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Thema: Fan Fiction Contest Runde 10

  1. #1
    O.C.'s Lebende Legende Benutzerbild von Mischa<33
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    RUNDE 10


    Thema: Neuanfang
    Abgabe: Samstag, 15.01.2011
    Länge: bis zu 3 Seiten

    hier findet ihr nur die Geschichten. Alle Kommentare bitte in den Thread Kommentare Runde 10 Danke

    You got a fast car... But is it fast enough so we can fly away
    We gotta make a decision... We leave tonight
    ...or live and die this way



  2. #2
    O.C.'s Lebende Legende Benutzerbild von Pancakes<3
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    ich möchte noch kurz bemerken: diese FF ist innerhalb der letzten 5 Minuten entstanden XD

    Eine neue Geschichte

    Ich setzte mich an meinen hübschen neuen Laptop und dachte nach. Ich wollte eine spannende, fesselnde Geschichte schreiben, eine neue Geschichte. Sie sollte langsam anfangen, mit ein paar zarten Sätzen als gutmütige Einleitung. Man sollte sich Stück für Stück in das Geschehen einleben, in meine seltsame Schreibweise. Und dann, wenn man die hinreissende Eleganz der starken Wörter und ausdrucksvollen Silben erkannt hat, soll man, so wie ich der Meinung war als ich vor dem Laptop sass, ein Teil des Ganzen werden und auf den Wellen der Buchstabensymphonie mit reiten und mit leben. Man soll sich beim Lesen nicht von den zu langen Sätzen und komplizierten Buchstabengebilden aus der Fassung bringen lassen, wenn es in meiner Geschichte zum Höhepunkt kommt. Darüber dachte ich nach, als ich vor der Tastatur sass. Ja, der Höhepunkt, das Wichtigste an dieser ganzen Komposition, soll unverhofft und knallend auftreten, so dass man vielleicht einen Moment aus dem Fenster schauen muss, bis man ihn verdaut hat. Der Höhepunkt soll einem berühren und mitreissen, einen nachdenken lassen. Nach diesem Höhepunkt, so hatte ich es vor, sollte sich die wuchtige Sprache etwas zurückziehen um den Leser ein bisschen zu entspannen. Vielleicht, studierte ich, sollte ich ein paar Anglizismen einbauen, welche doch immer so cool erscheinen. Und dann, um dem Ganzen Werk noch die Marzipanspitze an der Torte zuzufügen, würde ich einen erneuten, vollkommen überraschenden, umwerfenden Höhepunkt einbauen. Wie wenn man auf eine Tanne klettert, sollte man die Spitze nie erreichen, da sie das Gewicht des Körpers nicht zu tragen vermag und man dann in die Tiefe stürzt. Genauso gefährlich, ja angsteinflössend sollte in meinen Augen auch dieser zweite Höhepunkt wirken. Nur, um dann in eine Flaute der Sprachgebilde zu stürzen: Kalte, klare, kurze, zahme aber nicht lahme Wörter sollten dem Vorher-Erschienenem die Ehre erweisen. Erst nach diesen Strapazen, hatte ich mir vorgenommen, sollte sich der beanspruchte Leser erholen können, wieder in die Kissen sinken und all die Überlegungen abschalten. Das sollte aber nicht funktionieren, denn bei meiner Geschichte sollte es so unmöglich sein, sie zu vergessen, wie es unmöglich ist, nicht an einen roten Ballon zu denken, wenn einem gesagt wird: „Denk nicht an einen roten Ballon!“
    Ich war überzeugt davon, dass das die richtige Art war eine Geschichte zu schreiben. Also hob ich meine Finger auf die Tastatur und begann eine neue Geschichte zu erzählen…
    born with a void, hard to destroy with love
    built with a heart, broken from the start. and now I die slow


    pick a personality for free
    when you feel like nobody, body


  3. #3
    O.C.'s Lebende Legende Benutzerbild von SuperSauerbraten
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    omg ich hab jetzt schon verloren xD
    Falscher Anfang


    Ganze 20 Jahre waren vergangen und Millie hatte seit 4 Monaten keinen Gedanken mehr an ihn verschwendet nicht an John und nicht an Eric. John war Geschichte eine Beziehung der es an Reife und Vernunft fehlte. Sie war froh darüber damit abgeschlossen zu haben Eric hatte sie schon vergessen der ganze Schmerz der immer wieder hoch kam als sie daran dachte wie sehr sie ihn vermisst.
    Er ist fortgegangen ohne große Erklärung nur ein ‚ Eines Tages werden wir uns wiedersehen’ das war alles dann war er fort auf dem Weg es seiner Familie Recht zu machen und mit ihnen wegzuziehen ‚ganze 3 Länder liegen zwischen uns’ war alles was in Millie’s Kopf Tag für Tag umher kreiste ‚ganze 3 Länder!!
    Als sie bemerkte das sie es nicht schaffte davon loszukommen und erneut ihre Gedanken daran verschwendete stopfte sie voller Wut und Enttäuschung auf sich selbst alles was sie in die Finger bekam in ihre Tasche „ WARUM VERDAMMT“ hörte sie sich schreien und blickte an die Decke um die Tränen die ihr plötzlich wie wild übers Gesicht liefen oben zu behalten um sich nicht im Spiegel ansehen zu müssen wie sie etwas nach trauert was wahrscheinlich nie zurück kommt Das wäre ja einfach nur peinlich dachte sie sich um noch halbwegs vernünftig rüberzukommen . Sie wischte sich mit beiden Händen die Tränen aus dem Gesicht und biss sich auf die Zunge. Er würde nie hier auftauchen das wusste sie und dafür verabscheute sie sich so, darauf gehofft zu haben das es irgendwann Wirklichkeit wird und ihn verabscheute sie auch sie in dem Glauben gelassen zu haben eines Tages nach Hause zurück zu kommen obwohl er es nie tun würde.
    1 Jahr verging. Wertlose Beziehungen begannen und endeten. Freundschaften wurden geschlossen und wieder beendet.
    Millie brachte es fertig Eric nur noch als einen ‚alten Freund’ zu sehen und kam damit sehr gut zurecht .
    Sie ging mit ihrem Hund spazieren als ein fremder Mann an ihr unsicher vorbeilief er guckte sie mehrmals an als würde er etwas von ihr wollen selbst als sie die Straße weiter hinunter lief spürte sie noch Blicke in ihrem Rücken sie drehte sich um und blieb abrupt stehen der Mann war verschwunden.
    Leicht verunsichert drehte sie sich wieder um und machte dann doch wieder auf dem Absatz kehrt und lief in die Richtung wo der Mann vor ihr entlang gelaufen ist.
    Als sie wieder zuhause ankam sah sie den Mann auf den Treppenstufen ihres Hauses vor der Veranda sitzen.
    Millie machte ihren Hund am Zaun fest und ging auf ihn zu.
    Als er sie gar nicht zu bemerken schien räusperte sie sich leise und fuchtelte unsicher mit den Händen an ihrem Schal herum. „Entschuldigen sie bitte..“ fing sie an „Kann ich ihnen bei irgendwas behilflich sein?“ fragte sie dann freundlich. Als immer noch keine Reaktion kam
    Wurde Millie schon leicht panisch „Sie sitzen immerhin vor meinem Haus“ fuhr sie fort machte ein paar Schritte zurück und schnappte sich ihren Hund. „Ich bins Tim, kennst du mich nicht mehr…? Ich war mit dir in diesem Camp mit Eric“ sagte er dann und sah wie Millie bei dem Namen Eric zusammen zuckte und sich an Tim nicht mehr zu erinnern schien.
    „Also jetzt bin ich aber enttäuscht.. – DU KENNST MICH NICHT MEHR?“ fragte er und grinste. „Wow Tim na klar.. der taumelnde Tim. Verträgst du heute immer noch soviel Alkohol wie früher?“ fragte sie ihn lachend.
    Tim stand auf und klopfte sich den Dreck der von dem Laub was auf der Veranda lag kam von der Hose ab.
    „Was ist los mit dir früher wärst du mir um den Hals gefallen wenn du mich gesehen hättest.“
    Millie schaute ihn verunsichert an. „ Du hast dich aber ja auch ganz schön verändert, ich meine du hast Muskeln bekommen“ sagte sie neckend „ Was ist willst du reinkommen?“ fragte sie dann und ging an ihm vorbei um die Tür auf zuschließen.
    Sie redeten den ganzen Tag lang bis es dunkel wurde so als würden sie sich schon ewig kennen. „Ich muss jetzt wirklich los, meine Familie wartet auf mich und ich muss Emma meine Tochter noch ins Bett bringen“ erklärte er entschuldigend. „Ja kein Problem. Bestell ihr viele Grüße von mir“ sagte sie lächelt und Tim umarmte sie zum Abschied.
    Er hetzte nach draußen zog sich seine Jacke und seine Mütze über und lief über die schlecht beleuchtete Straße. Millie guckte ihm noch hinterher und wunderte sich warum er so hektisch in seiner Jackentasche suchte. Scheinwerfer gingen an. Ein Auto kam um die Ecke geschossen
    und schlitterte über die nassen mit Laub bedeckten Straßen.
    Millie wollte sich gerade umdrehen um die Tür zu schließen als sie lautes Hupen hörte.
    Sie blieb wie angewurzelt stehen und abgesehen von einem leisen, unverständlichen „Tim pass doch auf!“ was wahrscheinlich noch nicht mal die Veranda überquerte kam nichts aus ihrem Mund heraus. Er schleuderte herum man hörte einen dumpfen Knall das Auto stoppte und Tim lag mitten auf der Straße. Millie spürte wie sie panisch nach dem Telefon griff und den Krankenwagen rief.
    Sie lief nach draußen wo auch schon der Fahrer verzweifelt etwas in sein Handy zu tippen schien.
    Millie stürtze sich auf den Boden zu Tim und stütze seinen Kopf. Der Mann klappte sein Handy zu und redete leise vor sich hin „Eric es tut mir so leid so unendlich leid.“
    Millie guckte den Mann sauer an „Der Mann heißt Tim, nicht Eric“
    Der Krankenwagen kam an und sie transportierten Tim ab.
    Ein Sanitäter fragte noch nach seinem Namen und seinem Alter als Millie gerade antworten wollte schnitt der Unbekannte ihr das Wort ab „Eric Brake.. Eric Brake ist sein Name er ist 32 Jahre alt“ erzählte er den Sanitätern „Eric Brake?“ fragte sie den Unbekannten „fällt ihnen nichts besseres ein?“ fragte Millie schnippig. „Das ist Tim Warren.“
    „Tim Warren? Das bin ich“ sagte der Unbekannte verwirrt.
    „Millie das ist wirklich Eric er ist zurück gekommen… wegen dir“ erklärte Tim ruhig.
    „All die Jahre hat er sich darüber Gedanken gemacht was er wohl sagen wird wenn er dich wieder sieht als ihm klar wurde das du möglicherweise immer noch sauer auf ihn bist, hat er sich überlegt jemand anderes zu sein nur um bei dir zu sein. Er wollte als eine andere Person neu anfangen und dich erstmal kennenlernen und als du ihn nicht erkannt hast auf der Straße wusste er das ihm nur diese eine Möglichkeit bleibt von neu anzufangen nämlich mit dir…Er dachte, er hätte bessere Chancen bei dir wenn du ihn nicht für den hälst, der dich verlassen hat “
    Millie wollte sich zum gehen umdrehen weil sie nicht verstand was er erzählte Nein dachte sie, schüttelte den Kopf und ging ins Haus zurück
    Geändert von SuperSauerbraten (06.01.2011 um 21:04 Uhr)

    All I want is to be able to kiss my girlfriend
    I'm angry because I have all these feelings, feelings for you,
    that I'm afraid of dealing with because I'm afraid of dealing with the consequences.



  4. #4
    O.C.'s Lebende Legende Benutzerbild von KirstenCohen94
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    Hier dann meine FF ;)

    Ein sinnvoller Neuanfang.


    Ich starrte auf das Haus. Es war groß und sah wirklich wunderschön aus. Auch der Vorgarten, die Umgebung und der Garten waren wirklich traumhaft. Aber ich beschloss von Anfang an, es zu hassen. Ich wollte das Haus hassen, den Garten, der eigentlich echt toll war und auch die Umgebung hassen. Selbst die Stadt wollte ich hassen. Aber am meisten Hass bekamen meine Eltern zu spüren. Sie hatten mich aus meiner perfekten Welt gerissen. Wir waren eine Familie und immer füreinander da. Ich hatte das perfekte und tollste Zimmer. Jeder beneidete mich darum. Außerdem hatte ich die tollsten Freunde, die ich mir nur wünschen konnte. Sie waren immer für mich da. Einfach die Besten, die es gibt.Ich würde sie nie hergeben.
    Tja..das war mein perfektes Leben. Die Betonung liegt auf war! Mein Leben wurde zerstört als meine Eltern mir sagten, sie würden sich scheiden lassen. Sie würden sich nicht mehr lieben und es würde nicht gut gehen, wenn sie so, wie es jetzt im Moment war, weiter machen würde. Also zog mein Vater aus und ich war alleine mit meiner Mutter. Das war ja noch OK. Ich lebte bei meiner Mutter und mein Vater war in der selben Stadt und ich konnte ihn immer besuchen kommen. Aber irgendwann kam meine liebe Mutter auf die Idee, im Internet nach dem Traumtypen zu finden. Und den fand sie auch. Zu meinem Leidwesen lebte er in einer völlig anderen Stadt und in einem völligen anderem Land. Vorteil, das Land war Amerika, mein Traumland. Nachteil, ich würde Deutschland verlassen müssen, denn mein Vater wollte mich nicht bei sich haben. Tolle Familie oder? Also packte ich mein perfektes Leben in Kisten. Während ich das tat, weinte ich die ganze Zeit. Meine beste Freundin war die ganze Zeit bei mir und unterstütze mich. Sie nahm mich in Arm. Trocknete meine Tränen und wiegte mich in den Schlaf.
    Der Tag der Abreise stand bevor. Mit blutunterlaufenen Augen standen meine Freundin und ich am Flughafen und umarmten uns. Wir wollten uns gar nicht los lassen. Das war ja auch verständlich. Immerhin kannten wir uns schon seit wir 3 Jahre alt waren. „Du wirst immer meine Beste Freundin sein! Egal was passieren wird. Ich bin immer für dich da Süße.“ Ich drückte ihr ein Kuss auf die Wange und ging durch die Absperrung. Nach der Kontrolle setzte ich mich auf den Platz am Fenster und starrte raus. Ich erkannte nicht viel, denn meine Tränen versperrten mir die Sicht. Ich wollte das alles nicht und wäre am liebsten wieder ausgestiegen und hier geblieben. Doch das ging nicht. Ich musste mit.
    Und so kam ich an. New York war unser Ziel. Ich liebte dieses Land und noch mehr dieses Stadt. Doch jetzt hasste ich sie. Denn sie hatte mein Leben zerstört.
    Jerry, der neue Freund meiner Mutter holte uns ab und brachte uns zu seinem Haus.
    Mein Zimmer was riesig. Es war ziemlich groß. Zu groß für mich und meinen Geschmack.
    Jerry zeigte seiner Liebsten noch die restlichen Zimmer, während ich in den Garten ging. Er war riesig. Und ich entdeckte etwas. Am Ende stand eine kleine Gartenhütte. Schnell lief ich zu Jerry und fragte, ob man in der Hütte Internet hat und ob ich mich dort „häusliche“ einrichten dürfte. Meine Mutter war zwar ein wenig verwirrt, aber Jerry bejahte mir die Frage und erlaubt mir auch, dass ich mich dort einrichten durfte. Also schnappte ich mir meine Kisten und trug sie nach und nach in die kleine Hütte. Sie war perfekt für mich. Besser als das große Zimmer, wo ich mir nur verloren vorkommen würde.
    Ich bezog das Bett neu, was vorhanden war und klebte meine Poster, Bilder und Erinnerungen an Deutschland und meine Freunde an die Wand. Dann räumte ich meine Klamotten, die ich mitgenommen hatte, in den kleinen Schrank. Das, was nicht mehr rein passte, legte ich in den Koffer zurück und schob diesen unter das Bett.
    Als nächstes waren meine Bücher dran. Die wenigen, die ich besaß und die mir wichtig waren, stellte ich geordnet in das Regal über den Tisch.
    Als letztes befasste ich mich mit dem Internet. Es war gar nicht mal so schwer.
    Ich sah mich um und war stolz auf mich. Ich hatte mein eigenes, kleines Reich geschaffen. Ich würde es lieben, aber nur mein Reich.
    Ein Blick auf meine Uhr sagte mir, dass es Zeit war, zu Essen. Also ging ich gemütlich zurück zum Haus und trat in die Küche. Jerry stand am Herd und kochte. Mama deckte den Tisch. „ Und wie gefällt es dir hier.“ fragte sie mich und beobachtete mich genau. „ Naja. Du kennst meine Meinung zu all dem.“ sagte ich zu ihr, „aber die kleine Gartenhütte ist ein Traum.“ Ich drehte mich zu Jerry um.“ Hast du vielleicht noch ein Telefon für mich?“ Er nickte und gab es mir.“ Wenn du Hilfe brauchst, dann sag Bescheid.“ bot er mir freundlich an. „Danke.“ sagte ich freundlich und stellte es zu meinen Schuhen, die ich ausgezogen hatte.
    Gemeinsam aßen wir zu Abend und sahen uns im Fernsehen die Nachrichten an. Später kam meine Mutter auf das Thema Schule und College. „Schatz, du bist jetzt 18. Theoretisch müsstest du dich an einem College anmelden.“ sagte sie. „Ich werde mich nachher mal schlau machen. Vielleicht entscheide ich mich dabei ja. „ überlegte ich, aber das hatte ich eigentlich nicht vor. Was sollte ich an einem College? Sollte ich studieren? Aber was? Hatte ich mir in letzter Zeit jemals Gedanken über meine Zukunft gemacht? Nein. Nie.
    Ich stand auf und verabschiedete mich und wünschte den Beiden eine Gute Nacht. In meiner Hütte erledigte ich das mit dem Telefon. Dann stellte ich meinen Laptop auf das Bett und skypte meine Freundin an. Wir redeten über den Flug, die Stadt, von der ich noch nicht viel mit bekommen habe, und meinen Reich. Mit der Cam zeigte ich ihr mein Werk und sie freute sich sehr für mich, dass ich so ein cooles und gemütliches Heim hatte. Die Zeit verging viel zu schnell und sie musste offline. Ich war wieder auf mich alleine gestellt. In meiner neuen Welt. Meinen Laptop machte ich aus und stellte ihn auf den Tisch. Dann kramte ich meinen I-Pod aus der Tasche und suchte mir eine Playlist aus. Ich entschied mich dafür, meinen Zeichenblock raus zu holen und mein Stück Kohle zu nehmen. Zu Lange hatte ich nicht mehr gezeichnet, geschweige daran gedacht.
    Ich zeichnete ohne Unterlass. Verstrich hier etwas, zeichnete hier etwas dunkler als dort. Am Ende entstand ein kleines Kunstwerk. Man sah ein junges Mädchen, welches mich darstellen sollte, am Strand. Die Sonne ging unter und das Wasser spülte die Zeichen weg, die in den Sand gemalt wurden.
    Ich machte den I-Pod aus, legte meine Malutensilien weg und kuschelte mich ins Bett. Dort schloss ich die Augen und dachte nach. Doch an viel konnte ich nicht denken, denn meine Augen fielen zu. Ich war zu müde und zu kaputt, um jetzt an das zu denken, was noch kommen würde.
    Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Ich stand auf, ging Joggen und erkundete so meine neue Stadt. Dann ging ich duschen und machte Frühstück. Währenddessen wurden Mama und Jerry wach. Dann frühstückten wir gemeinsam. Jerry fuhr dann zur Arbeit und Mama erledigte solche Sachen wie Einkaufen, Wäsche machen und Aufräumen. Ich machte mich in der Zeit auf der Suche nach einem Job, denn auf ein College hatte ich überhaupt keine Lust.
    So langsam gewöhnte ich mich an mein neues Leben in Amerika. Doch ich hatte noch immer keine wirklichen Freunde gefunden. Vielleicht lag das auch daran, dass ich Abends nie wegging, um zu feiern,sonder lieber mit meinen Freunden aus Deutschland skypte und danach zeichnete. Ja, zeichnen tat ich oft, seit ich hier her gezogen war. Ich musste mir sogar schon einen neuen Block und neue Kohle kaufen. Ich fühlte zu viel auf einmal hier. Ich wusste einfach nicht,ob ich glücklich sein sollte oder traurig, ob ich mich wohl fühlen sollte oder nicht, ob ich mich einsam oder verlassen fühlen sollte oder doch pudelwohl. All diese Gefühle gingen durch mein Herz, doch es gab keine richtige Entscheidung.
    An einem sonnigen Morgen entschloss ich mich dazu, an den Strand zu gehen und zu zeichnen.Irgendwas wollte ich suchen und es abzeichnen. Mit Block und Kohle bewaffnet ging ich los. Am Strand malte ich zu erst diverse Muscheln ab, was aber nach einiger Zeit ziemlich langweilig wurde. Also dachte ich nach und zeichnete einfach drauf los. Es entstanden dabei Erinnerungen aus Deutschland, Gefühle Gedanken und vieles mehr. Und auf einmal wusste ich, was ich wollte. Ich wollte der Welt zeigen, dass ich hier bin. Dass es mich gibt und was ich kann! Ich wollte was für mich tun.
    Mit dieser Einstellung ging ich nach Hause zurück. Ja, ich fühlte mich hier wohl und es war auch mein zu Hause. Dort holte ich meine Zeichnungen raus und sortierte sie. Es gab ein Stapel mit guten Bildern, die so, wie sie waren perfekt waren; dann einen Stapel mit Bildern, die ich nochmal überarbeiten musste und den Stapel mit den Bildern, die ich nicht zeigen wollte.
    Also machte ich mich an die Arbeit und verbesserte einige Bilder. Als ich damit fertig war, suchte ich im Telefonbuch nach einem Galeristen. Ich wurde tatsächlich fündig.Mit meinen Kunstwerken machte ich mich auf den Weg. Dabei überlegte ich mit, wie ich den Mann überzeugen konnte, dass er meine Bilder ausstellte.
    Als ich mein Ziel erreicht hatte, atmete ich tief ein und aus und trat ein. Der Galerist war sehr freundlich und verstand auf mein Anliegen. Er zweifelte zwar daran, dass es klappen würde, aber er suchte sich ein paar von meinen Bildern aus, die er aushängen würde. Zufrieden ging ich wieder nach Hause. Dort zeichnete ich, mal wieder, was neues und fühlte mich zum ersten Mal wieder richtig wohl.
    Ich hatte diese Umzug am Anfang nicht gewollt. Ich hatte all das hier nicht gewollt. Doch inzwischen bin ich meiner Mutter so dankbar. Durch sie bin ich wieder zum Zeichen gekommen. Durch sie habe ich neu angefangen zu Leben. Sie hat mir das ermöglicht, was ich mir schon so lange gewünscht habe.
    Drei Wochen nachdem ich die Bilder in die Galerie gebracht hatte, rief der Galerist an und wollte mehr von meinen Bildern haben. Seit dem er sie gezeigt hatte, kamen so viele Leute wie schon lange nicht mehr. So kam es auch, dass weitere Galerien meine Bilder ausstellen wollten.
    Endlich hatte ich es geschafft. Mein Talent würde etwas verändern. Vielleicht werde ich nicht so berühmt sein wie DaVinci oder so. Aber hier in New York liebt man meine Bilder. Und das ist schon was besonderes.
    All dies habe ich meiner Mama zu verdanken. Dieser Neuanfang. Ein Neuanfang, der sich gelohnt hat.

    Ende!
    "I love you once. I love you twice. I love you more than beans and
    rice."- Mike Delfino ♥

  5. #5
    O.C.'s Lebende Legende Benutzerbild von Mischa<33
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    / Wow. Ihr habt ja alle schon gepostet xD



    Blink of an eye


    Fragt ihr euch manchmal, wie euer Leben jetzt aussehen würde, wenn die Menschen, die euer Leben beeinflusst haben, es nicht oder anders getan hätten?
    Jeder Mensch, jedes Tier, ja sogar das Wetter, könnte dafür sorgen, dass unsere Zukunft anders aussieht, als wie geplant.
    Ein Wimpernschlag, man ist einmal nicht aufmerksam und die Folgen können fatal sein.

    Zögernd, mit zitternden Händen verstaute ich das Buch in einer der braunen Kisten. Ganze drei Kartons brauchte ich nur für all die Bücher, von denen ich mich nicht trennen konnte. Schon im Alter von sechs Jahren habe ich Bücher verschlungen und bekam einfach nicht genug von ihnen. Mit einem lauten Geräusch, klebte ich die Kiste mit Tesafilm zu.
    Der Boden unter meinen Füßen knarrte, während ich den Raum durchquerte. In meiner Liste kamen die Bücherregale vor den Kleidern, was bedeutete, dass noch zwei Kleiderschränke darauf warteten, dass ich sie leerte. Es kostete mich sehr viel Überwindung den Schrank überhaupt zu öffnen. Seine T-Shirts, die auf Augenhöhe zusammengelegt im Regal lagen, verstreuten einen Geruch, den ich schon von weitem wahrnehmen konnte.
    Viele Kinder haben Angst, dass sich in ihrem Schrank ein Monster versteckt, das in der Nacht herauskommt und sie auffrisst.
    Ich fühlte mich gerade wie eines dieser Kinder. Zögernd nahm ich eines seiner T-Shirts heraus und schmieg es ganz fest an mich. Ruhig atmen. Alles wird gut. Redete ich mir ein, wie meine Psychiaterin es mir empfiehl. Fest presste ich das Shirt an mein Dekolleté und atmete seinen Duft ein. Ja, es roch wie immer.
    Ich schloss verkrampft meine Augen und kämpfte mit mir nicht loszuheulen.

    „Es sieht grauenhaft aus“ mein Blick wanderte eineinhalb Meter hinunter. „Das nimmst du zurück…“ ich strich mir mit einer Hand durchs Haar, während ich meine andere dazu brauchte um mich festzuhalten. Liam grinste mich einfach total dämlich, aber doch irgendwie süß zugleich an. „Weißt du wie scheiße das ist, wenn du zwei Stunden auf der Leiter stehst und die komplette Wand streichst und dann von deinem Freund zu hören bekommst, dass es grauenhaft aussieht?“ ich zog eine Schippe und stützte meine linke Hand an meine Taille.
    Er verkniff sich ein lautes Lachen und deutete auf mich. „Die Wand sieht hervorragend aus, Schatz… aber erschrick nicht, wenn du das nächste Mal an einem Spiegel vorbeiläufst.“
    Ich sah an mir hinunter und musterte mich ganz genau. Liam schüttelte den Kopf „Vielleicht gewöhnst du dir ab mit einer farbigen Hand durch dein Haar streichen.“ Ich konnte nichts mehr dazu sagen, denn in diesem Moment hob er mich von der Sprosse und trug mich durch das frisch gestrichene Wohnzimmer ins Bad. „Was mein Freund wohl dazu sagt wird, wenn er erfährt, was sie gerade mit mir anstellen.“ Ich grinste und stand währenddessen schon unter der Dusche. „Der wird nichts dagegen haben.“ Liam stützte mich an die Wand, der gefliesten Dusche und küsste mich voller Leidenschaft. „Ich liebe dich.“ Stieß er zwischen einigen Küssen hervor.

    Rumps. Mit einem lauten Knall fiel die Kiste zu Boden. „Verdammt pass doch auf.“ Fuhr ich meinen Bruder an. Immer noch mit dem Shirt in der Hand stand ich vor dem Schrank. „Paige. Es tut mir leid.“ Mein tollpatschiger Bruder hielt einen zersprungenen Bilderrahmen hoch. Ich musste schlucken. Ruhig. „Ist ok…“ ich atmete tief durch und zwang mich zu einem lächeln, das auch sofort wieder verschwand. „Es ist nur…es war nur… Es ist nur ein Bild. Vergangenheit.“ Sagte ich schulterzuckend und schüttelte leicht den Kopf.
    Die Wunde in meinem Herzen riss wieder auf und das einzige an was ich denken konnte war Schmerz. Schmerz, der mich innerlich auffraß.
    Als Finley mit gesenktem Kopf das Zimmer verließ fing es wieder an. Ich fing an schwer zu atmen, schnappte nach Luft und hielt mich an der Fensterbank fest. „Nein…“ ich klang verzweifelt…hilflos. Ich krallte meine Fingernägel in das T-Shirt.
    7 Monate zuvor

    „Was war denn daran romantisch?“ lachte Liam und legte einen Arm um mich, während wir das Kino verließen. „Alles. Er war bereit für sie zu sterben. Er hätte alles für sie getan.“ Schwärmte ich von dem Film. Gerade hatten wir das Gebäude verließen und ohne jegliche Vorwarnung zog er mich zu sich und flüsterte: „Ich liebe dich. Das weißt du, oder?“ ein bisschen Angst machte er mir damit schon. Wir waren schon zwei Jahre ein Paar und noch nie sah er mich so ernst an, während er mir seine Liebe gestand. Ich nickte einfach nur woraufhin er mich küsste. Dann nahm er meine Hand und wir machten uns auf den Weg. Ich hasste es mit der U-Bahn durch New York zu fahren, doch mit Liam fühlte ich mich sicher.
    Wir lachten, alberten rum, genossen diesen herrlichen Abend, bis er einmal unachtsam war. Nur eine Sekunde, ein einziger Moment… es war doch nur ein Wimpernschlag. „Liaaam!“ schrie ich los und versuchte nach ihm zu greifen. Doch ein älterer Mann hielt mich zurück. Ich sah wie er von dem Taxi erfasst wurde und Meter hoch durch die Luft schleuderte. Wie brutal er auf der Straße aufschlug und sein Körper total verrenkt da lag. Als alle Autos zum stehen kamen, riss ich mich los und rannte auf die Straße. Ich fiel auf die Knie und nahm seine Hand… alles war rot… ich sah nichts anderes mehr, als Blut. Keine Regung. Kein Atemzug. Kein Wimpernschlag. Ich hielt ihn in meinen Armen… ich redete mit ihm. Wildfremde Menschen versuchten mich von ihm wegzuzerren.
    Er war auf der Stelle tot.

    Tränenüberflutet stand ich auf und verstaute die Kleider in Kartons. Es dauert nicht mehr allzu lange, da war auch der Rest verstaut und ich ging ein letztes Mal durch das Haus. Unser Traumhaus…. Unsere Zukunft stand schon fest. Wir wollten Heiraten, unsere Flitterwochen wollten wir in Europa verbringen und Kinder… Führsorglich strich ich mir über meinen kugelrunden Bauch und verließ das Haus. „Fährst du die Kisten zu unseren Eltern, ja?“ ich beschloss erstmal wieder zu meinen Eltern zu ziehen, denn alleine würde ich mein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen. Wenn meine ungeborene Tochter nicht wäre, hätte ich gar nicht die Kraft gehabt zu kämpfen.

    Eine einzige Sekunde, ein Augenblick und meine Zukunft sah’ anders aus. Eine Unaufmerksamkeit und das war’s…

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