Ich mag den Part irgendwie voll =)
Part 28
Summers Auto war kaputt. Wütend stampfte sie auf den Boden, als auch Marissa ihr Handy nicht abnahm. Das konnte eventuell damit zu tun haben, wie sich Summer am letzten Abend ihr gegenüber verhalten hatte. Sie knurrte und begann dann loszulaufen. In der Gegend wohnten schliesslich viele Schüler der Harbor und auch Marissa lag jetzt nicht allzu weit entfernt. Irgendwer würde sie schon mitnehmen. Sie fand es nur schade um ihre hübschen neuen Peeptoes, die nun dem rauen Betonboden ausgeliefert waren. Sie war nun schon vier Strassen weiter, als sie neben sich ein Rollen vernahm. Sie drehte sich um und sah Seth auf sie zukommen, in einem halsbrecherischen Tempo auf seinem Skateboard. „Hi Summer!“, sagte er und stoppte neben sie. Gekonnt hob er das Brett unter seinen Arm. „Sind wir heute umweltfreundlich?“, fragte er sie und sie verzog das Gesicht bist du irre? „Mein Auto ist schrott.“, erklärte sie schlecht gelaunt. „Und Coop ist noch sauer auf mich.“, machte sie weiter und zog eine Schnute. „Mir ist gestern Abend nicht entgangen, dass da zwischen euch ein Krisengebiet ist.“, bemerkte nun er und sah sie an. „Was ist denn los?“, fragte er sie, wobei er es gut verstehen würde, wenn sie es ihm nicht sagen würde. So gut waren sie ja doch wieder nicht befreundet. Aber sie fühlte sich alleine und war nicht gut drauf und deswegen zuckte sie mit den Schultern, bevor sie seufzte: „Sie hat mich erwischt wie ich nach dem Rummachen aus dem Jungsklo kam und ist wütend, weil ich ihr nicht sagen will, wer es ist.“
Seth schluckte. Seine Welt brach zusammen. Schwarz. Überall schwarz. So musste sich die Apokalypse anfühlen. Wo war Superman, wenn man ihn mal brauchte? Ein Kloss bildete sich in seinem Hals. Aber er konnte jetzt nicht aufhören. Er musste es wissen. Er musste wissen, wen sie vor ihm bevorzugte. „Wer ist es?“, fragte er heiser. Sie schenkte ihm zuerst einen leicht verwirrten Blick, wegen seinem Tonfall, aber dann seufzte sie: „Luke.“
Der Countdown in seinem Herzen war abgelaufen. Er sah innerlich vor sich, wie die Anzeige von 00:00:01 auf 0 sprang. Die Bombe explodierte und überall in seinem schwarzen Innern flatterten die roten, blutigen Fetzen seines zersprengten Herzes hin. Einige regten sich noch ein paar Sekunden, bevor auch sie tot zum Stillstand kamen. „Oh.“, war ja klar, dass sie das Marissa nicht erzählen wollte. Schliesslich waren die zwei seit der fünften Klasse zusammengewesen. Sogar, dass er mit Holly im Bett gewesen war, hatte sie ihm verziehen. Solche Dinge sprachen sich in der Harbor schnell rum. Aber wenn sie das mit Summer erfahren würde… Gleich fühlte er sich von Summers spitzen Fingernägeln in einen Dornenbusch gedrückt. „Au! Summer! Au! Au!“, jaulte er und wusste nicht, was mehr wehtat. Sie funkelte ihn böse an. „Wehe! WEHE, dir rutscht auch nur ein Wort raus. Ich schwöre dir, dann bist du die längste Zeit Seth Cohen gewesen! Ich kann sehr, sehr, sehr jähzornig sein!“, sie fauchte wie eine Raubkatze und er wurde wirklich beinahe weich in den Knien vor Angst.
Als er in der Schule Marissa über den Weg lief, konnte er ihr nicht in die Augen sehen und hypnotisierte einfach nur seine Schuhe.




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