleine Tanne auf, wie an Weihnachten…“, Taylor legt eine Folie auf den Hellraumprojektor, „…und am Eingang würden, wie ihr hier ganz gut seht, riesige Styropor-Schneemänner stehen. Und die Ecke mit der Bar, würde man dann so herrichten, wie ein gemütliches Wohnzimmer. Mit einem Kaminfeuer und Mistelzweigen überall!“
Marissa findet die Idee gar nicht mal so schlecht. „Könnte denn deine Freundin bis nächste Woche genug gemalt haben?“, fragt sie nach. „Ich werde gleich mit ihr reden und ach…wir würden allen die hineinkommen flauschige Socken als Andenken an den Abend verteilen. Und auf der Tanzfläche, darf man dann nur mit Socken tanzen…“, eifert Taylor weiter. „Ich glaube das mit den Socken lassen wir…“, meint Marissa vorsichtig.
Aber nun sind Ideen da und die Mädchen wetteifern um die kreativsten Verbesserungen. Taylor ruft währenddessen ihre „Freundin“ an. Alle anderen sind gespannt, wer nun auf sie trifft. Zehn Minuten später kommt ein sommersprossiges, rothaariges Etwas hinein. „Hey Leute… ihr wollt was von mir?“, fragt Grace lächelnd. Jace, der wie immer bei ihr ist, bleibt in der Tür stehen.
Eine der Mädchen kann es sich trotzdem nicht verkneifen: „Du bist Taylors Freundin?“
Grace blickt sie verwirrt an. „Naja, also Freundin ist etwas…“, bevor sie ausreden kann, wird sie von Taylor unterbrochen. Die lacht hysterisch: „Freundin ist etwas untertrieben. Sie ist meine beste Freundin!“
Diese beste Freundin dreht sich zu Jace um und wirft ihm einen eindeutigen Was-soll-das-Blick zu. Er kneift aber nur die Lippen zusammen und zuckt mit den Schultern. Worauf Grace wieder ein zuckersüßes Lächeln aufsetzt. „Also, wobei kann ich euch helfen?“
Das Komitee legt los und bombadiert und schüttet sie nur so mit Vorschlägen, Ideen und Befehlen zu.
AutumnOC
11.05.2010, 15:29
Bisschen Geduld gehört auch dazu^^ Bei mir wurde auch nicht immer nach jedem Part FB gegeben.
Also, ich mag, wie sich die Story entwickelt (: Mir gefällt vorallem der letzte Part!
Pancakes<3
15.05.2010, 14:26
dann übe ich mich in Geduld XD
Part 14
Nach der Schule findet Seth weder Jace noch seine Freundin. Ausgerechnet jetzt, wo es doch so wichtig für ihn ist!
Mit dem Skateboard unter dem Arm, schlendert er langsam nach Hause. Er will nicht alleine sein, und weiß, daß er das trotzdem wird. Auf der Strasse ist nicht viel los. Auch hier kommt er sich einsam vor.
Zwei Katzen – ein Tiger und eine Weiße – jagen sich gegenseitig unter einer Hecke durch. Ein Geruch schleicht sich in Seth’ Nase. Irgendwo mußte wohl jemand grillen.
Wie erwartet ist das Haus leer. Erneut liegt ein Zettel auf dem Tisch.
Seth
Wie war dein Tag?
Ich bleibe heute wohl die ganze Nacht im Büro und deine Mutter ist auf einer Geschäftsreise in L.A.
Es tut uns wirklich leid, das kam beides so unerwartet.
Wir machen das mit einem gemeinsamen Abendessen wieder gut!
Dein Dad
Seth knüllt den Zettel zusammen und sucht seine Badesachen. Um sich abzulenken springt er in den Pool. Dann legt er sich neben das Wasser auf den Rand und läßt seinen Blick über die Häuser vor ihm schweifen. Wenn er nach links schaut, sieht er das Haus der Coopers. Urplötzlich erstarrt er. Früher hatte er immer kleine Steinchen mit Botschaften in Marissas Zimmer werfen wollen. Die waren alle nie angekommen. Aber das Zimmer liegt immer noch so, daß man, wenn man in der richtigen Stelle im Garten der Cohens sitzt, hineinsieht. Und das tut Seth. Was er sieht, läßt ihn alle Gedanken vergessen.
Marissa wird aufs Fensterbrett gehoben. Wie es dazu kommen konnte?
Nach der – äußerst erfolgreich verlaufenden – Komiteesitzung, hatte sich Marissa einen Kaffee gegönnt. Und nach dem Kaffee stolperte sie über die Türschwelle. Im Grunde genommen lief alles, wie in einem schlechten Liebesfilm. Der Inhalt ihrer Tasche breitete sich auf dem Boden aus. Fluchend kniete sie sich hin, aber das tat sie nicht alleine. Der Kellner, der gerade Feierabend hatte, bückte sich auch, lächelte sie mit seinen strahlend weißen Zähnen an und half ihr.
Eine halbe Stunde später finden sich die zwei wild knutschend in Marissas Zimmer wieder. Er hebt sie also auf das Fensterbrett, während sie ungeduldig an seinem Shirt zieht. Als sie auch ihr Top über ihren Kopf zeiht, reißt er die Vorhänge zu. Und so geht es dann weiter. Bis es an die Zimmertür klopft. Marissa die inzwischen auf dem Bett liegt, drückt den Kellner – mit dem Namen Josh – von sich weg und schiebt ihn unters Bett. „Marissa, Schätzchen!“, hört sie ihre Mutter turteln. „Wir wollten doch noch zusammen shoppen gehen!“ Die Tochter gibt ihrem Kellner zu verstehen, daß er still sein muß und zieht sich schnell ihre Sachen wieder an. Währenddessen antwortet sie zu ihrer Mutter: „Mum! Ich lerne!“ „Warum schließt du denn die Tür ab?“ Marissa springt zur Tür und schließt sie auf. Gleich hechtet sie zu ihrem Schreibtischchen. „Die Tür ist doch gar nicht geschlossen?“, spielt sie verwirrt. Ihre Mum kommt etwas durcheinander hinein. „Seltsam. Ich dachte, die Tür sei vorhin nicht aufgegangen…“
Marissa lacht.
Julie schüttelt kurz den Kopf und fragt dann: „Also, gehen wir jetzt in die Mall oder wohin möchtest du?“
„Ehm… Mum, wäre das in Ordnung, wenn wir das auf morgen verschieben? Ich muß nämlich einen echt komplizierten Aufsatz schreiben und brauche dafür noch lange…“
„Einen Aufsatz? Zu welchem Thema denn? Vielleicht kann ich dir ja helfen!“, eifert Marissas Mutter gleich. Doch die Jüngere schüttelt nur den Kopf. „Ich glaube, das kannst du nicht. Ausser du weißt genaueres über…“, sie zögert kurz. „…über Inschriften auf den Osterinseln.“
Und damit hat sie Julie erfolgreich verjagt. Kaum ist die Frau des Hauses weg, sinkt Marissa in sich zusammen.
„Manchmal ist sie einfach echt anstrengend…“, meint sie zu Josh, der gerade lachend unter dem Bett vorkommt. „Wir können sie ja auch einfach vergessen und da weitermachen, wo wir aufgehört haben…“, schlägt er vor. „Ahja?“, grinst sie und zeiht einen kleinen Flachmann aus ihrer Schultasche. Von dem nimmt sie einen kräftigen Schluck, bevor sie gleich wieder aus dem Shirt schlüpft.
AutumnOC
15.05.2010, 16:16
Wow, ich finde das ist der beste Part bisher. Mir gefällt vorallem der letzte Teil mit Marissa und dem Kellner ;D Hast du super beschrieben, wie sie das vor Julie verheimlichen muss^^
Deine Story gefällt mir immer mehr. Der letzte Part war richtig klasse. Vorallem den Marissa Teil davon mochte ich sehr, obwohl ich sonst ja eher Seth spannender finde. Na gut, ich wollte dich nur kurz wissen lassen, dass ich deine Story noch immer verfolge und toll finde. Also schreib ja weiter :daumen hoch:
Summer<333
17.05.2010, 16:18
"....über Inschriften auf den Osterinseln." Klasse! xD
Wieder ein super Part! (Ja, ich les deine FF auch noch weiter;))
Aslo nicht wundern, wenn mal kein FB von mir kommt, meist komm ich nich dazu oder wills später lesen und vergess es dann aber ^^ xD
Jup, also schreib schön fleissig weiter(:
RYANATWOOD94
17.05.2010, 21:02
Ich habe deine FF erst heute angefangen und bin begeistert.
Dein Schreibstil ist echt klasse.
Weiter so!
Pancakes<3
18.05.2010, 12:57
vielen Dank für all eure netten Feedbacks !!!
hab mich total darüber gefreut =))
der folgende Part finde ich jetzt eher schwach...
Part 15
Marissa winkt Josh noch nach, als er wieder geht. Das war ein interessanter Nachmittag gewesen, dacht sie sich und grinst verschmitzt.
Summend steigt sie wieder die Treppen hoch, zu ihrem Zimmer. Wo sie dann die… die Folgen ihres Besuchers beseitigt. Sie bezieht ihr Bett frisch, was sie sonst nie tut, und legt sich dann darauf. Tief atmend streckt sie ihre Beine aus und legt ihren Kopf auf ihre Arme.
Nun hat sie genug Stoff um nachzudenken. Ist es das, was ich wollte? Jeden Tag einen anderen, den ich kaum kenne?
Diesen Fragen stellt sie sich ganz alleine in ihrem teuer eingerichteten Zimmer. Und warum nicht? Warum sollte sie das nicht öfters tun? Was genau ist schlecht daran?
Um ihren Gedanken zu entkommen, reißt sie wieder die Vorhänge auf, schaltet laut Musik an und betrachtet die tief stehende Sonne durch das Fenster.
Als Seth nichts mehr zu sehen hatte, war er erstmal in den Pool gesprungen, um sich abzukühlen. Dort ist er jetzt immer noch. Er läßt sich ganz alleine auf einer Luftmatratze treiben. Seine Augen sind geschlossen, und ein Fuß hängt noch im Wasser.
„Moses!“, schreit er, als er ohne Vorwarnung angespritzt wird. Er hat gar nicht gehört, wie sich sein Vater angeschlichen hatte. Der lacht nun. „Moses ist gut, aber Dad reicht auch!“, grinst sein Vater.
„Aber… du … du wolltest doch im Büro bleiben?! Der Zettel…?“, stammelt der Junge im Pool verwirrt, während er sich zum Rand paddelt. „Ich hatte nicht damit gerechnet, daß du so schnell von der Schule wieder da bist…“, erklärt Sandy, „ich muß gleich wieder los. Hab nur schnell eine Akte geholt.“
Seth nickt. Da hat er sich mal wieder zu früh gefreut. „Dann noch viel Spaß, Dad.“, grummelt er enttäuscht. „Danke. Den werd ich haben.“, antwortet Sandy. Er ist nicht so blöd und denkt, daß Seth diesen Wunsch ernst gemeint hat. Er weiß sogar ganz genau, wie enttäuscht sein Sohn ist. Nur allzu gerne würde er ihm die Familie schenken, die er haben will.
Aber Sandy muß nun mal arbeiten und daran kann er auch nicht viel ändern. Klar, sein Gehalt braucht die Familie nicht wirklich. Kirsten verdient bei ihrem Vater genug für beide, aber er liebt seien Arbeit einfach.
Seth verliert bald den Spaß am Rumtümpeln. Naja, den hat er eigentlich gar nie gehabt.
Resigniert schleicht er in sein Zimmer und macht sich dort an seine Hausaufgaben.
Der nächste Morgen beginnt wie alle anderen zuvor.
Er steht allein auf. Zieht sich allein an. Isst allein Frühstück. Putzt sich allein die Zähne. Schnappt sich allein sein Skateboard und weil er ja allein ist, muß er auch niemandem „Tschüss“-sagen, bevor er das Haus verläßt.
Er hat sich erhofft, wie die Tage davor, vor der Schule auf Grace oder Jace zu treffen. Das geschieht allerdings nicht. Seth schlängelt sich durch die Schüler in das Gebäude hinein, wo ihm einfällt, daß er in der ersten Stunde Englisch hat. Mit Summer. Eine gute Aufmunterung für ihn. Lächelnd geht er auf das Jungenklo. Dieses Mal stösst er auf keine aggressiven Wasserballer. Er begutachtet sein Spiegelbild. Die Haare sind nicht mehr blond und er sieht aus wie… ja, wie immer eigentlich.
Er weiß zwar, daß seine Chancen bei ihr keineswegs gewachsen sind, daß diese Chancen gar nie da waren. Aber er gibt nicht auf. Wie heisst es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Im Englischzimmer setzt er sich auf denselben Stuhl wie letztes Mal und da kommt sie auch schon rein. In seinem Kopf spielt sich von alleine – er kann nichts dagegen tun – der Hochzeitsmarsch ab, während sie lächelnd über einen Witz von der Streberin Ally durch die Tür kommt. Nein – sie schreitet. Aber kaum schaut Ally weg, rollt Summer Roberts genervt mit ihren Augen. Sie sieht Seth sitzen, lächelt zurückhaltend und setzt sich dann wieder neben ihn.
Sein Herz bleibt stehen. Am Liebsten hätte er gegen seine Brust geschlagen und geschrien: „Schlag weiter! Schlag weiter!“ Aber – welch Wunder – er hält sich zurück und begrüßt sie statt dessen. „Hey Summer! Gut geschlafen?“, fragt er, als wäre er ein Gentleman. Sie antwortet immer noch lächelnd:„Na sicher! Und du… ehm…wie heisst du nochmal?“
Autsch! Das saß! Seth seufzt und er denkt etwas…Weltbewegendes. Vor fünf Minuten hätte er jeden lauthals ausgelacht, wenn der ihm erzählt hatte, er sich würde diesen Gedanken auch je nur vorstellen.
Warum mach ich mir überhaupt die Mühe? Es gibt ja schließlich auch noch andere Mädchen…
„Nasim. Mein Name ist Nasim.“, antwortet er kühl, kaum hat er das gedacht.
AutumnOC
18.05.2010, 13:03
Mir gefällt er (:
Ich kann mir soo gut vorstellen, wie Seth (oder vielmehr der Synchronsprecher Bene Gutjan^^) dieses "Moses!" schreit xD
RYANATWOOD94
18.05.2010, 14:07
Ein super Part.
Ich finde die Fragen Von Marissa total gut und kann es mir auch sehr gut vorstellen,wie Seth 'Moses' ruft :D
Pancakes<3
25.05.2010, 20:02
Part 16!
„Genau!“, Summer nickt, als hätte sie eine Ahnung, „Jetzt fällt es mir wieder ein!“
Aber Seth denkt nur: Ja, du mich auch.
Es ist nicht einfach für ihn, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Die konzessiven und kausalen Satzverbindungen sind ihm wirklich so etwas von egal. Obwohl er sich seine Chance bei Summer endgültig – und was noch viel bedenklicher war – absichtlich versaut hat, muß er sich richtig anstrengen, um nicht immer zu ihr zu starren. Denn dann würde er auf ihren zarten Gesichtszügen, den vollen Lippen und langen, dichten Wimpern verweilen und immer eine neue schöne und umwerfende Einzelheit entdecken.
Kaum klingelt die Pausenglocke, springt Seth auf und rennt beinahe aus dem Schulzimmer.
Er will einfach nur weg, einfach nur weg von Summer. Vor seinem Spind lehnt er sich erstmal gegen das kühle Metall und atmet tief mit geschlossenen Augen durch.
„So siehst du richtig zum Knutschen aus!“, hört er seine Freundin lachen. Er grinst und hebt die Hand. „Hey Anna!“ Sie schlägt ein und mustert ihn mit schief gelegtem Kopf. „Was ist los? Du keuchst als wärst du gerade vom Leibhaftigen fortgelaufen…“
Er lacht. „Naja fast…von Summer…“, gibt er zu und nun lacht sie auch. „Das sind ja ganz neue Töne? Wollte sie dich vernaschen und du hast Angst gekriegt -von ihren Fischlippen?“
Er schüttelt empört den Kopf: „Nein! Ihre Lippen sind wunderschön… aber sie …sie wußte nicht mehr wer ich bin.“
„Oh. Das tut mir leid.“, sagt Anna, aber sie meint es ganz bestimmt nicht so. „Tut es nicht…“, klärt Seth sie gleich auf. Und sie lacht. „Stimmt… aber wir könnten ja später trotzdem zusammen einen Kaffee trinken!“ Er stimmt zu und macht sich dann auf den Weg zum gehaßten Sportunterricht.
Marissa nickt brav und sagt ab und zu an den richtigen Stellen „Ja“.
Nicht, daß sie Summer nicht gerne zuhören würde, oder daß es sie nicht interessieren würde…. Sie hört das Ganze einfach schon zum hundertsten Mal und hat langsam genug davon. Summers Schwärmerei ist etwa in dem Stil:
„Oh! Kannst du dir das vorstellen? Natürlich kannst du, nur ist das, was du dir vorstellst nicht im Geringsten so aufregend und Herzstillstand verursachend wie es in Wirklichkeit war… Er stand vor mir, seine Haare haben noch etwas getropft und sein Lächeln… o mein Gott sein Lächeln! Und er hat wegen mir gelächelt… Er sah so sexy aus und wenn ich sexy sage, meine ich auch sexy! Dann hat er mich gefragt ob ich zum Wasserballspiel komme! Er, Dylan, hat mich, Summer, das gefragt! Oh mein Gott… das war der wohl bedeutendste Moment meines Lebens…“
„Summeeer…“, versucht Marissa sie gequält zu unterbrechen. „Was ist? Hast du etwa einen Hitzschlag?“, kommt darauf gleich von ihrer Freundin und sie lachen beide.
„Es tut mir ja Leid…“, entschuldigt sich die Verliebte. „Aber… ich kann einfach nicht anders! Er ist so wundervoll!“
Marissa versteht sie natürlich… und immer wieder denkt sie daran: Für Freunde muß man leiden…
Eigentlich sagt man ja; Wer schön sein will, muß leiden… Aber schön ist sie bereits und leiden tut sie dafür keineswegs… Außer im Waxing-Studio… doch das ist ein anderes Thema.
„Wo warst du gestern überhaupt? Ich habe stundenlang auf einen Anruf gewartet! Du wolltest dich doch bei mir melden, um dann bei der Kleidauswahl für den Snow-C zu helfen!“, beschwert sich Summer. Berechtigt. Ihre Freundin grinst und antwortet:
„Ich war anderweitig beschäftigt…“
Summer versteht nicht gleich: „Was soll das heißen du warst anderweitig beschäftigt? Was bitte ist wichtiger als ich?“ Plötzlich geht auch der Brünette ein Licht auf sie hebt die Augenbrauen und grinst: „Aaaah… du warst anderweitig beschäftigt…“
Beide lachen laut und Summer wird sofort neugierig. „Wer ist es? Kenne ich ihn? Sieht er gut aus? Wird das was Ernstes?“, hageln ihre Fragen auf die Arme Marissa herab.
Die nimmt die Situation locker und nippt ganz wie die Queen an ihrem Kaffee. „Er ist älter… und er ist …du würdest es heiß nennen…ich sage: mehr als nur attraktiv und er ist hilfsbereit und nicht wirklich zurückhaltend. Sein Name ist Josh. Und nein, das war nichts Ernstes!“, antwortet sie wohl auf all die Fragen. Das tut sie ziemlich bestimmt.
„Achso, jetzt sind wohl One-Night-Stands In, was? Tja, Schätzchen, tut mir leid, aber diesen Trend verpasse ich ausnahmsweise mal gerne.“, lächelt Summer und Marissa stöhnt auf…
Denn das dicke fette „Weil…“, kann sie schon riechen. Summer fängt an: „Weil Dylan….“
AutumnOC
27.05.2010, 11:32
Netter Part (: Nicht dein bester, aber schlecht ist er nicht ;D
Irgendwie passiert bei Seth nicht mehr soo viel. Das finde ich schade :/ Natürlich kann ihm nicht immer was passieren, aber wir sind bei ihm nicht viel weiter als am Anfang, oder? Wär schön, wenn da noch was kommt (:
Den Teil mit Summers Schwärmerei find ich gut geschrieben :happy:
Pancakes<3
27.05.2010, 21:49
Netter Part (: Nicht dein bester, aber schlecht ist er nicht ;D
Irgendwie passiert bei Seth nicht mehr soo viel. Das finde ich schade :/ Natürlich kann ihm nicht immer was passieren, aber wir sind bei ihm nicht viel weiter als am Anfang, oder? Wär schön, wenn da noch was kommt (:
Den Teil mit Summers Schwärmerei find ich gut geschrieben :happy:
hmm stimmt... da muss ich was ändern! XD
danke, dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast!
Part 17
Seth kommt noch mit nassen Haaren, weil er geduscht hat, aus der Kabine und da sieht er Jace auf sich zukommen. Seth schaut ihn an und geht ihm ein paar Schritte entgegen. „Hey!“, sagt er und der andere antwortet etwas abweisend ebenfalls mit einem „Hey.“
Seth nimmt sich zusammen. „Ehm… Danke für deine Hilfe neulich…“, beginnt er. Doch schnell hört er wieder auf, als ihm von seinem Gegenüber ein genervter Blick zugeworfen wird. „Nur so, daß das klar ist. Ich hab Tim nur seinetwegen aufgehalten. Wenn er noch einmal auffällt, fliegt er von der Schule und er ist mein Freund also… Bild dir ja nichts ein von wegen; wir sind jetzt dicke Kumpels oder so.“, herrscht Jace gleich und Seth denkt nur:
Tim? So heisst Zeta also…
Jace bleibt keinen Moment länger als nötig stehen und verschwindet dann gleich in der Garderobe.
Cohen schaut ihm etwas verwirrt nach. Er weiß nicht, was er von Jace denken soll. Manchmal ist er arrogant, dann wieder so liebevoll zu Grace und ein anderes Mal ein Held. Verstellt er sich? Wie ist er wirklich?
Und an diesem Tag, trifft Seth auf beide Teile von dem süßen Pärchen. Nach der Schule sieht er Grace. Beinahe hätte er sie übersehen, denn sie ist verdeckt von etwa sieben riesigen Papierrollen. Mit riesig meint er auch riesig. Sie schleppt diese Dinger mit Müh und Not über den Parkplatz und kein Mensch auf der Welt – oder zumindest in der Harbor – denkt daran, ihr zu helfen. Seth, der ja eigentlich nicht allzu hilfsbereit ist, eilt zu ihr.
„Wen willst du denn damit erschlagen?“, fragt er sie und sie grinst. „Wenn du mir nicht hilfst, stehst du ganz oben auf meiner Liste.“ Sie stellt die Rollen ab, ohne darauf zu achten, daß dabei ein paar Kanten einknicken.
„Was? Du hast schon eine ganze Liste? Also wenn sie in Newport nächstens einen Serienmörder suchen, weiß ich, wen ich bei der Polizei melden muß.“, meint er und hebt zwei der Rollen auf. Dabei tut er so, als wären sie unheimlich schwer und ächzt gespielt.
„Keine Angst…so weit wird es nicht kommen!“, beruhigt sie ihn sarkastisch und hält ihm auch noch eine dritte Rolle hin. „Achja, du willst trotzdem niemanden umbringen?“, scherzt er weiter und sie lächelt überlegen. Was doch seltsam aussieht, wenn sie dabei aufschauen muß. „Ich meinte, daß du gar nicht mehr leben wirst, wenn die Polizei anfängt mich zu suchen.“
Sie scherzen und necken sich gegenseitig, bis alle Rollen in ihrem Fiat Cinquecento gequetscht sind.
„Jetzt ernsthaft, was hast du damit vor?“, fragt Seth sie etwas vernünftiger. „Oh, ich mache Dekorationen für euren Snow-C… Taylor und Marissa haben mich in einem psychisch kaum zurechnungsfähigen Zustand erwischt…“, lächelt sie und er nickt. Aber ihre Wortwahl findet er doch etwas seltsam. "Was soll das heissen, euren Snow-C?"
Sie zuckt mit den Schultern. "Ich mag solche Schulveranstaltungen nicht... alle sind gezwungen zu lächeln, es gibt nur Mini-Häppchen, die Musik ist lahm und man muss gut aussehen..."
Dann deutet sie mit ihrem Kopf auf sein Skateboard. „Soll ich dich zum Dank irgendwohin mitnehmen?“ Er verneint, aber sie läßt nicht ab. „Steig einfach ein!“, befiehlt Grace und ihm bleibt kaum etwas anderes übrig, als sich ihr zu fügen.
Belustigt beobachtet Seth sie, wie sie sich durch die verschiedenen Radiofrequenzen durchdrückt. Kaum kommt ein Countrysong, drückt sie weiter. Als sie auf einen Sender kommt, auf dem gerade eine Schnulze gespielt wird, verzieht sie das Gesicht und drückt sich weiter. Urplötzlich schaut sie zu Seth auf. „Ich weiß ich bin kompliziert… aber mir tuts weh, wenn ich schlechte Musik höre….“ Er lacht. „Was, bitte, ist denn für dich gute Musik?“, fragt er sie und ist wirklich neugierig auf ihre Antwort.
„Willst du das wirklich wissen?“, sie streicht sich eine rote Haarsträhne hinters Ohr.
„Ja.“
Grace fährt sich vorfreudig mit der Zunge über die Lippen und kramt dann aus dem Handschuhfach vor Seth eine CD hervor. Diese wirft sie gleich ein und dann betrachtet sie gespannt Seth’ Gesichtsausdruck. Sie haben gerade die Rollen gewechselt.
Seth öffnet leicht erstaunt den Mund. „Die Beatles?“
„Es gibt keine Band der Welt, die es auch nur annähernd an ihr Niveau schafft…“, sagt sie beinahe fassungslos. Aus den Autolautsprechern dringt die unverkennbare Melodie und gleich setzt auch der Text zu Here comes the sun ein.
Marissa hat sich erfolgreich vom Veranstaltungskomitee befreit und schlendert mit Summer durch die Mall. Summer hat schon eine Tasche von oOu am Arm hängen, während Marissa sich außer einem Orangenwasser noch nichts gegönnt hat. Sie fahren gerade eine der Rolltreppen hinauf. Vor ihnen steht ein Junge. Gross. Rötliche Haare. Breite Schultern. Lässige Pose. Marissa hat das alles registriert und wie auf Kommando verschluckt sie sich mit ihrem Orangenwasser und beginnt zu husten. Panisch schlägt sie Summer auf den Rücken. Die ruft erstmal aus und dann fällt sie auch in Panik. „Oh mein Gott, Coop! Ausspucken! Du kriegst ja keine Luft mehr!“
Ja nee, auch schon bemerkt?, denkt Marissa und hält sich ihren Hals. Diese blöde Flüssigkeit kommt einfach nicht raus! Sie krallt sich in Summers Arm und keucht, ohne wirklich Luft zu bekommen. Zuerst verschwimmt die Umgebung, ihr wird schwindelig. Dann wird ihr schwarz vor Augen. Sie klappt zusammen, alles verschwindet nach und nach, bis endlich auch der Schmerz in ihrer Kehle weg ist.
Summer<333
28.05.2010, 18:48
"Und an diesem Tag, trifft Seth auf beide Teile von dem süßen Pärchen."
xD Das hast du ja mal lustig ausgedrückt;)
Ich find den Part auch gut. Aber der 2. Teil mit Summer und Marissa gefällt mir beinahe besser als der mit Seth, aber schön, dass mal wieder Seth an der Reihe war.^^
Pancakes<3
31.05.2010, 19:49
ich find das immer so schwer , etwas so zu schreiben, dass man immer weiss, wer "er" und wer "sie" ist ...
deshalb wirds manchmal ein bisschen seltsam =))
und ich weiss... die leute in meinen Geschichten haben oft rote Haare... aber hey, die Farbe hat einfach style..o.O
Part 18
Grace stochert in ihrem Kaffee herum. Seth ist schon fertig mit seinem Milchkaffe, aber sie hat ihm die ganze Zeit erzählt.
Jetzt regt sie sich gerade über die Unfähigkeit der Politiker auf. Wie erwachsen sie doch ist.
„Ich meine… nur weil die Indianer dann klagen, man sei rassistisch oder so, können sie die ja nicht einfach verschonen! Seth, 80 Prozent der Büffel waren schon ausgerottet, als wir die „Weißen Bösen“ in das Land kommen! Und das nur wegen ihrer ungerechten Jagdweise und der Auswilderung der Pferde… Tja und da unsere Regierung so schlau ist, dürfen die dort jetzt Robben jagen und Hanf anpflanzen wie sie wollen. Das geht ja unter „Kulturschutz“…“
Das ist nur eines der Themen, wegen denen sie an die Decke springen kann.
Sie macht eine Pause und schaut ihn etwas zweifelnd und beinahe ängstlich an. „Ich langweile dich, oder?“
Seth lacht. „Ich finds schön, mal wieder mit dir zu reden. Oder eher dich reden zu lassen!“, grinst er und sie schlägt ihn leicht in die Schulter.
Als sie aus Starbucks hinaustreten, schaut Seth zuerst in den Himmel. Es hat ihn ziemlich Dunkel gedünkt und das zu Recht. Der Himmel ist voller dicker fetter und sicherlich übergewichtigen Wolken.
Er holt sein Handy aus der Hosentasche und als er das Display sieht, fängt er laut an zu fluchen und schlägt sich mit der Hand an den Kopf. „Was ist?“, fragt Grace schon besorgt.
Aber er schüttelt nur den Kopf und ruft Anna an. Die drückt ihn erstmal weg.
Er wählt erneut ihre Nummer. Die Blonde am anderen Ende nimmt ab. „Hier ist Anna. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Ton, weil ich gerade besseres zu tun habe, als mit Ihnen zu sprechen. Schliesslich hatten Sie auch besseres zu tun, als sich mit mir zu treffen. Piieeeps!“ Er seufzt. Das tut ihm wirklich schrecklich leid. Er hat total vergessen, daß er sich mit Anna verabredet hatte. „Anna. Hey! Es tut mir wirklich Leid. Ich habs total versaut…“
„Und deswegen sollte ich jetzt nicht mehr böse sein?“, antwortet sie.
„Ich weiß doch, daß du nicht gerne böse bist…“, versucht er es.
„Ph!“, macht sie nur. Aber Seth merkt, daß sie eigentlich gar nicht wütend ist.
„Wenn du sowieso beleidigt bist, brauch ich dich gar nicht zum Abendessen einzuladen…“, probiert Seth. Und das Fischchen beißt an.
„Um Sieben?“
„Um Sieben.“
Dann legt sie auf und er grinst. Grace aber macht ein „Oh! Das tut mir Leid“-Krisen-Gesicht. „War das deine Freundin? Ich wollte dich nicht von irgend etwas abhalten…“, entschuldigt sie sich gleich und er lacht lauthals los. „Meine Freundin?“, er setzt sich auf den Beifahrersitz und kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen. „Meine Freundin?“, drückt er hervor und hält sich seinen Bauch. Das ist mal ein guter Witz.
Nun lacht sie auch wieder und fährt ihn nach Hause.
Marissa verzieht das Gesicht. Sie war nur ein paar Sekunden weg. Dank diesem Typen.
Er hat ihr – Summers wirklich absolut dramatischen Erzählung nach – den halben Brustkorb weggeschlagen und sie ist dann aufgewacht. Obwohl es Marissa jetzt vorkommt, als hätte Summer hyperventiliert, weil die mit hochrotem Gesicht vor ihr sitzt.
Der Typ ist weg um ihnen kurz was „frisches“ – wie er es nannte – zu Trinken zu holen. Wie aufmerksam. „Meine Güte, ich hatte so Angst um dich!“, beteuert Summer und Marissa nickt.
„Wer war der Junge, der mir geholfen hat?“, will Coop raunend wissen, aber ihre Freundin zuckt nur mit den Schultern. „Er sieht seltsam aus…“, antwortet sie, aber das will die andere nicht hören.
Denn – das ist beinahe wissenschaftlich erwiesen – rote Haare sehen bei Jungs meistens einfach blöd aus. Findet Marissa jedenfalls. Alleine die Vorstellung verursachte ihr bis dahin einen Schauder. Aber… aber der, der sie „gerettet“ hat…
Diese Haare – kurz und ROT – sind einfach wie für ihn geschaffen. Er hat helle Haut und seine Schultern sind nicht so breit, wie sie zuerst gedacht hatte. Sie sind zwar etwas muskulös (inwiefern man das durch diese Shirts erkennen kann) aber doch eher mittelmäßig breit. Er ist sehr groß und schlank. Über seinem rechten Mundwinkel hat er einen kleinen Leberfleck.
All das interessiert Marissa. Nicht, daß sie vor fünf Minuten keine Luft gekriegt hatte.
Er ist doch viel spannender.
Und da kommt er, wie ein wandelnder Gott. Mit Feuerhaaren.
Erneut kriegt sie keine Luft, aber das aus einem ganz anderen Grund…
RYANATWOOD94
06.06.2010, 11:28
Ein super Part.
Es schein so,als habe sich Marissa verliebt:)
Schön.
Pancakes<3
21.06.2010, 19:59
aus verschiedenen Gründen ging es so lange, bis ich weiterschreiben konnte....
dafür ist dieser Part etwas länger und bezieht alle ein =))
Part 19
Der Snow-C ist vielleicht nicht DAS gesellschaftliche Erlebnis in Newport, aber die Schüler der Harbor lieben ihn trotzdem.
Marissa sitzt auf dem Beifahrersitz und singt mit Julie und dem Radio ausgelassen um die Wette und hört erst damit auf, als sie schon auf dem Parkplatz standen. Dann trennen sich die zwei.
Es ist das erste Mal, daß Marissa alleine auf eine solche Veranstaltung kommt. Naja, sie ist ja nicht ganz alleine. Beim Eingang wird sie gleich von Summer und deren Dylan begrüßt. Zu dritt betreten sie die Halle und Summer bleibt beinahe der Atem weg.
„Coop! Das hast du so … wunderschön gemacht!“, haucht sie vor Entzückung und Marissa lächelt etwas. Aber auch das Lächeln kann ihre sich rötenden Wangen nicht verbergen.
Zufrieden geht Marissa durch die Menge. Es sind so viele Menschen um sie herum, die ihr gratulieren und ihr Komplimente machen. Aber sie erblickt nirgends einen großgewachsenen Rotschopf, nachdem sie eigentlich Ausschau hält. Seit dem Vorfall im Einkaufszentrum hatte sie ihn nicht mehr gesehen.
Doch als sie vor den Punschschüsseln steht, die eingebettet in einen riesigen Plastikeisblock sind, sieht sie in der anderen Ecke des Raumes Luke und Cynthia oder wie sie hiess.
Es tat ihr auf eine Weise doch weh und ihre Hand griff wie von alleine zu einem Glas und schenkte sich Punsch ein. Sie wußte genau, daß irgendein besonders Witziger Alkohol reingeschüttet hatte.
Sie hob das Glas und trank einen heftigen Zug. Marissa war nicht allein. Sie war nur einsam.
Wie es sich gehört, hatte Seth Anna abgeholt, bevor sie zusammen zum Snow-C gegangen sind. Da werden sie schon am Eingang überrascht. Unter den zwei –bis zum bersten gekrümmten- Tannen, die oben an der Spitze zusammen gebunden waren und das Tor bildeten, stand Grace in einem bezaubernden crèmweissen Kleid. Und Jace in einem ganz normalen Anzug. Während Jace eher grimmig wartete, sah Grace Anna und Seth freudig entgegen. „Hey!“, lachte sie als Begrüßung und Anna grüßte freundlich zurück.
Sofort begannen sie sich die Mädchen angeregt zu unterhalten. Vor allem war Anna darüber erstaunt, wie toll die von Grace bemalten Leinwände aussahen.
Jace stampfte wortlos hinten ihnen her und Seth schlenderte neben ihm.
„Du siehst aus als würdest du den Ball sehr geniessen…“, bemerkt Seth, weil er nicht neben jemanden laufen kann, ohne zu reden. Das geht einfach nicht und ist auch gegen all seine Überzeugungen.
„Tja, dann trügt mein Äußeres.“, grummelt Jace zurück. „Warum kommst du denn überhaupt wenn du sowieso nur schlechte Laune verbreitest?“, fragt Seth.
„Grace hat mich mitgeschleppt…ich kann sie ja kaum alleine mit Typen wie dir lassen!“
„Typen wie mir?“
„Absolut nervtötenden Typen.“
„Danke für das Kompliment. Wenigstens bin ich fähig normale Konversationen zu pflegen!“, sagte Seth kopfschüttelnd. Mit diesem Jace kommt er einfach nicht klar. Und so langsam hat er das Gefühl, daß Jace gar nicht mit ihm klarkommen will.
Manchmal braucht es nur einen winzigen Tropfen um das Faß zum Überlaufen zu bringen.
Der Harbor Notstromversorger wird gerade erneuert. Und an diesem Abend ist das Stromnetz ziemlich überlastet. Schliesslich zapft da nicht nur eine kleine Schneemaschine, sondern auch etliche Beleuchter, Scheinwerfer, sämtliche Mikrofons, die ganze Lifeband und mehrere künstliche Feuer Strom ab. So kommt es dazu, daß, als der Bassist seinen Verstärker anschließt, die Funken sprühen. Und urplötzlich wird es dunkel im Saal. Raunen und vereinzeltes Kreischen ist zu hören. Vor Schreck läßt Marissa ihr Glas fallen und Seth schnappt nach Luft. „Das sind bloß die Sicherungen!“, schreit ein Einzelner Schüler über die Menge. „Phu, ich bin so erschrocken. Zum Glück ist das nichts Schlimmes!“, seufzt Summer in die unbestimmte Finsternis neben ihr, wo sie Dylan vermutet. Doch er antwortet nicht. „Dylan?“ , fragt sie unsicher. „Dy-yle?“, immer noch keine Antwort.
Da geht das Licht nach ein paar Flackern wieder an. Und Summer sah Dylan, der gerade fest ein anderes Mädchen umarmte. Als er Summers schockiertes Gesicht erblickt läßt er die Fremde los und grinst: „Oh, ich dachte das bist du…“
Aber Summer sieht seine Augen. Die Genugtuung, ja, diese Zufriedenheit und sie glaubt es ihm nicht. Sie bringt es nicht mehr fertig ihn anzuschreien, ihm Worte an den Kopf zu werfen. Stumm und mit Tränen in den Augen schüttelt sie den Kopf, bevor sie sich umdreht und wegrennt.
Seth als das Licht wieder angeht, sieht er Summer. Er hat sie nicht sehen wollen, sie ist ihm jetzt gleichgültig. Absolut unwichtig. Aber irgendetwas in seiner Brust sagt ihm, daß dies nicht stimmt. Ach, warum ist alles immer so kompliziert?
Als er sieht, wie eine dicke Träne über ihre Wange kullert, während sie davonläuft, krampft sich in ihm etwas zusammen. „Ich muß kurz weg.“, sagt er zu Jace. Zwar ist er dem keine Rechenschaft schuldig, aber er will ja auch nicht unhöflich sein..
Dann kämpft er sich durch das Gedränge, das Getummel, um Summer zu folgen.
Vor der Halle, sieht er, wie sie ihr wunderschönes rubinrotes Kleid hochrafft und samt ihren High Heels davonrennt. Er drückt auch noch dem letzten Schüler seinen Ellbogen in die Seite und läuft ihr dann nach.
Summer bemerkt ihren Verfolger nicht und läßt sich dann irgendwann auf die Treppe vor der Harbor sinken. Vorsichtig, weil er nicht genau weiß, was er machen soll, stellt sich Seth hinter sie. Als er ihre Schultern auf und ab beben sieht, ihr jämmerliches Schluchzen hört, krampft sich dieser fette Klumpen, der sich Herz nennt, in ihm zusammen.
Ganz vorsichtig und unaufdringlich setzt er sich neben Summer auf die Treppe. „Heeey…“, raunt er sanft und beruhigend. „Geh weg!“, stösst sie hervor. Seth steht sofort wieder auf. Er will ihr nichts aufzwingen, außerdem kennt sie ihn ja kaum.
„Nein… wenn ein weinendes Mädchen sagt, daß du weggehen sollst, meint es in Wirklichkeit, daß du es trösten sollst. Nur so, falls das nochmal passiert…“, erklärt sie ihm mit ihrer weinerlichen Stimme. Sie spricht ganz undeutlich. Seth muß lächeln. Noch unter Tränen ist sie kratzbürstig. Ohne lange zu überlegen, setzt er sich wieder neben sie. Er ist nicht wirklich geübt darin, Mädchen zu trösten und hat keine Ahnung, was er machen soll. Das erledigt sich aber von selbst, als sie sich schniefend in seine Arme stürzt und in seinen Anzug heult. Zögerlich legt er ihr seine Hand auf den Rücken.
Und er kann es nicht vermeiden, daß ihn warme Blitze durchzucken, überall da, wo sie ihn berührt. „Es ist ja schon gut…“, flüstert er und wiegt sie nun sanft in seinen Armen.
AutumnOC
21.06.2010, 20:09
Das Ende ist echt süß :)
Summer<333
21.06.2010, 20:29
Ehhhh.....WOW!
Ich find den Part super!
Und das Ende...schau einfach auf AutumnOCs Post xD
Gott, ein Riesen "Sorry"!....Hab ganz vergessen, auf deinen letzten Part zu antworten^^, kommt nicht wieder vor(:
Pancakes<3
14.07.2010, 18:40
ein sehr kurzer Teil, da ich aus versehen all mein Geschriebenes gelöscht habe, als ich auf den Laptop wechselte *pfeif*
Part 20 (schöne Runde Zahl =P)
„Ich liebe dich!“, flüstert Grace im dunklen Auto. Und als ihr Freund „Ich dich auch.“, zurückflüstert beisst sie sich überglücklich auf die Lippen. Natürlich nur, bis diese den Weg zu seinen Lippen gefunden haben.
Dann steigt sie lächelnd aus und rennt zu ihrem Haus. Jace bleibt noch kurz da stehen mit dem Auto, aber er sieht so gar nicht glücklich aus.
Auch Seth hatte jemanden nach Hause gefahren. Jemanden mittelgrosses, mit dunkelbraunen Haaren, riesigen Augen die sich unter noch riesigeren Wimpern befinden und einem süssen roten Schmollmund. Jemanden, dessen Vater Arzt ist und der bis vor einige Stunden noch Hals über Kopf in einen gewissen Dylan verknallt gewesen war.
„Summer, es war mir eine Ehre dich heimzubegleiten!“, sagt Seth lächelnd und auch Summer, die sich zu vor lange, lange, laaange bei ihm ausgeweint hatte, lächelt nun wieder.
„Danke, dass du da warst, Nasim.“
Spätestens da stockt Seth der Atem wirklich. Unruhig steht er sich auf einen Fuss. „Ehm…ich muss dir noch was sagen!“, meint er kritisch und blickt ihr dazu vorsichtig in die Augen.
Aber Summer, die meint zu wissen was er sagen will schüttelt nur den Kopf und macht leise „Psht! Sag jetzt nichts.“ Und dann steht Summer Roberts, eine der beliebtesten Schüler auf der Harbor High, auf ihre Zehenspitzen um Seth Cohen, dem bis vor wenigen Tagen unsichtbaren Niemand in dieser Stadt, einen Kuss auf die Wange zu hauchen.
Wie vom Donner gerührt bleibt er auch noch da stehen, als sie längst im Haus verschwunden ist.
„Mein erster Kuss! Jetzt tu nicht so abschätzig, klar gilt das als Kuss.“, eifert Seth bei sich zu Hause auf dem Bett. „Captain Oats! Schäm dich!“, rügt er dann das Plastikpferdchen auf seiner Brust. Bis er friedlich einschläft, wobei er nicht einmal DABEI die Klappe hielt und ständig wieder den Namen von diesem Mädchen zu flüstern, dem er noch einen Tag zu vor abgeschworen hatte.
Summer<333
14.07.2010, 19:17
Super geschrieben, ich find den Teil klasse...so süß^^
Und die Unterhaltung mit Captain Oats...göttlich ;D
AutumnOC
14.07.2010, 21:50
Der Part is ja süß :D
Pancakes<3
15.07.2010, 12:50
und weiter gehts =)
Part 21
Am nächsten Montag geht Seth auf den Schuleingang zu. Da kommt plötzlich jemand von hinten und hakt sich bei ihm unter. „Hey Nasim!“, begrüsst ihn Summer fröhlich.
Moses, das kann ja noch was werden…, denkt Seth. „Hey Summer…du, letzten Freitag, da wollt ich dir noch was sagen…“
„Ja?“, fordert sie ihn auf weiterzusprechen.
„Mein Name ist…“, und weiter kommt er nicht, da er gerade angerempelt wird. Schliesslich verliert er seine Unsichtbarkeit nicht nur, weil er mit Summer Roberts abhängt. Das dumme daran ist, dass sich seine gesamten Bücher der Erde hingeben um dort unter den unzähligen Schuhen der gestressten Harborschüler zu landen.
„Rücksichtsloser Idiot!“, schimpft Summer dem Typen hinterher und dann krümmt auch sie sich zu Seth auf den Boden um die Bücher und Hefte zusammenzusammeln. „Danke!“, sagt Seth erfreut.
Noch nie hat jemand etwas sooo Nettes für ihn getan. Sie lächelt ihn an.
Und dann kommt Grace.
Wirbelig wie immer stürmt sie über den Platz nur um dann mit einer Vollbremsung vor den Büchern stehen zu bleiben. „Seth! Du warst am Freitag plötzlich weg!“, begrüsst sie ihn.
Summer hält inne. „Ja, da war ein kleiner Notfall…“, bemerkt Seth und lächelt zu Summer, doch als er ihr Gesicht sieht ist es aus mit Sonnenschein. „Seth? Ich dachte, du heisst Nasim!“, ruft sie empört.
„Das wollt ich dir ja die ganze Zeit sagen…“
„Warum hast du es denn nie?“, klagt sie ihn weiter an.
„Naja, wir wurden immer unterbrochen und…“, versucht Seth sich zu rechtfertigen, während Grace, die den ganzen Durchblick verloren hat nun dasteht, wie eine Katze vor zwei Mäusen.
„Weisst du, du bist keinen Deut besser als die anderen Jungs!“, beklagt sich Summer wütend. Und dann wirft sie aus Jähzorn ihre Bücher vor Seth‘ Füsse und stampft mit hoch erhobenen Kopf in das Schulgebäude.
Als Seth sich seufzend umdreht stöhnt er sofort auf: „Nein, nicht du auch noch!“, jammert er als er Graces was-hast-du-wieder-angestellt-Blick sieht.
Marissa hat gerade echt keinen Bock auf Schule. Nach der ersten Stunde schnappt sie sich ihre Tasche, öffnet ihre Haare und fährt zum Strand.
Dort kann sie in Ruhe nachdenken. Nachdenken, das bedeutet, das Gehirn benutzen und manchmal ist sie sich nicht ganz sicher, ob das bei ihr noch funktioniert.
Völlig hoffnungslos in ihren Gedanken verloren schlendert sie durch den Sand. Doch dieser Zustand ändert sich schlagartig, als sie ein Pfeifen hört. Ein sehr anzügliches Pfeifen.
Sie hebt den Kopf und sieht einen Jungen, der vielleicht etwas älter ist als sie. Genervt seufzt sie auf. Noch mehr Probleme. Also nimmt sie sich vor einfach neben dem Typen vorbeizugehen ohne ihn auch eines Blickes zu würdigen. Doch er sieht das wohl ganz anders. Sofort ist er an ihrer Seite und sagt gespielt freundlich: „Hey hübsche Dame!“
„Hallo.“, antwortet sie kühl aus Anstand.
„Was machst du denn ganz alleine hier unter dem Peer?“, fragt er sie grinsend.
Aber Marissa schenkt ihm nur ein grimmiges Lächeln, das so viel sagt wie: sorry, aber ich habe zu viel Niveau als dass ich mit dir sprechen würde.
„Vielleicht brauchst du jemanden zum Zuhören?“, versucht er es mit dem üblichen Mädchenkram. Da bleibt sie stehen und blickt ihn einen Moment lang an.
„Ich bin Marissa.“, sagt sie.
„Freut mich, ich bin Volchok.“
AutumnOC
15.07.2010, 13:05
Oh nee, Summer ist doof -.-
Das mit Volchok klingt ja sehr verhängnisvoll :O
Summer<333
15.07.2010, 18:20
Das mit den letzten 4 Zeilen hast du echt gut hinbekommen, klingt klasse <3
Das andere natürlich auch...^^
Pancakes<3
10.08.2010, 23:42
ist ja höchste Zeit, wieder was zu schreiben...und da ich sowieso nicht schlafen kann :
Part 22
Winterferien! Jeder verbringt sie anders und so sind sie doch immer für eine Überraschung gut. Seth zum Beispiel: So hatte er doch vorgehabt, die Ferien wie jedes Jahr mit seiner Familie und Weihnukka zu verbringen. Tja, mit der Familie verbringt er sie. Aber ganz bestimmt nicht mit Geschenke auspacken. Gleich am ersten Tag des Festes rief jemand ihnen allzu Bekanntes an.
„Ein fröhliches Weihnukka! Seth Cohen am Apparat.“, meldete sich Seth gut gelaunt. „Ja, danke. Ist Kirsten da? Oder Sandy?“, fragte die Frauenstimme. „Haley?!“
Und wegen Kirstens kleiner Schwester, die offiziell in der Karibik ist, sitzen sitzt die Familie samt griesgrämigem Grossvater in L.A. Irgendwie hat Haley wohl Schulden gemacht und jetzt liegt es an Sandy, sie wieder aus dem Gefängnis zu holen. Was leider in Anbetracht der Summe nicht so einfach ist. Da Kirsten fand, Weihnukka ist ein Fest der Familie! Deshalb verbringen wir es auch zusammen!, reiste die ganze Familie in die Stadt.
Jetzt sitzt Seth in einem Hotel und langweilt sich zu Tode. Und zu allem Überfluss hat er nicht einmal ein teures Zimmer gekriegt. Denn alles war schon ausgebucht. Keine Ahnung, was die Leute um Weihnachten/Chanukka/Weihnukka herum alle in L.A. suchen. Jedenfalls muss Seth deswegen seinen Balkon mit jemand anderem Teilen. Jemanden, der letzte Nacht unheimlich laut die Zimmertür zugeschlagen hatte. Aber was dem Ganzen noch das Krönchen aufsetzt, ist, Seth hat sehr sehr seeehr viel Zeit über Summer nachzudenken. Es vergeht keine Minute, in der er sich nicht für diesen hirnrissigen Anfall verflucht, bei dem er Summer gesagt hatte, er heisse Nasim.
Marissa hatte eigentlich vorgehabt ihr Weihnachten auf einer Party bei Volchok zu verbringen. Der Typ hatte es ihr echt angetan. Er sieht gut aus, er weiss wie er mit ihr umgehen soll… kurz: Er hat irgendwie magische Anziehungskräfte auf sie. Aber Summer, diese beste Freundin, gönnt ihr so einen Freund wohl nicht. Warum sonst, hat sie Marissa wohl in die Ferien mitgeschleppt?
Das verlief nämlich so: Dr. Roberts hatte sich eine neue Flamme aufgegabelt (gross, blond, mager, und jeder Blinde würde die Aura der sämtlichen Schönheitsoperationen, die sie über sich hatte ergehen lassen, fühlen) und diese Flamme bestand darauf, das Weihnachten bei ihr gefeiert werden würde. Und sie wohnt in L.A.
Aber es war nicht ganz so, wie Marissa es vermutete. Okay, Summer mochte diesen heruntergekommenen Junkie wirklich nicht besonders, aber Marissa hatte sie nur mitgenommen, weil sie Angst vor dem zukünftigen Stiefmonster hatte. So richtig Angst. Als sie die Neue (mit Namen Eleonore) zum ersten Mal sah, zweifelte Summer ernsthaft daran, dass es Hexen nicht gibt.
Tja und leider gibt’s in der Hexenwohnung nur ein Gästebett. Summer und Marissa haben sich natürlich sofort freiwillig angeboten, sich im daneben liegenden Hotel einzuquartieren.
Und jetzt hat Summer das Geschenk: Marissa hat…wie soll man das nennen…sich in Volchoks Gegenwart einige …interessante Angewohnheiten zugelegt. Jede Nacht/Morgen hat Summer alle Hände voll zu tun um ihre Freundin, die sich in einen zurechnungsunfähigen Zustand getrunken hat, irgendwie nach Hause zu verfrachten.
Das kann ja heiter werden!
AutumnOC
10.08.2010, 23:45
Ha, cool :D Man sieht schon, worauf das hinausläuft :D
Summer<333
11.08.2010, 18:27
Super Part! Deine Schreibweise ist einfach genial^^
Pancakes<3
15.08.2010, 16:14
Man sieht schon, worauf das hinausläuft :D
liess sich leider kaum vermeiden =O
Part 23
Seth liegt auf dem Hotelbett und dreht Däumchen. Es ist helllichter Tag und er hat die Fenster offen.
Plötzlich klopft etwas an die Scheibe seiner Balkontür, er schreckt auf, während jemand bemerkt:
„Hey, Sie da drin! Haben Sie etwa meine Freundin verschleppt?“
Seth ist schon auf den Beinen. „Summer?“, fragt er ungläubig und ihr fallen die Augen beinahe aus. „Nasim? Oder auch nicht Nasim…“
„Seth. Ich heisse Seth Cohen.“
Beide sind sichtlich verwirrt und starren sich durch die Scheibe hindurch an.
„Seth Cohen…sag mal, waren wir nicht mal zusammen in Englisch? Ist ja auch egal, meine Freundin Marissa hat dich nicht zufällig verführt oder?“, fragt sie, als sie sich wieder gefasst hat.
„Sprechen wir von derselben Marissa? Marissa Cooper? Falls ja, hast du wohl gerade einen ziemlich schlechten Witz gemacht, denn Mädchen wie sie…und du schenken mir nicht ihre Aufmerksamkeit, wenn es sich vermeiden lässt, geschweige denn davon, dass sie mich verführen!“, meint Seth frustriert.
„Ja und das hat wohl auch einen guten Grund! Niemand will was mit Lügnern zu tun haben!“, zischt Summer.
Seth öffnet die Tür. „Willst du reinkommen?“
„Sehe ich so aus, als hätte ich vor noch länger mit dir zu reden?“, meint sie zickig.
„Was macht ihr überhaupt in L.A.? Es ist doch Festzeit, sollte man die nicht zu Hause verbringen?“, fragt Seth und tritt trotzdem auf die Seite um Summer reinzulassen. Gegen ihre Prinzipien kommt Summer auch rein und lässt sich dann gleich aufs Bett fallen.
„Erklär das mal meinem Dad…“, bemerkt sie bitter.
Und da erzählen sie sich, wenn auch mal bissig, ihre Geschichten.
Marissa wimmert. „Wo bin ich?“, fragt sie während sie Mühe hat die Augen aufzubringen.
„Boah, ey, man, isch bin so froh, man, dass du wasch bist, man! Isch hab schon escht überlegt, disch in ein Krankenhaus oder so zu bringen, man!“, seufzt eine Stimme neben ihr. Der Typ klingt ja voll nach einem IQ über 140. Naja, nicht wirklich…
„Was hast du mit mir gemacht?“, fragt sie total verwirrt. Ihr Kopf brummt, als hätte eine Bisonherde versucht, darauf Walzer zu lernen.
„Isch? Oh nein, so läuft das nischt, man! Du hast disch zugedröhnt und wolltest zu mir, aber da bist du weggekrascht und warst nischt mehr zu gebrauschen, man! Ey, hast in mein Bad gekotzt, find isch ja nischt gerade lustig. Ah und du schläfst schon den ganzen Tag!“, erklärt der Typ genervt.
„Ich kann mich an nichts mehr erinnern…“, merkt Marissa geschockt.
„Was?“, fragt der Typ, der offensichtlich keinen Spass an der Sache hat.
„Oh sorry….isch meinte, isch kann misch an nischts mehr erinnern!“, äffte sie ihn nach und versucht aufzustehen. Sofort wird ihr schwindelig und sie fällt wieder ins Bett zurück.
„Isch sag dir,man, was du da gestern alles genommen hast…andere hätten da schon längst den Löffel abgegeben!“, staunt der Kerl.
„Fährst du mich in mein Hotel?“, sie zog es vor, nicht weiter auf seine Andeutungen einzugehen. Mit Kevin hatte sie schon viel Schlimmere Sachen genommen, da war sie sich sicher.
Summer<333
16.08.2010, 14:27
Wie lustig xD
Ich mag den Typen :p
cooler typ
hast du gut geschrieben!!!
Pancakes<3
26.08.2010, 22:43
jetzt wirds ein bisschen länger gehen, bis neue parts kommen, weil ich mich zuerst in die neue Schule einleben muss =O
Part 24
„Ich glaube sie wacht auf! Hol einen Kübel!“, ist das erste, was Marissa dann hört. Sie kann sich noch wage daran erinnern, wie sie in der Hotelbar gewesen war. Ihr Kater war echt übel gewesen, deshalb dachte sie, ein Long Island Iced Tea könnte da auch nicht mehr viel Schaden anrichten. Es brauchte zwei und sie sank neben dem Hocker auf den Boden.
Dort wurde sie dann auch von Summer und, wer hätte das geglaubt, Seth gefunden. Seth trug sie in ihr Zimmer, was bei seiner körperlichen Verfassung wirklich eine beachtliche Leistung ist. Aber daran kann sie sich natürlich nicht mehr erinnern.
„Mein Kopf!“, stöhnt Marissa, die gerade wieder zu sich kommt. Und dann: „Mir ist schlecht…“
Genau rechtzeitig sprintet Seth mit dem geleerten Abfalleimer ins Zimmer. Marissa übergibt sich, Seth hält den Kübel und Summer sorgt dafür, dass Marissas Haare sauber bleiben. Das ist echte Teamarbeit. Gruppenkotzen sozusagen.
Und Seth nimmt das wohl ein bisschen zu ernst. Ganz fahl im Gesicht meint er: „Ist sie bald fertig, ich glaub ich muss auch gleich…“
Klar ist das nicht wirklich ein Fortschritt in Sachen Summereroberung, aber es ist immer noch besser, als sie vollzukübeln. So weit kommt es nicht. Denn Marissa ist jetzt wohl auch sämtliche alkoholische Getränke losgeworden. Und das riecht man auch…
„Hilf mir!“, verlangt Summer wieder von Seth. Und gemeinsam schleppen sie Marissa ins Bad. „Du nimmst jetzt erstmal ein heisses Bad, das wird dir bestimmt helfen!“, sagte Summer zu ihrer Freundin. Sie wollte gerade Marissas Shirt ausziehen, da diese ja dazu nicht mehr in der Lage war, da drehte sie sich böse zu Seth um. „Auf was wartest du? Raus!“, herrschte sie ihn an. Marissa stöhnte auf: „Nicht so laut bitte…“
„Also mich störts nicht….“, meinte er grinsend. „Ewh! Raus!“, fauchte Summer nochmal und Seth schloss grinsend die Badezimmertür hinter sich. Er warf sich aufs Bett und sah fern, während er Summers Fluchen lauschte. Auf einmal gab es einen dumpfen Schlag. Besorgt stand Seth auf. „Hey, alles ok da drin?“ Und er hörte Marissa wimmern: „Aaah…mein Kopf!“ „Tut mir ja leid…“, sagte Summer. „Ich glaub mir ist schlecht…“, kam es zurück und schon wieder hörte Seth, wie sich Marissa übergab. Die Arme….
Irgendwann dann kam Summer mit Marissa auf sich gestützt wieder aus dem Bad. „Hier nimm sie mal…“, seufzte Summer und liess Marissa einfach in seine Arme fallen. „Wow… hi Marissa…wie ist das Leben so?“, fragte er sie, während er sie zum Bett beförderte. „Beschissen…niemand hat mich lieb.“, antwortete sie nuschelnd. Seth deckte sie bis zum Hals mit der Decke zu. „Das stimmt doch gar nicht. Summer mag dich, ich mag dich…“, sagte er und sah zu Summer hinüber, die das Bad putzte. „Du magst mich?“, fragte Marissa erstaunt.
„Ja, das tu ich.“, antwortete Seth, sie war ja sowieso total betrunken.
„Wirklich? Und das sagst du nicht einfach nur, weil ich betrunken bin, was ich natürlich nicht bin…“, hakte sie weiter nach und drehte sich in die Decke.
„Nein, tu ich nicht. Ich mag dich wirklich.“, beharrte er und setze sich aufs Bett.
„Das ist gut.“, meinte sie. „Ja?“, fragte er nach und strich ihr wie automatisch ihre Haare aus dem Gesicht. „Ich mag dich auch.“, erläuterte sie. „Schön.“, meinte er und dann wurde er von Summer wegzureissen.
„Das ist echt sowas von dreckig?“, schimpfte sie.
„Was?“, fragte Seth, denn es war klar, dass sie nicht das Bad meinte.
„Du machst dich an eine Betrunkene ran…“, sagte sie Kopf schüttelnd.
Und dann schmiss Summer Seth aus dem Zimmer.
Pancakes<3
09.01.2011, 13:18
so...mal wieder was neues, bevor die schule wieder anfängt ;)
Part 25
„War ja klar, dass sie wie immer nur Geld wollte.“, bemerkt Seth‘ Grossvater am nächsten Morgen beim Frühstück. „Sei doch nicht so hart mit ihr…“, verteidigt Kirsten ihre Schwester. Eigentlich grundlos, denn er hat Recht. Seth isst während des Gespräches nur das halbe Buffet leer. Sandy dreht den Löffel in seinem Kaffee um und nimmt einen Schluck. „Pfff! Ist der heiss!“, stösst er gleich darauf aus. Kirsten und ihr Vater kommentieren das mit einem Seitenblick und versinken dann wieder in ihre Streitdiskussion. „Ich vergrab mich dann mal wieder in meinem Zimmer.“, bemerkt Seth zu niemandem bestimmten. „Willst du dir nicht mal die Stadt ansehen.“, schlägt Sandy vor. „Die Stadt? Na klar, sowas haben wir ja zu Hause nicht.“, entgegnet der Sohn.
Dann schnappt er sich ein Tablett und zwei Teller, die er mit Essen überlädt und verschwindet nach oben. Er lauscht an der Tür der Mädchen, bevor er klopft.
Summer hatte von einem Jungen geträumt. Und dann hatte dieser Cohen an die Tür geklopft. Sie verflucht ihn lautstark, während sie aus dem Bett krabbelt und dann in den Shorts und dem Shirt die Tür öffnet. „Was?“, zischt sie. Denn sie war sich sicher, dass nur dieser Pudelkopf auf die Idee kommen konnte, sie um diese Zeit aus dem Bett zu holen. Und Recht hat sie. Seth steht tapfer vor ihr und hebt das Tablett. „Ich hab Bagels!“
Irgendwie muss Summer lächeln und so tritt sie einen Schritt zurück. „Marissa schläft noch.“, bemerkt sie und lässt sich dann aufs Bett fallen. Seth stellt das Tablett etwas unsicher aufs Bett und steht dann unsicher davor. Gleich danach wacht auch Marissa auf und dreht sich grummelnd im Bett um. „Hey Süsse! Wie geht es dir?“, begrüsst Summer ihre Freundin mit sanfter Stimme. Seth geht es kalt den Rücken runter, bei der Tonlage, die sie anschlägt. „Mein Kopf explodiert. Aspirin?“, stöhnt Marissa.
„Oh nein, zuerst isst du was Richtiges!“
„Genau. Aspirin auf leeren Magen ist bestimmt nicht gut.“, pflichtet Seth Summer bei.
„Du musst es ja wissen.“, faucht Marissa, isst dann aber widerstandslos Frühstück.
Als Summer satt ihren Teller hinstellt, beisst sie sich kurz auf die Lippen, bevor sie Seth schüchtern ansieht. „Danke, das war echt…“ „Nett?“, vervollständigt er ihren Satz. „Eigentlich wollte ich sagen, es sei einschleimend, aber ich zerstöre ungern deine Illusion.“
Marissa hört dem Gespräch aufmerksam zu. Dann schaut sie zwischen den zwei hin und her. „Mhmm!“, sagt sie, da sie noch am Kauen ist. Die anderen sehen sie erwartungsvoll an. Schnell schluckt sie, hebt den Finger und zeigt zwischen den zwei hin und her. „Sagt mal…läuft da was?“
„Was?-NEIN!“, antworten beide wie aus der Pistole geschossen, blicken sich dann an und alle drei lachen laut los.
Zu dritt gehen sie an den Weihnachtsmarkt. Seth kauft beiden Mädchen eine heisse Schokolade, Summer gewinnt einen dieser Luftballons in Form eines fetten Weihnachtsmannes und schenkt ihn einem jüngeren Mädchen, das dann schüchtern ‚Danke‘ hauchend davon rennt. Alles in Allem ist es ein wunderbarer Nachmittag. Zwar liegt kein richtiger Schnee, sondern nur so ein Flaum und hässliche dreckbraune Wälle an den Strassenrändern, aber die Weihnachtsstimmung kommt trotzdem auf. In Newport haben sie schliesslich auch nie Schnee. Sie entscheiden sich, zum Hotel zurück zu laufen und zeichnen auf dem Weg Sterne und Herzchen auf die frostigen Autoscheiben der geparkten Fahrzeuge.
Seth versucht mehr als die Mädchen diesen Tag zu geniessen, denn aus irgendeinem Grund beschleicht ihn das ungute Gefühl, dass nach den Winterferien diese gemeinsame Zeit wieder vergessen sein wird. Dann wird er wieder der Loser sein, das Gespenst der Schule. Alle lieben Summer, bestimmt wird sie sich nicht in der Öffentlichkeit mit einem wie ihm abgeben…und für Marissa gilt dasselbe.
AutumnOC
09.01.2011, 15:47
:O Ich muss noch einiges nachholen, hier^^ Lass mir ein paar Tage Zeit, ja ? xD Dann kommt auch ein Kommentar zum neuen Part ;>
Summer<333
17.01.2011, 15:40
Okay, endlich kann ich dir auch mal Feedback geben.^^
Der Part ist wieder echt gelungen, zum Schmunzeln hat mich vor allem der Ausdruck "Pudelkopf" und dieser Seth-like Satz gebracht: „Eigentlich wollte ich sagen, es sei einschleimend, aber ich zerstöre ungern deine Illusion.“ :D ♥
Pancakes<3
15.06.2011, 13:22
haha, xD hab schon seit Ewigkeiten weitergeschrieben, aber nie mehr gepostet =O
Part 26
Schule. Wie kann dieses Wort deine gesamte geplante Zukunft zusammenfassen und gleichzeitig so Angst einflössend sein? Im Bademantel schleppt sich Seth die Treppen hinunter. Der erste Schultag nach den Winterferien, die er mehr oder weniger nur mit Summer und Marissa verbracht hat.
Als er über den Schulhof geht, sind überall um ihn herum glückliche Freunde, die sich umarmen und es ist das perfekte Szenario eines freudigen Wiedersehens. Und dann sieht er sie. Beieinander untergehakt und laut lachend kommen sie ihm entgegen. Als Marissa ihn sieht, lächelt sie noch breiter. „Hi Seth!“, grinst sie und Summer macht es ihr nach. Verdattert erwidert er „Hi…“. Doch ihm bleibt keine Zeit sich nach den zwei Schönheiten umzudrehen, die ihrer Wege entlang stolzieren. Ein kleines bissiges Monster springt ihn nämlich genau in diesem Moment an und hält ihm die Augen zu. Er versucht sich von den flauschigen Kaschmirhandschuhen zu befreien, ein sinnloses Unterfangen. „Wer bin ich?“, quietscht eine fröhliche Stimme hinter ihm. „Grace!“, lacht er und dreht sich um. Die Kleine lächelt ihn breit an. „Sag mal...hast du Jace gesehen?“ „Allgemein, in den Ferien oder heute?“, fragt er nach. „Heute, natürlich.“ „Ehm…nein…nicht wirklich.“ Sie seufzt: „Ach, Seth…hat er vielleicht dir gegenüber was erwähnt? Ich hatte das Gefühl, dass ihr euch gut versteht…und naja ich dachte, vielleicht hat er dir ja was gesagt.“ Seth runzelt die Stirn. „Naja unser Verhältnis ist nicht gerade…“, aber sie unterbricht ihn schon wieder. „Ich habe das Gefühl, dass er etwas mit sich herumträgt, weisst du. Und er traut es sich nicht, es mir zu sagen. Was hab ich wohl falsch gemacht. Es läuft einfach nicht mehr so wie früher zwischen mir und ihm.“ „Moment, wir sprechen schon von Jace, deinem Freund, deiner zweiten Hälfte oder?“, hakte er jetzt grinsend nach. Die zwei waren wie…wie Bonny und Clyde, wie die Schöne und das Biest, Rapunzel und der Prinz, Romeo und Julia…naja, vielleicht ohne das ganze Drama und die Verbrechergeschichten... Aber kurz gefasst: Sie waren abgesehen von seinen Eltern immer DAS PAAR in seinen Augen gewesen. Aber er hat ja auch nicht so viel Erfahrung in solchen Dingen.
„Wahrscheinlich hast du Recht, ich bilde mir das Alles nur ein…“, seufzt sie erneut. Er antwortet grinsend: "Einbildung, ein weiteres Zeichen von Verrücktheit... Das kommt doch gleich nach dem Tragen von Handschuhen bei siebzehn Grad oder?"
Schwer atmend lehnt sich Summer an die Wand einer Kabine im Jungsklo. Er küsste wie ein wahrer Gott. Dann öffnet sie die Tür und stellt sicher, dass sie alleine ist, bevor sie vor den Spiegel steht und ihre Frisur richtet. „Das sieht so aus, als hätte irgendsoein Idiot mit allen möglichen Mitteln darin rumgewühlt.“, grinst er und beginnt ihren Hals zu liebkosen. Das bringt sie total aus der Fassung, aber tapfer zieht sie sich ihren Lippenstift nach, bevor sie erwidert: „Tja, dann lässt du es nächstes Mal besser bleiben, sonst meinen die Leute noch, du seist ein Idiot.“
Er lacht und verschwindet dann. Auch sie schleicht sich aus dem Raum und lässt sich dann mit einem Kaffee in der Hand neben Marissa auf eines der Sofas fallen. Ihre Freundin nimmt Summers gerötetes Gesicht mit einer hochgezogenen Augenbraue zur Kenntnis. „Willst du mir irgendwas erzählen?“ „Ich? Nein! Wie kommst du den darauf?“, antwortet Summer gekonnt unschuldig. Marissa zuckt mit den Schultern.
Als sie darauf vor der nächsten Stunde noch tratschen, bemerkt sie: „Summer, vielleicht knöpfst du besser deine Bluse wieder zu, bevor du in Geschichte gehst. Nur so ein Tipp.“
Mit hochrotem Kopf schaut Summer an sich runter und bemerkt die zwei offenen Knöpfe.
Summer<333
15.06.2011, 18:19
......Ich mag's.
Sehr. :P
Toller Part! Das will ich eigentlich damit zum Ausdruck bringen.^^
Pancakes<3
30.07.2011, 15:55
mir war langweilig, drum hab ich mal wieder weitergeschrieben. Ich find den Part jetzt nicht sooo gelungen.
Part 27
Am Abend sassen Marissa und Summer am Pool der Coopers. Sie schlürften Drinks und hörten Musik. „Also wer ist es?“, fragte die Tochter des Hauses und nippte an ihrem Glas. „Wer ist wer?“, fragte Summer gespielt unwissend, ohne auch nur aufzublicken. Sie lag auf ihrem Badetuch von Louis Vuitton und liess ihre Beine ins kühlende Wasser des Pooles baumeln. Marissa stützte sich nun auf und sah sie neugierig und unheimlich aufgeregt an: „Ach komm schon, du weisst, wovon ich spreche! Der Typ vom Klo?“ Die Andere lachte. „Summer! Jetzt lass mich doch nicht so zappeln!“, sie setzte ihr vorwurfsvolles Gesicht auf. Summer musste nun auch grinsen. Sie zog nun ihre Sonnenbrille ab und lächelte verliebt: „Niemand darf davon wissen!“
„Ich bin niemand!“
„Du bist meine beste Freundin…“
„Und du willst mir nicht sagen, wer dich glücklich macht!“
„So glücklich macht er mich gar nicht…“, wandte sie ein. „Ach komm, mir machst du nichts vor! Du bist Hals über Kopf verliebt!“, wurde sie gleich angeschuldigt. „Bin ich nicht!“, stritt sie es gleich darauf ab. Nur, um dann, als sie einen vielsagenden Blick von Marissa zugeworfen bekam, ihre Sonnenbrille wieder aufzusetzen, sich zurückzulegen und mit den Schultern zu zucken, während sie hinzufügte: „Vielleicht ein kleines bisschen.“
„Ich wusste es!“, lächelte die andere und legte dann ihren Kopf auf ihr Badetuch. „Jetzt nochmal: Wer ist dieser geheimnisvolle Unbekannte, der es mit meiner besten Freundin auf dem Schulklo gemacht hat?“ Entrüstet schnappte Summer nach Luft. „Cooop!“, schrie sie und schlug nach ihr, die schon ausgewichen war. Summer jagte sie um den Pool herum, während sie schrie: „Wir haben nicht…. Du bist so doof!“ Als sie ihre Freundin dann eingeholt hatte, trieb sie sie unter Schlägen ins Wasser, wo sie sich gegenseitig abspritzten, bis sie erschöpft und laut lachend auf Julies Luftmatratze aufhörten. „Und wer ist es?“, fragte Marissa wieder. Sie würde bestimmt nicht locker lassen. „Cohen!“
Seth konnte das Geschrei und Gelächter einfach nicht überhören. Er schlich sich an Sandy vorbei und blickte dann lächelnd auf den Pool der Coopers hinunter. Summer sah einfach toll aus in ihrem Bikini. Toll beschrieb sie nicht mal annähernd. Verträumt beobachtete Seth sie. Als sie dann auf den Luftmatratzen übers Wasser getragen wurden, wollte er sich schnell wieder aus dem Staub machen, bevor sie ihn bemerkten. Er drehte sich um und schlich ein paar Schritte davon. Wie sehr er zusammenzuckte, als er seinen Namen hörte. Wie ertappt drehte er sich um und winkte schüchtern zu den Mädchen hinunter. „Komm doch runter, wir haben noch was zu trinken!“, rief Summer freundlich. Marissa verdrehte nur total genervt ihre Augen. Seth zuckte mit den Schultern und ging dann lockeren Schritts die Treppe runter. Kaum war er aus ihrem Blickfeld, rannte er zum kleinen Tor, über das er sprang nur um dann wieder gespielt locker auf sie zuzuschlendern. Summer kam fröhlich auf ihn zu und hakte sich bei ihm gleich unter, was in ihm ein Remake von ‚Das grosse Krabbeln‘ verursachte. „Und wie war dein Tag? Ich hab bis jetzt noch gar nie so wirklich bemerkt, dass du gleich neben Coop wohnst…“, redete sie gleich auf ihn ein. Marissa hingegen schien nicht so erfreut über das Wiedersehen und bombardierte ihn mit Todesblicken. „Ich wollte nicht stören…“, bemerkte Seth darauf. Summer lachte gleich gespielt laut auf: „Ach Cohen! Du störst uns doch nicht. Wir haben gerade über nichts Wichtiges gesprochen.“ „Ja, nichts Erwähnenswertes.“, bemerkte Marissa. „Nichts, was es wert wäre, darüber zu sprechen, um genau zu sein.“, erklärte sie weiter. Ohje, das stank ihm gewaltig nach Zickenkrieg, den er schon zweimal zwischen den beiden erlebt hatte, in den Winterferien.
Als Seth sich dann nach nicht allzu langer Zeit verabschiedete, weil er sich total unwohlfühlte, sprang auch Summer gleich auf und sagte, dass sie gehen müsse. „Ich fahr dich!“, sagte Marissa und rappelte sich auch auf. „Oh Coop, ich denke nicht, dass du das solltest, schliesslich haben wir beide viel getrunken. Cohen kann das machen.“, erklärte Summer. Wenn sie meinte, niemand darf davon wissen, durfte niemand davon wissen. Wieder erntete Seth einen bösen Blick und bevor er sich wehren oder etwas abstreiten konnte, wurde er von Summer mitgezogen. Sie liefen schweigend nebeneinander die Auffahrt hoch. „Das ist also dein Auto, hm.“, bemerkte sie. „Es ist Mums Auto.“, korrigierte er sie und hielt ihr die Tür auf. Auf der Fahrt drehte Summer das Radio laut, dass es Seth nicht möglich war, ein gutes Gespräch zu führen. Nicht, dass es schon genug Qual für ihn gewesen wäre, Taylor Swift anzuhören. Sie waren noch nicht mal ganz bei der Auffahrt der Roberts, da schaltete sie das Radio aus. „Danke, das reicht. Ich steig hier aus.“, sagte sie knapp. Sie war offensichtlich auch nicht so toll gelaunt. „Aber ich kann dich noch nach Hause fahren…“, er wurde gleich von ihr unterbrochen: „Nein, nicht, dass dich noch mein Dad sieht und voreilige Schlüsse zieht.“ Seth kam sich so ausgenutzt vor, als er den Wagen wendete und wieder zurückfuhr. Warum ging sie so mit ihm um? Vielleicht – ja, vielleicht! – war es ja ihre Art und Weise, ihm ihre Zuneigung zu zeigen?
Summer<333
31.07.2011, 11:38
Ich find ihn klasse! (:
Hab rein gar nichts gegen einzuwenden. Ich wünschte, ich könnte solche tollen Sachen schreiben...
AutumnOC
31.07.2011, 11:43
Der letzte Part war notwendig, aber ich mags nich, wie Summer Seth behandelt :/
Den Part davor fand ich super!
Pancakes<3
11.08.2011, 21:18
Ich mag den Part irgendwie voll =)
Part 28
Summers Auto war kaputt. Wütend stampfte sie auf den Boden, als auch Marissa ihr Handy nicht abnahm. Das konnte eventuell damit zu tun haben, wie sich Summer am letzten Abend ihr gegenüber verhalten hatte. Sie knurrte und begann dann loszulaufen. In der Gegend wohnten schliesslich viele Schüler der Harbor und auch Marissa lag jetzt nicht allzu weit entfernt. Irgendwer würde sie schon mitnehmen. Sie fand es nur schade um ihre hübschen neuen Peeptoes, die nun dem rauen Betonboden ausgeliefert waren. Sie war nun schon vier Strassen weiter, als sie neben sich ein Rollen vernahm. Sie drehte sich um und sah Seth auf sie zukommen, in einem halsbrecherischen Tempo auf seinem Skateboard. „Hi Summer!“, sagte er und stoppte neben sie. Gekonnt hob er das Brett unter seinen Arm. „Sind wir heute umweltfreundlich?“, fragte er sie und sie verzog das Gesicht bist du irre? „Mein Auto ist schrott.“, erklärte sie schlecht gelaunt. „Und Coop ist noch sauer auf mich.“, machte sie weiter und zog eine Schnute. „Mir ist gestern Abend nicht entgangen, dass da zwischen euch ein Krisengebiet ist.“, bemerkte nun er und sah sie an. „Was ist denn los?“, fragte er sie, wobei er es gut verstehen würde, wenn sie es ihm nicht sagen würde. So gut waren sie ja doch wieder nicht befreundet. Aber sie fühlte sich alleine und war nicht gut drauf und deswegen zuckte sie mit den Schultern, bevor sie seufzte: „Sie hat mich erwischt wie ich nach dem Rummachen aus dem Jungsklo kam und ist wütend, weil ich ihr nicht sagen will, wer es ist.“
Seth schluckte. Seine Welt brach zusammen. Schwarz. Überall schwarz. So musste sich die Apokalypse anfühlen. Wo war Superman, wenn man ihn mal brauchte? Ein Kloss bildete sich in seinem Hals. Aber er konnte jetzt nicht aufhören. Er musste es wissen. Er musste wissen, wen sie vor ihm bevorzugte. „Wer ist es?“, fragte er heiser. Sie schenkte ihm zuerst einen leicht verwirrten Blick, wegen seinem Tonfall, aber dann seufzte sie: „Luke.“
Der Countdown in seinem Herzen war abgelaufen. Er sah innerlich vor sich, wie die Anzeige von 00:00:01 auf 0 sprang. Die Bombe explodierte und überall in seinem schwarzen Innern flatterten die roten, blutigen Fetzen seines zersprengten Herzes hin. Einige regten sich noch ein paar Sekunden, bevor auch sie tot zum Stillstand kamen. „Oh.“, war ja klar, dass sie das Marissa nicht erzählen wollte. Schliesslich waren die zwei seit der fünften Klasse zusammengewesen. Sogar, dass er mit Holly im Bett gewesen war, hatte sie ihm verziehen. Solche Dinge sprachen sich in der Harbor schnell rum. Aber wenn sie das mit Summer erfahren würde… Gleich fühlte er sich von Summers spitzen Fingernägeln in einen Dornenbusch gedrückt. „Au! Summer! Au! Au!“, jaulte er und wusste nicht, was mehr wehtat. Sie funkelte ihn böse an. „Wehe! WEHE, dir rutscht auch nur ein Wort raus. Ich schwöre dir, dann bist du die längste Zeit Seth Cohen gewesen! Ich kann sehr, sehr, sehr jähzornig sein!“, sie fauchte wie eine Raubkatze und er wurde wirklich beinahe weich in den Knien vor Angst.
Als er in der Schule Marissa über den Weg lief, konnte er ihr nicht in die Augen sehen und hypnotisierte einfach nur seine Schuhe.
Summer<333
12.08.2011, 15:57
"Wo war Superman, wenn man ihn mal brauchte?" Hahah! xD Seth ist so süüüß^^
Toller Part! Du bringst das "O.C.-Feelig" immer so genial rüber. (:
AutumnOC
12.08.2011, 16:59
Haha, ich mag den Satz am liebsten: "Ich schwöre dir, dann bist du die längste Zeit Seth Cohen gewesen!" :D Das ist unsere Summer.
Wenig passiert, aber guter Part! (:
Pancakes<3
15.08.2011, 22:09
schön, dass der part euch gefallen hat ;)
@Laura: ja in letzter zeit hab ichs nicht so mit dem plot o.O
Der Part ist ähnlich, find ich:
Part 29
„Warum will sie mich nicht?“, seufzt Seth verzweifelt. Beide Hände hat er in seinen Haaren vergraben, die er sich immer wieder rauft. Seine Beine baumeln von der Steinmauer. „Seth… ich sage das ja nur ungern… aber du bist nun mal ein Looser.“, ja so ist Grace. Sie würde nie etwas Schlechtes über jemanden sagen. Sie spricht immer nur die Wahrheit aus. Und ist nicht die Wahrheit das, wovor wir alle davon laufen? Das, was uns allen Albträume verschafft? „Ein unglaublich süsser, liebenswerter Looser.“, fügt sie hinzu und reibt mit ihrer Hand seine Schulter. „Aber trotz allem ein Looser. Sogar die jüngeren Mädchen wollten nicht mit dir zusammen sein. Und glaub mir, die wären grundsätzlich mit jedem Jungen zusammen, der ein bisschen älter ist als sie.“
„Du bist mir beim Resignieren echt keine Hilfe.“, beschwert er sich und sieht sie böse an. „Captain Oats ist da ja noch hilfreicher!“
„Ach, du wolltest Mitleid? Ich dachte, ich soll dich total auf den Grund schmettern, damit es nur noch besser wird.. sorry.“, entschuldigt sie sich. „Oh Seth du tust mir so leid!“, kommt es nach einer kurzen Pause gleich in einem völlig anderen Tonfall. „Jetzt kommt das nicht mehr so authentisch rüber.“, seufzt er. „Aber danke für den Versuch.“
Monate vergehen. Die Tage verschwimmen ineinander. Prüfungen beherrschen nun den Alltag der Abschlussklasse auf der Harbor. Bis dann der Tag des Abschlussballes vor der Tür steht. Die Mädchen haben schon vor mehreren Wochen ihre Kleider gesucht und manche haben sich sogar extra eins Zuschneidern lassen. Summer und Marissa sind tagelang shoppen gegangen auf der Suche nach der passenden Tasche, den passenden Schuhen und was man sonst noch so braucht. Seth hat kein Date. Wie immer.
Er liegt in seinem Bett und hörte lautstark sein Lieblingslied. Das ist auch der Grund, warum er Sandys Klopfen nicht hört. Also öffnet sein Vater einfach die weisse Zimmertür und blickt um den Türrahmen herum hinein, wo er Seth im Selbstmitleid baden sieht. „Hey Sohn.“, sagt er und betritt das Zimmer nun ganz. Seth sieht rüber und dreht dann mit der Fernbedienung die Lautstärke seines CD-Players ein bisschen runter. „Hey Vater.“, antwortet er und setzt sich mühsam auf. „Solltest du nicht am Abschlussball sein?“ „Ich geh nicht hin.“,erwidert er Kopfschüttelnd. „Und da wird auch alles Aufmuntern nicht helfen, Dad. Das ist hoffnungslos. Endlich bin ich aus der Schule raus, da geh ich da sicher nicht nochmal für einen Abend freiwillig hin. Ich weiss, für dich war das nicht so, aber für mich war diese Zeit die Hölle. Und ich bereite mich jetzt nur noch auf mein College vor. Siehst du das?“, er fuchtelt in der Luft um sich herum rum. „Mich umgibt schon jetzt die geöffnete Atmosphäre, die nur darauf wartet, von Wissen in sich einzusaugen und zu umfangen. Fühlst du dieses Kribbeln in der Luft? Das ist die elektrische Anziehung von Bildung.“, erklärt er seinem Vater ernst, sarkastisch und nickend gleichzeitig, wobei er mit einer Hand unauffällig Captain Oats unter dem Kopfkissen verstaute. Sandy runzelt die Stirn. „Das College beginnt erst in ein paar Monaten.“, bemerkt er. „Dad! Du hast dir doch immer gewünscht, dass ich früher anfange zu lernen oder?“, fragt Seth entrüstet.
Sandy zieht ein Ok-mach-was-du-willst-Gesicht und setzt sich dann auf Seth‘ Stuhl. „Ich kann dich nicht dazu bewegen zum Abschlussball zu gehen, oder?“, fragt er entwaffnet. Seth schüttelt den Kopf: „Nicht um alles in der Welt.“ „Auch, wenn das ein wichtiger Abend in deinem Leben sein könnte?“, fragt sein Vater weiter, worauf wieder nur ein Kopfschütteln folgt. Seth würde sich diese Demütigung ohne Begleitung niemals antun. Er hat die Nase eindeutig voll von Newport. Das ist auch der Grund, warum er gleich nächsten Montag einen Segelturn starten würde. Einfach weg und das so schnell wie möglich. Seine Summerbreeze würde er vorher noch möglichst umtaufen. Er will nichts mehr haben, was ihn an SIE erinnert, wenn er in sein neues, sorgenfreies Leben startet und all diese Wasserballspieler hinter sich lassen kann.
Sandy lehnt sich unschuldig zurück und betrachtet Seth‘ Landkarte. „Ich hab vorhin Summer wegfahren sehen…“, sagt er so ganz nebenbei. Und tatsächlich spitzt sein Sohn urplötzlich die Ohren. „Sie sah wirklich heiss aus…“, grinst Sandy weiter. „Dad!“, wird er gerügt. „Sie schien aber nicht allzu glücklich über ihre pickelige Begleitung… sie hat den armen Kerl keines Blickes gewürdigt.“, erzählt er. Seth sieht automatisch aus dem Fenster. Vielleicht… vielleicht hat er ja trotzdem noch eine Chance? „Ehrlich?“, fragt er nach. Sandy nickt. „Okay, ich geh.“, grinsend schiebt er seinen Vater und Helfer aus dem Zimmer und holt seinen Anzug hervor. Noch nie hat er sich so schnell umgezogen. Gleich darauf stürmt er durch das Haus. „Mum, Dad! Wartet nicht auf mich!“, ruft er und verschwindet schon.
„Du bist toll.“, sagt Kirsten in der Küche zu ihrem Mann und legt ihre Hände auf seine Schultern, wo sie ihn leicht massiert. „Ach, so schwer war das gar nicht.“, streitet er ab und legt seine Arme um die Taille seiner Geliebten. „Klar, wer kann schon dem Charme des Anwaltes Mr. Cohen widerstehen? Sogar im Gerichtshof schmelzen sie alle dahin…“, schwärmt sie. "Du übertreibst." "Mein Mann.", erwidert sie nur stolz und gibt ihm einen Kuss. „Meine Frau.“, kommt es nicht weniger stolz aus seinem Mund. „Wir haben das Haus nur für uns…“, erwähnt sie. „Scrabble?“, grinst er und Hand in Hand gehen sie die Treppe hoch zum Schlafzimmer.
AutumnOC
15.08.2011, 22:56
Aw, der Kirsten und Sandy Moment gefällt mir (:
Pancakes<3
19.09.2011, 17:49
phu so hier passiert mal wieder etwas =)
Das ist der zweitletzte Teil der FF o.O
Part 30
„Summer, hi! Was für ein Zufall, du auf dem Schulball!“, und gleich danach wurde ihm bewusst, wie dämlich das klang. „Wo soll ich denn sonst Ballkönigin werden?“, sie runzelte die Stirn und streichelte mit ihrem Zeigefinger gelangweilt über den Rand ihres Glases. Dieser Seth war schon ein seltsamer Vogel. Aber in Anzug sah er ganz süss aus. Zumindest für den Standard eines Loosers, fand sie. Sie freute sich schon, wenn sie Newport für ihr tolles College verlassen würde und all diese Kerle hinter sich lassen konnte. „Mit Luke hier?“, fragte er einfach, um vom Thema abzulenken. Auch wenn es ihm wehtat. „Nein, er ist mit Holly hier. Dieser…“, das letzte Wort brummelte sie in ihren Becher hinein, als sie einen Schluck nahm. „Er und Marissa haben Schluss gemacht, damit er jetzt in aller Öffentlichkeit mit diesem niveaulosen Miststück rummachen kann!“ Er folgte ihrem Blick und sah tatsächlich, wie Lukes Hand nicht gerade zögerlich über das Hinterteil von dem Blonden Mädchen fuhr. Er war nie zu irgendeiner der Parties eingeladen gewesen und kannte Holly nicht wirklich. Sonst hätte er gewusst, wie normal das für sie war. Aber das sah zumindest gut für ihn aus. „Du hast was besseres verdient.“, sagte er. Etwas überrascht blickte ihm Summer in die Augen und es kam ihm so vor, als würde sie ihn gerade zum allerersten Mal wirklich wahrnehmen. Sie hatte so wunderschöne Rehaugen. „Du hast Recht.“, sie nickte. „Ich hab was Besseres verdient.“
Er fühlte, wie sie sich gerade daran machen wollte, von ihm wegzugehen. Aber er wollte diese Chance, die vielleicht seine letzte war nicht einfach unversucht ziehen lassen. Er musste sie irgendwie in ein Gespräch wickeln… „Wie geht es denn Marissa bei der Sache?“, fragte er gleich. Summer winkte ab. „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, sie hat auch jemand neues.“, sie war in den letzten Tagen eine schlechte Freundin gewesen. Sie war viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt gewesen. Und bald würde Marissa auf das Schiff ihres Vaters gehen und sie würden sich eine Ewigkeit nicht mehr sehen… ohja, Summer hatte viel gutzumachen. „Sorry, Seth, ich geh jetzt tanzen.“, sagte sie gleich, bevor er noch irgendeine weiter fadenscheinige Frage stellen konnte. „Klar.“, sagte er enttäuscht. Am besten würde er gleich wieder nach Hause gehen. „War nett mit dir zu reden.“, wollte er ihr noch mitteilen, aber da war sie schon verschwunden.
Am anderen Ende des Saales, stand ein junges Pärchen nebeneinander. „Ich muss mit dir reden.“, sagte Marissa gleichzeitig wie er. Sie lächelte und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Du zuerst.“, meinte sie und legte die Hand dann auf ihr königsblaues Ballkleid, welches ihr leicht um die Hüften schwang. Er schluckte und machte dann einen Schritt zurück, um etwas Abstand zwischen sie zu bringen. Sein ernstes Gesicht sagte eigentlich schon alles. Trotzdem schluckte sie, um die Tränen zurückzuhalten. Vielleicht war es auch ganz anders, als sie dachte. „Es tut mir leid, aber ich werde mich nicht für dich von ihr trennen. Ich hätte dich gar nie küssen dürfen. Es war einfach ein schlechter Abend…“, schon liefen ihr die Tränen über das Gesicht. Was hatte sie anderes erwartet? Sie war doch immer die zweite Wahl! Bei ihrem Vater, bei Luke und jetzt auch bei Jace. Sie fühlte sich so ungeliebt und verlassen auf der Welt. Klar, sah sie in seinen Augen, wie sehr es ihm leidtat, aber sie musste ihm zeigen, wie wütend er sie machte. Es sollte aussehen, als wären es Tränen der Wut auf ihren Wangen und nicht welche der Verzweiflung. „Ein schlechter Abend! Das war es also!“, sie unterdrückte das Schreien. „Es tut mir leid.“, sagte Jace und drehte sich um. Da ging er dahin, ihr Märchenprinz. Jetzt war sie ganz alleine auf der Welt. Niemand kümmerte sich mehr um sie. Am liebsten hätte sie den Vorhang neben ihr runtergerissen und ihre ganze Trauer, ihre ganzen Gefühle rausgeschrien. Es wurde ihr schwindelig. Sie wusste nicht mehr, wie sie zur Bar gekommen war. Alles tat wer, ihre gesamte Brust zog sich zusammen. Sie war vollkommen in einem Delirium gefangen. Auch, wie sie sich betrank, bemerkte sie nicht mehr. Irgendwann bot ihr jemand an, sie nach Hause zu fahren. Sie stand auf der weissen Veranda mit dem Marmorgelände. Was war die Welt schon? Geld? Ein guter Ruf? Niemand kümmerte sich um seine Nächsten. Niemand interessierte sich für sie. Sie könnte genauso gut tot sein! Niemand kannte sie wirklich. „Tu nicht so, als würde dir etwas an mir liegen!“, schrie sie den freundlichen Jungen an. „Niemandem liegt etwas an mir!“, sie torkelte rückwärts. Dann erhob sie ihren Becher von dem etwas selbst aufgepunschte Limonade überschwappte. „Auf die Abschlussklasse! Hier, wo niemand echte Freunde kennt!“, alle um sie herum wurden still. Ein jüngeres Mädchen schlug sich die Hand vor den Mund. Aber Marissa weinte nur weiter und niemand verstand, was sie sagte unter ihren Schluchzern. „Sind wir stolz auf uns? Dann sag ich uns mal was! Sterben werden wir alle allein! Weil wir nichts zählen! Wir sind egal!“, schrie sie. Warum starrten die sie alle so an. Sie machte noch einen Schritt rückwärts. Die hellen Lichter des Saales drehten sich vor ihren Augen und die Rosen zu ihrer Linken verdoppelten sich langsam. „Ich bin euch doch allen egal….“, sagte sie leise. Mit viel zu viel Schwung drehte sie sich um. Sie verlor das Gleichgewicht. Das junge Mädchen schrie auf und presste die Augen zu. Summer kam aus dem Saal gerannt. „Marissa!“, schrie sie panisch und stolperte wegen diesen verfluchten High Heels. Ihre beste Freundin riss die Augen weit auf, als sie es nicht mehr schaffte, sich mit einem Bein aufzufangen. In dem Moment, wo sie in der Luft stillstand, bereute sie nichts. Sie bereute keinen einzigen Schritt, der dazu geführt hatte, dass sie hier jetzt stürtzte. Wozu?, fragte sie sich. Wozu ein Leben führen, das sowieso nicht gebraucht wird? So ist es doch viel einfacher...Sie knallte der Länge nach auf die Treppe und durch den ganzen Schwung rollte sie die Kanten noch weiter nach unten. Sie hinterliess eine Blutspur und blieb reglos am Ende der Marmortreppe liegen. Während Summer in sich zusammenbrach, schwebten auf die Erde langsam weisse Rosenblätter, welche Marissa mit sich in den Tod gerissen hatte.
AutumnOC
20.09.2011, 19:38
:O Ist sie wirklich tot?!?!
Summer<333
21.09.2011, 15:56
Oha. Ehem...Flo?! O.o
Damit hab ich ganz bestimmt nich' gerechnet xDD Aber es is' zumindest ganz schön geschrieben UND beschrieben mit dem Rosenblätter-Drama-Dingsbums, weißt schon, was ich mein'^^
Vorletzter Teil schon? :'(
Pancakes<3
19.10.2011, 19:32
Part 31
Seth fühlt, wie Summer seinen Arm etwas fester drückt, stockend schluckt und ihn dann los lässt, um zum Grab zu gehen und eine Rose hineinzuwerfen. Sie bleibt einen Moment stehen und blickt auf den dunklen, hölzernen Sarg hinunter, in dem Marissa ihre Ewigkeit verbringen würde. Es steht noch kein Grabstein dahinter, sondern ein provisorisches Kreuz mit ihren Lebensdaten, dass mit einem richtigen Mal ersetzte werden würde, sobald er fertig gemeisselt war. Summer wendet sich ab und geht zu Julie und Jimmy. Sie umarmen sich und dann verässt Summer den Friedhof. Sie hat keine Lust bei dem folgenden, schleimigen Essen dabei zu sein. Sie ist sich sicher, dass Marissa ihr nicht böse gewesen wäre.
Nachdem Seth sich verabschiedet hat, folgt er ihr zum Parkplatz. In der letzten Woche war er ihr völlig ohne Hintergedanken beigestanden. Mehrere Wutattacken hatte er erlebt, gefolgt von Tränenmeeren, die schliesslich alle in seinem Shirt endeten, das sie zuvor noch geschlagen hatte. Aber Summer ist stark. Sie ist schon immer die Stärkere der zwei gewesen und Seth ist sich sicher, dass sie es schaffen wird, damit umzugehen. Er weiss, von unzähligen Gesprächen, wie leer sie sich fühlt, wie alleingelassen und wie wütend sie auf die Welt ist, die ihr das angetan hat und die sie nicht mehr versteht. Es kam Summer vor, als wäre der gesamte blaue Himmel auf sie eingestürzt und er erdrücke sie nun. Seth hat während diesen Gesprächen geschwiegen und ihr sanft übers Haar gestreichelt.
Nun steht sie mit gefasster Mine vor sich, aber er weiss, dass sie gerade ihr Papiertuch in ihrer Tasche versteckt. Sie ist ganz in Schwarz gekleidet, von den Strümpfen bis zu ihrem Haarband. Aber sie ist nicht geschminkt. Sie wusste an diesem Morgen, dass ihr Gesicht danach sowieso verschmiert sein würde. Jetzt waren lediglich ihre Augen rot. Sie sieht ihn an. „Weisst du, sie war meine Familie. Auf meinen Dad war nie verlass, Geschwister hab ich keine und Mütter waren auch nie das Wirkliche für mich. Aber Marissa, Marissa war Alles in einem. Und ich habe keine Ahnung, wie sie das hingekriegt hat.“, sagt sie mit gefasster Stimme. Seth bleibt einen Moment stehen, nickt dann und öffnet die Autotür. Er weiss, dass Ablenkung genau das ist, was sie jetzt braucht. Sie ist ein euphorischer Mensch und muss sich immer irgendwo hineinstürzen können. Gut, dass das College bald anfängt und die Brown schon auf Summer wartet. „Komm.“, fordert er sie auf. „Du hast noch einen Koffer zu packen.“ Dankbar sieht sie ihn an und sie fahren zu ihr nach Hause.
Zu Oberst im Koffer liegt nun ein eingerahmtes Bild, von einem Strand und zwei glücklichen Mädchen, die ausgelassen in die Kamera lachen.
Seth fügt sich an der Westküste in eine Gruppe von jungen Musikern ein. Er ist sowas wie der Gruppentherapeut und zum ersten Mal in seinem Leben gehört er an einem Ort wirklich dazu. Es ist ein tolles Gefühl, wenn einer der Jungs ihm auf die Schultern klopft, wenn er gerade in Plakat für den nächsten Auftritt in irgendeinem Verbindungshaus zeichnet.
An Tanksgiving fährt er nach Hause und wird dort fröhlich empfangen. Sie würden zusammen mit den Roberts und Coopers gross zu Abend essen. Er erwartet nichts Besonderes und freut sich eher mehr darauf, wieder im eigenen Bett zu schlafen. Es klingelt. „Ich geh!“, ruft er und läuft die Treppe hinunter. Wahrscheinlich ist es Kirsten, denkt er. Doch dann öffnet er die Tür und blickt erstaunt hinunter. „Summer!“, sie presst die Lippen zu einem Lächeln zusammen. „Hi.“, sagt sie freundlich. Er tretet einen Schritt zur Seite und nimmt ihr die Jacke ab, die sie sich übergeworfen hat. „Wir haben uns schon ewig nicht mehr gesehen. Wie geht’s dir?“, eigentlich haben sie sich seit letzten Sommer, seit sie aufs College gegangen sind, nicht mehr gesehen. „Gut.“, antwortet sie nickend und schlägt ihm dann leicht gegen die Schulter. „Und du Cohen? Was stellst du so an?“ Sie hat sofort bemerkt, dass sich seine Ausstrahlung irgendwie verändert hat und nicht mehr so ist, wie in ihrer Erinnerung. Und sie setzen sich aufs Sofa und reden über das Leben am College. Während des Essens lächelt Summer ab und zu ihm herüber. Sie beide haben sich verändert. Als es zum Abschied geht, zögert Seth. Er hat seine gesamte Schulzeit in Newport diesem Mädchen gewidmet. Warum ist er jetzt nicht reifer geworden? Warum verschwendet er auch noch die Collegezeit voller neuen Chancen damit, ihr nachzurennen? „Wie lange bist du noch hier?“, was er nicht weiss, ist, dass Summer unheimliche Erleichterung überkam, als der das fragte und sie verabreden sich für den nächsten Tag.
Und mit dieser Frage beginnt etwas, das eigentlich keine Perspektive hat. Seth und Summer haben beide vollkommen verschiedene Leben mit fast dreitausend Meilen zwischen ihnen. Und bei beiden schwebt dieser Gedanke im Kopf. Aber spätestens, als Summer sich zum ersten Mal auf die Zehenspitzen stellt, ihn küsst und dann grinst: „Das hätte ich schon lange mal machen sollen.“ , sind alle Sorgen wie weggewischt. Seth‘ Augen funkeln und Summer weiss, dass sie mit ihm jemanden gefunden hat, der nicht nur ihre Zuneigung teilt, sondern auch ihre Vergangenheit. Keinem von beiden war in diesem Moment bewusst, dass sie nie wieder jemand anderen küssen würden.
--> ich hab jetzt drei verschiedene Versionen des Endes geschrieben. Einmal findet Summer ihren Traummann und Seth wird ein Karrieremensch. Einmal wird Summer überfahren und ist tot. Und ich weiss nicht wieso, dass ich mich jetzt trotzdem für das Happy-End entschieden habe, denn ich mag Happy-Ends nicht. Aber ich denke nicht, dass ich es irgendwie besser hingekriegt hätte, obwohl ich es mir gewünscht habe.
SuperSauerbraten
19.10.2011, 19:50
hättest du summer umgebracht.. -.- grrr *-* ://
aber ansonsten.. wow super ende ((: auch wenn's schade ist..
♥♥♥
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