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Thema: A life without Ryan...

  1. #81
    O.C.'s Lebende Legende Benutzerbild von Pancakes<3
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    Ich mag den Part irgendwie voll =)


    Part 28


    Summers Auto war kaputt. Wütend stampfte sie auf den Boden, als auch Marissa ihr Handy nicht abnahm. Das konnte eventuell damit zu tun haben, wie sich Summer am letzten Abend ihr gegenüber verhalten hatte. Sie knurrte und begann dann loszulaufen. In der Gegend wohnten schliesslich viele Schüler der Harbor und auch Marissa lag jetzt nicht allzu weit entfernt. Irgendwer würde sie schon mitnehmen. Sie fand es nur schade um ihre hübschen neuen Peeptoes, die nun dem rauen Betonboden ausgeliefert waren. Sie war nun schon vier Strassen weiter, als sie neben sich ein Rollen vernahm. Sie drehte sich um und sah Seth auf sie zukommen, in einem halsbrecherischen Tempo auf seinem Skateboard. „Hi Summer!“, sagte er und stoppte neben sie. Gekonnt hob er das Brett unter seinen Arm. „Sind wir heute umweltfreundlich?“, fragte er sie und sie verzog das Gesicht bist du irre? „Mein Auto ist schrott.“, erklärte sie schlecht gelaunt. „Und Coop ist noch sauer auf mich.“, machte sie weiter und zog eine Schnute. „Mir ist gestern Abend nicht entgangen, dass da zwischen euch ein Krisengebiet ist.“, bemerkte nun er und sah sie an. „Was ist denn los?“, fragte er sie, wobei er es gut verstehen würde, wenn sie es ihm nicht sagen würde. So gut waren sie ja doch wieder nicht befreundet. Aber sie fühlte sich alleine und war nicht gut drauf und deswegen zuckte sie mit den Schultern, bevor sie seufzte: „Sie hat mich erwischt wie ich nach dem Rummachen aus dem Jungsklo kam und ist wütend, weil ich ihr nicht sagen will, wer es ist.“
    Seth schluckte. Seine Welt brach zusammen. Schwarz. Überall schwarz. So musste sich die Apokalypse anfühlen. Wo war Superman, wenn man ihn mal brauchte? Ein Kloss bildete sich in seinem Hals. Aber er konnte jetzt nicht aufhören. Er musste es wissen. Er musste wissen, wen sie vor ihm bevorzugte. „Wer ist es?“, fragte er heiser. Sie schenkte ihm zuerst einen leicht verwirrten Blick, wegen seinem Tonfall, aber dann seufzte sie: „Luke.“
    Der Countdown in seinem Herzen war abgelaufen. Er sah innerlich vor sich, wie die Anzeige von 00:00:01 auf 0 sprang. Die Bombe explodierte und überall in seinem schwarzen Innern flatterten die roten, blutigen Fetzen seines zersprengten Herzes hin. Einige regten sich noch ein paar Sekunden, bevor auch sie tot zum Stillstand kamen. „Oh.“, war ja klar, dass sie das Marissa nicht erzählen wollte. Schliesslich waren die zwei seit der fünften Klasse zusammengewesen. Sogar, dass er mit Holly im Bett gewesen war, hatte sie ihm verziehen. Solche Dinge sprachen sich in der Harbor schnell rum. Aber wenn sie das mit Summer erfahren würde… Gleich fühlte er sich von Summers spitzen Fingernägeln in einen Dornenbusch gedrückt. „Au! Summer! Au! Au!“, jaulte er und wusste nicht, was mehr wehtat. Sie funkelte ihn böse an. „Wehe! WEHE, dir rutscht auch nur ein Wort raus. Ich schwöre dir, dann bist du die längste Zeit Seth Cohen gewesen! Ich kann sehr, sehr, sehr jähzornig sein!“, sie fauchte wie eine Raubkatze und er wurde wirklich beinahe weich in den Knien vor Angst.

    Als er in der Schule Marissa über den Weg lief, konnte er ihr nicht in die Augen sehen und hypnotisierte einfach nur seine Schuhe.
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  2. #82
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    "Wo war Superman, wenn man ihn mal brauchte?" Hahah! xD Seth ist so süüüß^^
    Toller Part! Du bringst das "O.C.-Feelig" immer so genial rüber. (:
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  3. #83
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    Haha, ich mag den Satz am liebsten: "Ich schwöre dir, dann bist du die längste Zeit Seth Cohen gewesen!" :D Das ist unsere Summer.

    Wenig passiert, aber guter Part! (:

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  4. #84
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    schön, dass der part euch gefallen hat ;)
    @Laura: ja in letzter zeit hab ichs nicht so mit dem plot o.O

    Der Part ist ähnlich, find ich:

    Part 29

    „Warum will sie mich nicht?“, seufzt Seth verzweifelt. Beide Hände hat er in seinen Haaren vergraben, die er sich immer wieder rauft. Seine Beine baumeln von der Steinmauer. „Seth… ich sage das ja nur ungern… aber du bist nun mal ein Looser.“, ja so ist Grace. Sie würde nie etwas Schlechtes über jemanden sagen. Sie spricht immer nur die Wahrheit aus. Und ist nicht die Wahrheit das, wovor wir alle davon laufen? Das, was uns allen Albträume verschafft? „Ein unglaublich süsser, liebenswerter Looser.“, fügt sie hinzu und reibt mit ihrer Hand seine Schulter. „Aber trotz allem ein Looser. Sogar die jüngeren Mädchen wollten nicht mit dir zusammen sein. Und glaub mir, die wären grundsätzlich mit jedem Jungen zusammen, der ein bisschen älter ist als sie.“
    „Du bist mir beim Resignieren echt keine Hilfe.“, beschwert er sich und sieht sie böse an. „Captain Oats ist da ja noch hilfreicher!“
    „Ach, du wolltest Mitleid? Ich dachte, ich soll dich total auf den Grund schmettern, damit es nur noch besser wird.. sorry.“, entschuldigt sie sich. „Oh Seth du tust mir so leid!“, kommt es nach einer kurzen Pause gleich in einem völlig anderen Tonfall. „Jetzt kommt das nicht mehr so authentisch rüber.“, seufzt er. „Aber danke für den Versuch.“

    Monate vergehen. Die Tage verschwimmen ineinander. Prüfungen beherrschen nun den Alltag der Abschlussklasse auf der Harbor. Bis dann der Tag des Abschlussballes vor der Tür steht. Die Mädchen haben schon vor mehreren Wochen ihre Kleider gesucht und manche haben sich sogar extra eins Zuschneidern lassen. Summer und Marissa sind tagelang shoppen gegangen auf der Suche nach der passenden Tasche, den passenden Schuhen und was man sonst noch so braucht. Seth hat kein Date. Wie immer.
    Er liegt in seinem Bett und hörte lautstark sein Lieblingslied. Das ist auch der Grund, warum er Sandys Klopfen nicht hört. Also öffnet sein Vater einfach die weisse Zimmertür und blickt um den Türrahmen herum hinein, wo er Seth im Selbstmitleid baden sieht. „Hey Sohn.“, sagt er und betritt das Zimmer nun ganz. Seth sieht rüber und dreht dann mit der Fernbedienung die Lautstärke seines CD-Players ein bisschen runter. „Hey Vater.“, antwortet er und setzt sich mühsam auf. „Solltest du nicht am Abschlussball sein?“ „Ich geh nicht hin.“,erwidert er Kopfschüttelnd. „Und da wird auch alles Aufmuntern nicht helfen, Dad. Das ist hoffnungslos. Endlich bin ich aus der Schule raus, da geh ich da sicher nicht nochmal für einen Abend freiwillig hin. Ich weiss, für dich war das nicht so, aber für mich war diese Zeit die Hölle. Und ich bereite mich jetzt nur noch auf mein College vor. Siehst du das?“, er fuchtelt in der Luft um sich herum rum. „Mich umgibt schon jetzt die geöffnete Atmosphäre, die nur darauf wartet, von Wissen in sich einzusaugen und zu umfangen. Fühlst du dieses Kribbeln in der Luft? Das ist die elektrische Anziehung von Bildung.“, erklärt er seinem Vater ernst, sarkastisch und nickend gleichzeitig, wobei er mit einer Hand unauffällig Captain Oats unter dem Kopfkissen verstaute. Sandy runzelt die Stirn. „Das College beginnt erst in ein paar Monaten.“, bemerkt er. „Dad! Du hast dir doch immer gewünscht, dass ich früher anfange zu lernen oder?“, fragt Seth entrüstet.
    Sandy zieht ein Ok-mach-was-du-willst-Gesicht und setzt sich dann auf Seth‘ Stuhl. „Ich kann dich nicht dazu bewegen zum Abschlussball zu gehen, oder?“, fragt er entwaffnet. Seth schüttelt den Kopf: „Nicht um alles in der Welt.“ „Auch, wenn das ein wichtiger Abend in deinem Leben sein könnte?“, fragt sein Vater weiter, worauf wieder nur ein Kopfschütteln folgt. Seth würde sich diese Demütigung ohne Begleitung niemals antun. Er hat die Nase eindeutig voll von Newport. Das ist auch der Grund, warum er gleich nächsten Montag einen Segelturn starten würde. Einfach weg und das so schnell wie möglich. Seine Summerbreeze würde er vorher noch möglichst umtaufen. Er will nichts mehr haben, was ihn an SIE erinnert, wenn er in sein neues, sorgenfreies Leben startet und all diese Wasserballspieler hinter sich lassen kann.
    Sandy lehnt sich unschuldig zurück und betrachtet Seth‘ Landkarte. „Ich hab vorhin Summer wegfahren sehen…“, sagt er so ganz nebenbei. Und tatsächlich spitzt sein Sohn urplötzlich die Ohren. „Sie sah wirklich heiss aus…“, grinst Sandy weiter. „Dad!“, wird er gerügt. „Sie schien aber nicht allzu glücklich über ihre pickelige Begleitung… sie hat den armen Kerl keines Blickes gewürdigt.“, erzählt er. Seth sieht automatisch aus dem Fenster. Vielleicht… vielleicht hat er ja trotzdem noch eine Chance? „Ehrlich?“, fragt er nach. Sandy nickt. „Okay, ich geh.“, grinsend schiebt er seinen Vater und Helfer aus dem Zimmer und holt seinen Anzug hervor. Noch nie hat er sich so schnell umgezogen. Gleich darauf stürmt er durch das Haus. „Mum, Dad! Wartet nicht auf mich!“, ruft er und verschwindet schon.
    „Du bist toll.“, sagt Kirsten in der Küche zu ihrem Mann und legt ihre Hände auf seine Schultern, wo sie ihn leicht massiert. „Ach, so schwer war das gar nicht.“, streitet er ab und legt seine Arme um die Taille seiner Geliebten. „Klar, wer kann schon dem Charme des Anwaltes Mr. Cohen widerstehen? Sogar im Gerichtshof schmelzen sie alle dahin…“, schwärmt sie. "Du übertreibst." "Mein Mann.", erwidert sie nur stolz und gibt ihm einen Kuss. „Meine Frau.“, kommt es nicht weniger stolz aus seinem Mund. „Wir haben das Haus nur für uns…“, erwähnt sie. „Scrabble?“, grinst er und Hand in Hand gehen sie die Treppe hoch zum Schlafzimmer.
    Geändert von Pancakes<3 (15.08.2011 um 22:12 Uhr)
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  5. #85
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    Aw, der Kirsten und Sandy Moment gefällt mir (:

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  6. #86
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    phu so hier passiert mal wieder etwas =)
    Das ist der zweitletzte Teil der FF o.O

    Part 30

    „Summer, hi! Was für ein Zufall, du auf dem Schulball!“, und gleich danach wurde ihm bewusst, wie dämlich das klang. „Wo soll ich denn sonst Ballkönigin werden?“, sie runzelte die Stirn und streichelte mit ihrem Zeigefinger gelangweilt über den Rand ihres Glases. Dieser Seth war schon ein seltsamer Vogel. Aber in Anzug sah er ganz süss aus. Zumindest für den Standard eines Loosers, fand sie. Sie freute sich schon, wenn sie Newport für ihr tolles College verlassen würde und all diese Kerle hinter sich lassen konnte. „Mit Luke hier?“, fragte er einfach, um vom Thema abzulenken. Auch wenn es ihm wehtat. „Nein, er ist mit Holly hier. Dieser…“, das letzte Wort brummelte sie in ihren Becher hinein, als sie einen Schluck nahm. „Er und Marissa haben Schluss gemacht, damit er jetzt in aller Öffentlichkeit mit diesem niveaulosen Miststück rummachen kann!“ Er folgte ihrem Blick und sah tatsächlich, wie Lukes Hand nicht gerade zögerlich über das Hinterteil von dem Blonden Mädchen fuhr. Er war nie zu irgendeiner der Parties eingeladen gewesen und kannte Holly nicht wirklich. Sonst hätte er gewusst, wie normal das für sie war. Aber das sah zumindest gut für ihn aus. „Du hast was besseres verdient.“, sagte er. Etwas überrascht blickte ihm Summer in die Augen und es kam ihm so vor, als würde sie ihn gerade zum allerersten Mal wirklich wahrnehmen. Sie hatte so wunderschöne Rehaugen. „Du hast Recht.“, sie nickte. „Ich hab was Besseres verdient.“
    Er fühlte, wie sie sich gerade daran machen wollte, von ihm wegzugehen. Aber er wollte diese Chance, die vielleicht seine letzte war nicht einfach unversucht ziehen lassen. Er musste sie irgendwie in ein Gespräch wickeln… „Wie geht es denn Marissa bei der Sache?“, fragte er gleich. Summer winkte ab. „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, sie hat auch jemand neues.“, sie war in den letzten Tagen eine schlechte Freundin gewesen. Sie war viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt gewesen. Und bald würde Marissa auf das Schiff ihres Vaters gehen und sie würden sich eine Ewigkeit nicht mehr sehen… ohja, Summer hatte viel gutzumachen. „Sorry, Seth, ich geh jetzt tanzen.“, sagte sie gleich, bevor er noch irgendeine weiter fadenscheinige Frage stellen konnte. „Klar.“, sagte er enttäuscht. Am besten würde er gleich wieder nach Hause gehen. „War nett mit dir zu reden.“, wollte er ihr noch mitteilen, aber da war sie schon verschwunden.

    Am anderen Ende des Saales, stand ein junges Pärchen nebeneinander. „Ich muss mit dir reden.“, sagte Marissa gleichzeitig wie er. Sie lächelte und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Du zuerst.“, meinte sie und legte die Hand dann auf ihr königsblaues Ballkleid, welches ihr leicht um die Hüften schwang. Er schluckte und machte dann einen Schritt zurück, um etwas Abstand zwischen sie zu bringen. Sein ernstes Gesicht sagte eigentlich schon alles. Trotzdem schluckte sie, um die Tränen zurückzuhalten. Vielleicht war es auch ganz anders, als sie dachte. „Es tut mir leid, aber ich werde mich nicht für dich von ihr trennen. Ich hätte dich gar nie küssen dürfen. Es war einfach ein schlechter Abend…“, schon liefen ihr die Tränen über das Gesicht. Was hatte sie anderes erwartet? Sie war doch immer die zweite Wahl! Bei ihrem Vater, bei Luke und jetzt auch bei Jace. Sie fühlte sich so ungeliebt und verlassen auf der Welt. Klar, sah sie in seinen Augen, wie sehr es ihm leidtat, aber sie musste ihm zeigen, wie wütend er sie machte. Es sollte aussehen, als wären es Tränen der Wut auf ihren Wangen und nicht welche der Verzweiflung. „Ein schlechter Abend! Das war es also!“, sie unterdrückte das Schreien. „Es tut mir leid.“, sagte Jace und drehte sich um. Da ging er dahin, ihr Märchenprinz. Jetzt war sie ganz alleine auf der Welt. Niemand kümmerte sich mehr um sie. Am liebsten hätte sie den Vorhang neben ihr runtergerissen und ihre ganze Trauer, ihre ganzen Gefühle rausgeschrien. Es wurde ihr schwindelig. Sie wusste nicht mehr, wie sie zur Bar gekommen war. Alles tat wer, ihre gesamte Brust zog sich zusammen. Sie war vollkommen in einem Delirium gefangen. Auch, wie sie sich betrank, bemerkte sie nicht mehr. Irgendwann bot ihr jemand an, sie nach Hause zu fahren. Sie stand auf der weissen Veranda mit dem Marmorgelände. Was war die Welt schon? Geld? Ein guter Ruf? Niemand kümmerte sich um seine Nächsten. Niemand interessierte sich für sie. Sie könnte genauso gut tot sein! Niemand kannte sie wirklich. „Tu nicht so, als würde dir etwas an mir liegen!“, schrie sie den freundlichen Jungen an. „Niemandem liegt etwas an mir!“, sie torkelte rückwärts. Dann erhob sie ihren Becher von dem etwas selbst aufgepunschte Limonade überschwappte. „Auf die Abschlussklasse! Hier, wo niemand echte Freunde kennt!“, alle um sie herum wurden still. Ein jüngeres Mädchen schlug sich die Hand vor den Mund. Aber Marissa weinte nur weiter und niemand verstand, was sie sagte unter ihren Schluchzern. „Sind wir stolz auf uns? Dann sag ich uns mal was! Sterben werden wir alle allein! Weil wir nichts zählen! Wir sind egal!“, schrie sie. Warum starrten die sie alle so an. Sie machte noch einen Schritt rückwärts. Die hellen Lichter des Saales drehten sich vor ihren Augen und die Rosen zu ihrer Linken verdoppelten sich langsam. „Ich bin euch doch allen egal….“, sagte sie leise. Mit viel zu viel Schwung drehte sie sich um. Sie verlor das Gleichgewicht. Das junge Mädchen schrie auf und presste die Augen zu. Summer kam aus dem Saal gerannt. „Marissa!“, schrie sie panisch und stolperte wegen diesen verfluchten High Heels. Ihre beste Freundin riss die Augen weit auf, als sie es nicht mehr schaffte, sich mit einem Bein aufzufangen. In dem Moment, wo sie in der Luft stillstand, bereute sie nichts. Sie bereute keinen einzigen Schritt, der dazu geführt hatte, dass sie hier jetzt stürtzte. Wozu?, fragte sie sich. Wozu ein Leben führen, das sowieso nicht gebraucht wird? So ist es doch viel einfacher...Sie knallte der Länge nach auf die Treppe und durch den ganzen Schwung rollte sie die Kanten noch weiter nach unten. Sie hinterliess eine Blutspur und blieb reglos am Ende der Marmortreppe liegen. Während Summer in sich zusammenbrach, schwebten auf die Erde langsam weisse Rosenblätter, welche Marissa mit sich in den Tod gerissen hatte.
    Geändert von Pancakes<3 (19.09.2011 um 17:52 Uhr)
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  7. #87
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    :O Ist sie wirklich tot?!?!

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  8. #88
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    Oha. Ehem...Flo?! O.o
    Damit hab ich ganz bestimmt nich' gerechnet xDD Aber es is' zumindest ganz schön geschrieben UND beschrieben mit dem Rosenblätter-Drama-Dingsbums, weißt schon, was ich mein'^^

    Vorletzter Teil schon? :'(
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  9. #89
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    Part 31

    Seth fühlt, wie Summer seinen Arm etwas fester drückt, stockend schluckt und ihn dann los lässt, um zum Grab zu gehen und eine Rose hineinzuwerfen. Sie bleibt einen Moment stehen und blickt auf den dunklen, hölzernen Sarg hinunter, in dem Marissa ihre Ewigkeit verbringen würde. Es steht noch kein Grabstein dahinter, sondern ein provisorisches Kreuz mit ihren Lebensdaten, dass mit einem richtigen Mal ersetzte werden würde, sobald er fertig gemeisselt war. Summer wendet sich ab und geht zu Julie und Jimmy. Sie umarmen sich und dann verässt Summer den Friedhof. Sie hat keine Lust bei dem folgenden, schleimigen Essen dabei zu sein. Sie ist sich sicher, dass Marissa ihr nicht böse gewesen wäre.
    Nachdem Seth sich verabschiedet hat, folgt er ihr zum Parkplatz. In der letzten Woche war er ihr völlig ohne Hintergedanken beigestanden. Mehrere Wutattacken hatte er erlebt, gefolgt von Tränenmeeren, die schliesslich alle in seinem Shirt endeten, das sie zuvor noch geschlagen hatte. Aber Summer ist stark. Sie ist schon immer die Stärkere der zwei gewesen und Seth ist sich sicher, dass sie es schaffen wird, damit umzugehen. Er weiss, von unzähligen Gesprächen, wie leer sie sich fühlt, wie alleingelassen und wie wütend sie auf die Welt ist, die ihr das angetan hat und die sie nicht mehr versteht. Es kam Summer vor, als wäre der gesamte blaue Himmel auf sie eingestürzt und er erdrücke sie nun. Seth hat während diesen Gesprächen geschwiegen und ihr sanft übers Haar gestreichelt.
    Nun steht sie mit gefasster Mine vor sich, aber er weiss, dass sie gerade ihr Papiertuch in ihrer Tasche versteckt. Sie ist ganz in Schwarz gekleidet, von den Strümpfen bis zu ihrem Haarband. Aber sie ist nicht geschminkt. Sie wusste an diesem Morgen, dass ihr Gesicht danach sowieso verschmiert sein würde. Jetzt waren lediglich ihre Augen rot. Sie sieht ihn an. „Weisst du, sie war meine Familie. Auf meinen Dad war nie verlass, Geschwister hab ich keine und Mütter waren auch nie das Wirkliche für mich. Aber Marissa, Marissa war Alles in einem. Und ich habe keine Ahnung, wie sie das hingekriegt hat.“, sagt sie mit gefasster Stimme. Seth bleibt einen Moment stehen, nickt dann und öffnet die Autotür. Er weiss, dass Ablenkung genau das ist, was sie jetzt braucht. Sie ist ein euphorischer Mensch und muss sich immer irgendwo hineinstürzen können. Gut, dass das College bald anfängt und die Brown schon auf Summer wartet. „Komm.“, fordert er sie auf. „Du hast noch einen Koffer zu packen.“ Dankbar sieht sie ihn an und sie fahren zu ihr nach Hause.
    Zu Oberst im Koffer liegt nun ein eingerahmtes Bild, von einem Strand und zwei glücklichen Mädchen, die ausgelassen in die Kamera lachen.

    Seth fügt sich an der Westküste in eine Gruppe von jungen Musikern ein. Er ist sowas wie der Gruppentherapeut und zum ersten Mal in seinem Leben gehört er an einem Ort wirklich dazu. Es ist ein tolles Gefühl, wenn einer der Jungs ihm auf die Schultern klopft, wenn er gerade in Plakat für den nächsten Auftritt in irgendeinem Verbindungshaus zeichnet.
    An Tanksgiving fährt er nach Hause und wird dort fröhlich empfangen. Sie würden zusammen mit den Roberts und Coopers gross zu Abend essen. Er erwartet nichts Besonderes und freut sich eher mehr darauf, wieder im eigenen Bett zu schlafen. Es klingelt. „Ich geh!“, ruft er und läuft die Treppe hinunter. Wahrscheinlich ist es Kirsten, denkt er. Doch dann öffnet er die Tür und blickt erstaunt hinunter. „Summer!“, sie presst die Lippen zu einem Lächeln zusammen. „Hi.“, sagt sie freundlich. Er tretet einen Schritt zur Seite und nimmt ihr die Jacke ab, die sie sich übergeworfen hat. „Wir haben uns schon ewig nicht mehr gesehen. Wie geht’s dir?“, eigentlich haben sie sich seit letzten Sommer, seit sie aufs College gegangen sind, nicht mehr gesehen. „Gut.“, antwortet sie nickend und schlägt ihm dann leicht gegen die Schulter. „Und du Cohen? Was stellst du so an?“ Sie hat sofort bemerkt, dass sich seine Ausstrahlung irgendwie verändert hat und nicht mehr so ist, wie in ihrer Erinnerung. Und sie setzen sich aufs Sofa und reden über das Leben am College. Während des Essens lächelt Summer ab und zu ihm herüber. Sie beide haben sich verändert. Als es zum Abschied geht, zögert Seth. Er hat seine gesamte Schulzeit in Newport diesem Mädchen gewidmet. Warum ist er jetzt nicht reifer geworden? Warum verschwendet er auch noch die Collegezeit voller neuen Chancen damit, ihr nachzurennen? „Wie lange bist du noch hier?“, was er nicht weiss, ist, dass Summer unheimliche Erleichterung überkam, als der das fragte und sie verabreden sich für den nächsten Tag.
    Und mit dieser Frage beginnt etwas, das eigentlich keine Perspektive hat. Seth und Summer haben beide vollkommen verschiedene Leben mit fast dreitausend Meilen zwischen ihnen. Und bei beiden schwebt dieser Gedanke im Kopf. Aber spätestens, als Summer sich zum ersten Mal auf die Zehenspitzen stellt, ihn küsst und dann grinst: „Das hätte ich schon lange mal machen sollen.“ , sind alle Sorgen wie weggewischt. Seth‘ Augen funkeln und Summer weiss, dass sie mit ihm jemanden gefunden hat, der nicht nur ihre Zuneigung teilt, sondern auch ihre Vergangenheit. Keinem von beiden war in diesem Moment bewusst, dass sie nie wieder jemand anderen küssen würden.



    --> ich hab jetzt drei verschiedene Versionen des Endes geschrieben. Einmal findet Summer ihren Traummann und Seth wird ein Karrieremensch. Einmal wird Summer überfahren und ist tot. Und ich weiss nicht wieso, dass ich mich jetzt trotzdem für das Happy-End entschieden habe, denn ich mag Happy-Ends nicht. Aber ich denke nicht, dass ich es irgendwie besser hingekriegt hätte, obwohl ich es mir gewünscht habe.
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    hättest du summer umgebracht.. -.- grrr *-* ://

    aber ansonsten.. wow super ende ((: auch wenn's schade ist..
    ♥♥♥

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