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Felipe
15.03.2005, 19:37
Kann mir jemand helfen ich muss einen Aufsatz schreiben freies thema. Und ich weiss nicht über was ich schreiben will.

Steffi
15.03.2005, 19:45
Hhm, mal überlegen - freies Thema?

- Schiedsrichterskandal
- Flutkatastrophe/Aufbauarbeiten
- OC ( ;))
- Politik
- Erlebnisaufsatz *g*
- gilt ne Buchbeschreibung auch?

war jetzt so das erste, das mir in den Sinn gekommen ist...

Lex
15.03.2005, 19:46
Freies Thema in wie fern?
Kannst du über alles schreiben? :-?

Felipe
15.03.2005, 19:51
Es darf nicht perwerses sein :

Aber über Politik habe ich schon mal und Weltgeschehen auch

und OC weiss ich nicht so viel und eine Buchbeschreibung ich weiss nicht ist auch nicht so das

Steffi
15.03.2005, 19:54
vielleicht was Geschichtliches?
- Angriff auf Pearl Harbor z.B. (ok, net des beste Beispiel, aber ich glaub du weißt was ich mein...)
- über Troja oder sowas?

Ansonsten weiß ich leider auch nix mehr, sorry! Trotzdem viel Glück und Erfolg! #hallo#

Felipe
15.03.2005, 20:00
ich könnte ja irrgendwas schreiben :D
nein scherz ja geschichte klingt gut oder ich mach was über musik
ganz easy
ich fange mal an

F@ke
15.03.2005, 22:34
Mhm, habe gerade American History X gesehen, Rassimus oder White Power usw. könnte auch ein interessantes Thema sein.
Oder Internet.

Felipe
16.03.2005, 06:22
Internet ist auch gut mhmm jetzt kann ich dann vieleicht mal anfangen

flowers1982
16.03.2005, 07:40
ich habe mal über das universum, mach das bloss nicht. habe ne glatte vier kassiert, weil zu viel zahlen dabei waren. und einiges erst in einigen jahrzehnten auftretten könnte.
ein freies thema ist ein sehr grosses thema, nimm doch ein aktuellen anlass, die arbeitslosigkeit.

Felipe
07.04.2005, 18:43
So jetzt habe ich meinen Aufsatzt bzw. Arbeit geschrieben und meine Lehrer hat mir die Höchst note dafür gegeben . :D Ich dachte mir ich hänge den aufsatz einfach mal unten ran wenn ihr ihn klauen wollt für eine gute note in der Schule *plagier* ;)

6Aufsatz 21.März2005

Was zu viel ist, ist zu viel

Aan einem regnerischen Sommertag saß eine zitternde junge Frau auf dem Sofa des Psychiaters Dr. Monsieur Zinzin und starrte ihre Füße an. Sie machte einen jämmerlichen Eindruck. Ihr pechschwarzes langes Haar klebte triefend nass an ihren Schultern. Die Frau versuchte ihre abgemagerte Figur hinter den viel zu großen Hosen und dem XXL T-Shirt zu verstecken. Monsieur Zinzin versuchte sie mit beruhigenden Worten zu trösten. Zinzin: ? Gute Frau, wollen sie mir nicht erzählen, was so schlimmes passiert ist? Was sie so durcheinander bringt?? Die letzen Worte des Psychiaters verstand man nicht mehr, weil das jmmern der Frau noch lauter wurde. Sie schüttelte den Kopf mehrmals. Unerwartet entfernte sie ihren Blick von ihren Füssen und sah Zinzin an, wobei auch ihr flenen verstummte. Es vergingen sicherlich ein bis zwei Minuten bis die Frau ihren Mund öffnete und von ihrem bisher kläglichen Leben anfing zu berichten.

Meine Mutter erzählte mir einmal, dass ich Quebec am 13. Oktober 1971 das Licht der Welt erblickte. Die berühmte Pianistin Nathalia Josephine Potter war meine Mutter. Mein Name lautet daher Josephine Kathrine Potter. Mein Vater ist ein erfolgreicher Computer Geschäftsmann Richard Potter. Er war so gut wie nie zu Hause, sondern immer auf Reisen. Mir fiel das gar nicht auf, weil meine Mutter eine menge Zeit für mich übrig hatte. Jeden Tag konnte ich viel lachen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich mein Leben so schlagartig ändern würde. Es kommt mir vor als wäre es erst gestern gewesen. Am 27. Dezember 1987 überfuhr vor meinen Augen ein Auto meine Mutter. Ich höre heute noch ihr Schreien in meinen Ohren. Mein Papa schaffte er sogar zu spät an die Beisetzung zu kommen. Ich schämte mich für ihn. Am selben Abend betrat er mein Zimmer und meinte zu mir: ? Josephine, ich verspreche dir, dass von nun an alles anders wird.? ? Ach ja? Wie anders? Dein Leben besteht aus deinem Geschäft! Wann willst du dir den Zeit für mich nehmen?? fiel ich ihm ins Wort. ?Das ist der Grund, warum ich heute zu spät kam. Ich habe das Geschäft verkauft? Ich spürte wie es in meinem Hals ganz eng wurde. Er, der für sein geliebtes Geschäft. gemordet hätte. Er, der mit seinem Geschäft mehr verheiratet war als mit seiner Frau, hat es verkauft. Er erzählte weiter: ? Ich verkaufe es, damit wir ein neues Leben beginnen können in einem anderen Land. Ich weiß auch, schon wo es hin geht nach Frankreich.? ?Und was ist mit Mama?? fragte ich mit einer tonlosen Stimme. ? Du weißt doch, sie wird immer mit uns sein. Wir ziehen in die nähe von Kerfeunteun. Dort nahe am Meer soll es sehr schön sein.? ?Wir können es ja mal versuchen?, seufzte ich. Als ich unser neues Zuhause das erste Mal sah, dachte ich, hier will ich nie mehr wegziehen. Ein ganz amerikanischer baustill beherrschte das Haus. Neben dem Haus stand ein schöner großer Baum. Mein Vater warf mir den Hausschlüssel zu und meinte: ? Such dir ein Zimmer aus, das dir gefällt, du darfst es dir auch so einrichten wie es dir gefällt. Wenn du Geld brauchst, frag mich nur.? Er lächelte und begann pfeifend einen Möbelkatalog zu studieren. Ich öffnete die Tür und ein leeres Haus blickte mir entgegen. Im oberen Stock wurde ich fündig. Ein wunderschönes Zimmer. Fenster so groß wie Türen, mit Ausblick auf den Park, der gegenüber dem Haus lag. Ich wusste schon genau, wie ich das Zimmer einrichten wollte. Zuerst strich ich eine warme orange Farbe an die Wand. Dann musste ein Himmelbett her, ein Schreibtisch, ein Bücherregal und zum Schluss sonnen farbige Vorhänge. Mein Vater richtete den Rest der Wohnung ein. Ich erforschte in der Zwischenzeit das Dorf. ?Wer bist du den?? rief ein Junge in mit knallroten Haaren. ? Meinst du mich?? fragte ich. ?Nein, ich meine den unsichtbaren Freund neben dir! Ja dich!? meinte er lachend.
?Ich bin Joey Potter und komme aus Boston?, stellte ich mich vor, ?und wer bist du?? ?Ich bin Jérôme und bin von hier?, grinste er. ?Wieso kommt ihr den von Bo...?, er wollte gerade etwas fragen als, ich auf die Uhr blickte und bemerkte, dass ich schon längst zuhause sein müsste. ?Ehm Verzeihung, aber ich müsste schon längst zuhause sein. Wir sehen uns sicher wieder. Bis bald.? Nach diesem Satz rannte ich so schnell ich konnte nach Hause. Papa wurde gerade fertig mit dem Abendessen. ?Und, schon jemand kennen gelernt?? fragte er neugierig. ?Ja, ein Junge er heißt Jérôme. Ich bin so müde, ich gehe jetzt ins Bett. Gute Nacht.? Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und ging zu Bett.
?Josephine Kathrine Potter, wenn du nicht augenblicklich aufstehst, kommst du zu spät in die Schule?, schrie mein Vater hoch. Ich blinzelte auf meinen Wecker und schoss auf wie vom Blitz getroffen. ?Ich komme zu spät!? redete ich mir immer wieder ein. Ohne Frühstück verließ ich das Haus. In der Schule angekommen, hatte es anscheinend schon geläutet. Ich kramte meinen Stundenplan hervor den ich zugeschickt bekam. Um diesen Unterrichtsplan zu begreifen muss man schon Albert Einstein sein. Ich rannte den langen Korridor entlang weil ich zu hinterst noch eine Tür offen stehen sah. Dabei schaute ich erneut auf den Plan. ?Boing?, ein lauter Knall war zu hören und ich lag am Boden. Ich verspürte einen stechenden Schmerz am Kopf. ? Ach Mist, keine Augen im Kopf oder was? Wie blöd muss man sein!?. Den Satz konnte ich gerade noch beenden, als ich sah, in was für einen tollen Typen ich lief. Er musste sich so um meine Jahrgänge herum aufhalten. Er sah aus wie ein Elektriker. Sein schwarzes Haar kräuselte sich leicht und er besaß braune Augen. Er sah mich genau so verblüfft an wie ich ihn: ?Pardon, ich wollte ehm; ich wollte eigentlich schon aufpassen? stotterte er und musterte mich von oben bis unten. ?Mich nennt man Guillaume und wie heißt du?? ?Joey!? mehr brachte ich einfach nicht heraus. ?Hast du keinen Unterricht?? wunderte er sich. ?Doch schon aber ich werde aus meinem Stunden plan nicht schlau?, antwortete ich. ?Lass mal sehen. Ach das liegt auf meinem Weg ich bring dich dort hin?, lächelte er. Ich wusste genau, er musste einen Umweg in Kauf nehmen.
Er klopfte an die Tür und eine Lehrerin mit einem spitzen Gesicht öffnete die Tür. ? Da ist sie ja. Wir vermissten dich schon.? Sie legte ihre Hand auf meine Schulter und führte mich ins Klassenzimmer hinein. Ich schaute nochmals zurück zum Elektriker. ?Würdest du dich gleich selber vorstellen.?
Ich nickte und meinte kurz: ? Ich bin Joey Potter und komme aus Boston.? Madame Rondelle übernahm wieder das Wort: ?Also Joey dann setz dich auf einen freien Stuhl.? Ich nahm neben einem blonden Mädchen platz. ?Wie heißt du?? fragte ich neugierig. Sie sah mich kurz an. ?Hannah?, und schaute wieder zum Fenster hinaus. In der Pause setzte ich mich auf die Treppe und schaute den Knaben zu, wie sie Fußball spielten. Verkrampft versuchte ich Jérôme zu sichten aber erfolglos. Ich dachte wieder an den knackigen Typen der mir so Eindruck bescherte. In Gedanken versunken bemerkte ich gar nicht, dass sich ein Mädchen neben mich setzte und mich anstarrte. Bis sie mich ansprach: ?Entschuldige, ich wollte vorhin nicht unhöfflich sein, aber ich erschreckte mich so, dass du dich neben mich gesetzt hast.? ?Wieso denn das?? Wollte ich wissen. ?Es ist nur?, Hannahs Stimme wurde leiser, ?mich mag keiner wirklich.? ?Das stimmt nicht, ich mag dich. Du schienstmir von Anfang an am sympathiesten. Kennst du Jérôme?? ?Ja, der ist noch ganz in Ordnung. Hab auch schon mit ihm?, die Glocke läutete und ich verstand die restlichen Worte nicht mehr.
Mein Vater überraschte mich auch. Er nahm sich immer die Zeit für mich wen ich es wollte. Ich verstand mich blendend mit Hannah. Aber von Guillaume habe ich nichts mehr gehört. Die Monate vergingen wie im Fluge und schon bald kam der kalte Winter. Die ersten Schneeflocken wehten vom Himmel, als ich mich auf den Heimweg begab. Hannah musste mir heute alles von ihrem neuen Freund Bastien erzählen. ?Bastien hat, Bastiens tut, Bastien, Bastien, Bastien?, sie strapazierte meine Nerven wie noch nie. Ihr Ewiges schwärmen für diesen ach so tollen Typen. Konnte es sein, dass mich die Eifersucht auf Hannah heimsuchte? Diese Gedanken wurden mir aber schnell genommen, als mir von hinten eine Waffe in den Rücken gehalten wurde. Eine tiefe Stimme mit eine hässlichen ?R? Akzent hauchte mir ins Ohr: ?Du wirst dich jetzt in das Auto setzten und mit uns fahren und wenn du dich weigerst, siehst du das Tageslicht nie wieder.? Was blieb mir anderes übrig als in den schwarzen Jaguar zu steigen. Zwei andere Männer saßen schon im Auto. Sie alle trugen schwarze Kleidung und eine unmögliche schwarze Stoppelfrisur. Ich schaute hinaus um mir zu merken, wohin sie mich fuhren. Die drei wechselten kein Wort mit einander. Auf einmal hielt der Fahrer und ich musste aussteigen. Wieder dieser Typ mit dem fürchterlichen Akzent erläuterte mir, dass für mich von nun an die Fahrt jetzt im Kofferraum weiter gehe. Na wunderbar, im Kofferraum herrschte ziemlich stickige Luft. Was wollen diese Männer von mir? Ich habe doch denen gar nichts getan. Die Fahrt dauerte Stunden und ich überlegte mir was wohl mein Vater gerade macht und ich andauernd schaute auf meine Uhr. Nach drei Stunden hörte ich wie der Motor ausgeschaltet wurde. Der Kofferraum wurde geöffnet und ich musste aussteigen. Das tat gut wieder einmal frische Luft zu schnappen. Erst jetzt bemerkte ich, dass wir in einem Waldstück sind .Vor uns war eine riesengroße Villa. Sie brachten mich ins Haus. Die Einrichtung des Hauses ähnelte einem Schloss. Ein langgezogener Korridor mit vielen Türen. Der nächste Raum bestand aus einem Tisch, einem Stuhl, einem Bett, einer Toilette, einem Waschbecken, einer Dusche, einem Fernseher mit spiel Konsole, einer Couch und einem Fenster mit Gitterstäben. ?Da wirst du dich in der nächsten Zeit aufhalten. Essen gibt es dreimal am Tag.? Versuchte er mit nettem Ton zu erklären , ?noch fragen?? ?Ja! Was habt ihr mit mir vor? Wieso bin ich hier?? fragte ich neugierig. ?Das ist alles nur ein Spiel? Wenn dich drei Wochenlang niemand hört oder sieht, gewinnst du Eine Million France. Ich habe ganz vergessen mich Vorzustellen ich bin Mustaf, der Fahrer nennt sich Stanislav der andere heißt Milvan. Im Namen unserer Organisation wünsche ich dir noch einen schönen Aufenthalt.? Mit diesen Worten verließen die drei das Zimmer. Die glaubten doch wohl nicht im ernst, das ich ihnen dieses Märchen abkaufe. Wen es sich nur um ein Spiel handelt, dann hätten die mir sicher nicht eine Waffe an den Kopf gehalten. Ich konnte sowieso nichts tun . Na ja ich genehmigte mir zuerst eine Dusche. Danach versuchte ich einwenig zuschlafen. Bis jemand die Tür öffnete und mir das Morgenessen brachte. Kroch ich aus dem Bett und aß die Cornflakes, die ich bekam.

Felipe
07.04.2005, 18:44
Fortsetzung

Die Woche verging ziemlich schnell, ich spielte die ganzen Tage Videospiele. Mit der zeit wurde mir dies aber zu langweilig weil ich alle Spiele schon etwa hundertmal besiegt habe. So musste ich mir einen neuen Zeit vertreib suchen. Ich schaute aus dem Fenster und überlegte mir was ich jetzt tun könnte. Da sprang die Tür auf und einer Milvan fasste meinen Arm und schleifte mich aus dem Zimmer. ?Wir haben es uns anders überlegt,? meinte er in schweren Atem Zügen. Ich musste wieder in den schwarzen Jaguar steigen. Stanislav und Mustaf saßen schon im Auto bereit zur Abfahrt. Auf der Landstrasse bemerkte ich das uns die Polizei verfolgte. Mustaf stammelte etwas auf Russisch. Anstatt anzuhalten trat der Stanislav das Gasbettal noch ganz durch. Die Polizei konnte mit dem raschen Tempo des Jaguars nicht mit halten und verschwand somit bald hinter einem rank. Der Stanislav ergriff die Chance und bog in eine neben Strasse ein wir hörten noch wie sie an uns vorbei fuhren. ?Das war Haarscharf,? rutschte mir unerwartet aus dem Mund. Die drei Männer schauten mich total verblüft an. Die fahrt wurde fortgesetzt und es herrschte ein eisiges Schweigen. Mustaf nahm ein Mobiltelefon aus der Tasche und wählte eine Nummer. ?Hier ist Mustaf? , verkündete er; ?wir konnten gerade noch flüchten. Die kleine ist bei uns.? Ich hörte wie eine Stimme am anderen ende befahl: ? Erhöht das Lösegeld! Ich will diesen Richard Potter leiden sehen und wenn er nicht Zahlt tötet sie!? ?Und wohin mit der kleinen?? ?Ich besitze ein Wald haus in Nantes, Milvan kennt den Weg. Dort knebelt ihr sie und sperrt sie in den Keller. Nachdem treffen wir uns in Kerfeunteun? nach diesen Worten rutschte mein Herz in die Hosen. Mein Papa muss etwas ganz schreckliches getan haben das die in so Leiden sehen wollen. Angekommen knebelte mich Milvan und Mustaf hörte ich telephonieren ich konnte aber kein Wort aus diesem Gespräch verstehen. Sie sperrten mich in einen dunklen feuchten Kller. ?Wir holen dich sobald dein Vater die geforderte Summe rausrückt!? meinte Mustaf richtig habgierig. Ich hörte wie sie mit quietschenden Reifen davonfuhren. Da saß ich nun völlig unbequem im lichtlosen Keller. Der Hunger und Durst wurde unerträglich für mich. Es fühlte sich an, als hätte ich ein riesiges Loch im Bauch. Da ich mich nicht bewegen konnte, musste ich mir sogar in die Hosen machen. Ich wusste nicht ob die mich verhungern lassen wolltenoder über kurz oder lang wieder vor bei schauten. Ich weiß nicht, wie viele Tage vergangen waren bis sich Mustaf wieder einmal blicken lies. Er brachte mir Wasser und ein Stück Brot mit. ?Dein Vater ist ein zäher Bursche. Er will dich am Telefon hören. Du wirst ihm sagen, dass es dir gut gehe. Hast du mich verstanden?? Ich nickte nur. Er hielt mir das Mobiltelefon ans Ohr und ich hörte meinen Vater sprechen: ?Josephine wie geht es dir?? ?Mir geht es gut?, äußerte ich mich Tonlos, ?Nantes! Nantes! Schrie ich in den Hörer. Mustaf erschrak so fest, dass er mir das Handy aus der Hand riss und mir eine scheuerte. ?Was fällt dir ein, du undankbares Pack!? tobte er vor Wut Dankbar? Hatte der Typ eine an der Klatsche. Eingesperrt in diesem finsteren Keller und da soll man noch Dankbarkeit zeigen. Mustaf nahm mich unter seinen Arm und floh mit mir ins Auto. Ich stand Todesängste aus. Er könnte mich ins Meer werfen oder mich erschießen. Das tat er aber nicht die Fahrt endete nach zwei Stunden in einem Wald. Dort befand sich ein kleines Häuschen. Dort schloss er mich ein. ?Du kannst glücklich sein das ich dich am Leben gelassen habe?, sprach er mit einem böswilligen Lächeln auf dem Gesicht. Die Reifen quietschten wieder als er abfuhr. Eine unheimliche Stille verbreitete sich. Wie lange muss ich denn hier verweilen, fragte ich mich. Bis jemand unvermutet die Tür des Waldhäuschen öffnete und zwei Gestallten vor mir standen. Als die kleinere Gestalt näher kam erkannte ich sie. ?Joey bist du in Ordnung? Igitt hier riecht es aber übel!? stellte er mit Entsetzen fest und band mich los. ?Jérôme was machst du denn hier?? Erst jetzt sah ich auch, wer sich hinter der zweiten Gestallt verbarg. Der schönste Mann auf Erden Guillaume. ?Na was wohl wir wollen dich befreien, ? erläuterte Jérôme mir. ?Komm wir müssen schnell verschwinden Guillaume fährt uns.? Guillaume lächelte und half mir auf die Beine. ?Wir haben dir ein paar frische Kleider mitgebracht du kannst dich schnell umziehen und dann steigst du sofort in unseren Wagen. Wir warten dort. Jérôme schob Guillaume vor sich her. Der kaum seine Augen von mir lassen konnte. Im Wagen angekommen startete er die Karre und wir flitzten davon. Jérôme erklärte mir, dass er und Guillaume zwei möchte gern Detektive seien. ?Und wieso wusstet ihr, wohin die mich gebracht haben? Und dass ich überhaupt entführt wurde?? fragte ich. Wir sind diesem unmöglich dämlichen Jaguar gefolgt. Dass du entführt wurdest weiß doch jeder. Du kommst Tag und Nacht in jedem erdenklichen Fernsehkanal. Dein Vater bittet immer wieder im Fernseher dass, sie dich freilassen sollen. Das ganze Land spricht nur noch von dir.? Ich spürte wie mir die peinliche Farbe rot ins Gesicht schoss. Guillaume schaute in den Rückspiegel zu mir und fragte: ?Hast du Hunger?? Ich nickte nur, denn ich brachte kein Wort mehr heraus. Mich bringen die im Fernseher. Mich nur mich alleine. In einem Restaurant spachtelte ich Teller für Teller leer. Nach dem Essen überkam mich die Neugier doch: ?Ich konnte ein Gespräch mitverfolgen, dort sagte einer der Entführer er wolle meinen Vater leiden sehen. Wisst ihr was er den Männern so schlimmes angetan hat?? ?Nicht direkt?, antwortete Guillaume, ? aber ich weiß, dass dein Vater das Geschäft in Quebec an diesen Läuten verkauft hat. Ich weiß auch, dass diese Leute von Russland sind und ziemliche krumme Sachen treiben, Geiselnahme inbegriffen. Wir begeben uns am besten auf den Heimweg.? Die Leute starrten die ganze Zeit mich an und tuschelten mit einander. Ich glaube, das war auch der Grund, warum Guillaume verschwinden wollte. Auf der Fahrt nach Hause herrschte absolute Stille. Ich bemerkte aber, dass Guillaume immer wieder in den Rückspiegel schaute und mich anlächelte. ?Die Fahrt wird in wenigen Minuten zu Ende sein und ich freue mich sie wieder einmal in meinem schönen Occasion Auto zu begrüßen?, grinste Guillaume. Die Türen in unser Haus standen weit offen. ?Papa! Papa! Ich bin wieder...? Ich stieß einen gewaltigen Schrei aus. Das ganze Haus stand auf dem Kopf und in der Mitte des Wohnzimmers lag mein Vater in einer Blutlache tot. Guillaume und Jérôme eilten zu mir. ?Was??, wollten beide fragen. Aber sie hielten es wohl für besser zu schweigen. Ich kniete zu meinem Vater auf den Boden um zu schauen ob er wirklich Tod sei. Guillaume nahm mich an den Schultern und führte mich aus dem Haus. Er setzte mich in den Wagen und fuhr mich zu ihm nach Hause. ?Willst du einen Tee?? fragte er in einem ruhigen Ton. ?Ja?, quiekte meine Stimme, ?Warum musste er sterben?! Warum? Wir kamen zu spät wir hätten nie ins Restaurant dürfen?? weinte ich. Guillaume nahm mich in den Arm und flüsterte mir ins Ohr. ?Dann hätten sie uns auch noch erwischt. Und mein Leben ist mir Lieb so wie du mir auch.?
Drei Monate später. Vieles änderte sich. Ich durfte bei Guillaume und Jérôme einziehen. Vier Täter konnte die Polizei fassen, die meinen Vater auf dem Gewissen hatten. Der Grund, warum sie meinen Vater getötet haben, erfuhr ich erst jetzt. Sein Geschäft in Quebec verkaufte er nur, weil er kurz vor dem Konkurs stand. Er konnte dies relativ gut vertuschen indem er in den Radios und überall erzählte, dass er jetzt in die Börse einsteigen will und sein Geschäft hohen Umsatz zu verzeichnen habe. Auf diese Prahlerei wurde auch die Russenmafia neugierig. Meinem Vater kam es gerade Recht, dass meine Mutter starb. So konnte er das Geschäft ohne großes Aufsehen viel zu teuer an die ODESSA verkaufen. Die dachten, sie hätten gut gedealt, was für einen Berg schulden das Geschäft besaß, bemerkten sie erst später. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass der Tod meiner Mutter kein Unfall war. Die vier Täter bekamen acht bis zehn Jahre Freiheitsentzug. Es brauchte schon seine Zeit bis ich wieder zu meinem gewohnten Rhythmus fand. Jérôme wurde Privatdetektiv und wanderte nach England aus. Hannah hatte schon längst wieder einen neuen Freund mit dem sie auch durchbrannte in Richtung Süden. Ich fand auch meine große Liebe. Guillaume und ich wurden ein Paar. Drei Jahre nach dem Tod meines Vaters heirateten wir.
Heute jährt sich der Todestag meines Vaters zum neunten Mal und ich dachte mir nichts Böses dabei. Wir spazierten zusammen unter einem Regenschirm im Park. Ein dumpfes Geräusch hörte man noch und schon lag Guillaume am Boden. Ich blickte zurück und sah die Gestalt von Mustaf der gerade auf mich zielte ich rannte los. Er wurde wohl heute freigelassen und wollte sich rächen. Was ihm auch gelang. Wieso macht der mein ganzes Leben kaputt?

?Diese Frage kann ich ihnen leider auch nicht beantworten? Sie müssen jetzt wohl einfach für den Verlust büßen den ihnen ihr Vater beschert hat?, versuchte Monsieur Zinzin zu erklären. ?Wieso rannte ich nur davon? Ich hätte jetzt doch endlich einen Grund gehabt diese Welt zu verlassen zusammen mit Guillaume!?, meint Joey verzweifelt. Zinzin widerspricht: ?Sagen sie nicht so etwas. Ich halte es für eine Sünde wenn man sein Leben einfach wegwirft. Das ist eine Beleidigung an den Lieben Gott?, er stockt kurz und schaut Joey an! ?Ich glaube eine ärztliche Behandlung in einer Klinik würde ihnen gut tun. Sie müssen die ganze Vergangenheit verarbeiten. Ich sehe dass ihnen das noch nicht gelungen ist. Sie müssen wieder an Körpergewicht und Selbstvertrauten zu legen. ? Sie nickte nur zu stimmend.